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Inferno Triathlon 2009: Zurück in der Hölle und dann im Himmel!

31. August 2009 von Wolpi

Der Name des Rennens machte mal wieder alle Versprechungen wahr! Es war wieder ein absolut höllisch geiles Erlebnis, die harten 155 Kilometer und 5500 Höhenmeter im Berner Oberland hinter sich zu bringen. Aber erst mal eins nach dem andern.

Start war wieder um 6:30 im Strandbad in Thun. Bei angenehmen 21°C war der Thunersee so warm wie noch nie. Bei meiner mittlerweile 4. Teilnahme am Inferno war zumindest das Schwimmen schon mal sehr angenehm. Das restliche Wetter ließ an diesem Morgen eher zu wünschen übrig. Etwas gespenstisch hingen die Wolken ab ca. 1000 Höhenmetern über der Region an den Bergen fest und versprachen ein eher feuchtes Rennen.

Das Schwimmen lief prächtig und nach 43 Minuten hatte ich die 3,1 Kilometer hinter mir.

Nun galt es die Minute Rückstand zu den beiden Führenden Marc Pschebizin und Axel Reiser reinzufahren. Dafür ließ ich mir satte 65 Kilometer Zeit. Als ich die beiden am Fuße der Grossen Scheidegg vor mir sah wusste ich, dass es heute ein guter Tag für mich werden würde, denn normalerweise bekam ich meist erst beim Lauf Kontakt zur Spitze. Als ich auf die beiden auffuhr fackelte ich auch nicht lange, mit dem Kommentar, dass es jetzt stressig würde zog ich auch gleich an die Spitze und forcierte das Tempo. Marc folgte mir und wir lieferten uns bis zur Passhöhe ein super Duell, welches ich dort für mich entscheiden konnte.

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Marc gab mir zu bedenken, dass mein Tempo wohl doch etwas hoch sei, aber ich brauchte das! Nach dem Desaster von Immenstadt wollte ich einfach noch ein gutes Rennen machen und wenn nicht hier, wo denn dann?

Die Bergwertung mit dem ausgeschriebenen Preis eines Abendessens ging an mich.

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Jetzt hatte ich wieder eine Abfahrt vor mir, welche schon wie die erste kein Spaß war, da mein Freilauf mucken machte und ich ständig treten musste, damit die Kette auf Spannung blieb. Die Sache hört sich vielleicht nicht so tragisch an, aber es war echt nicht so toll die heftige Abfahrt bei Nebel und Nässe dann auch noch Tretenderweise (auch um jegliche Kurven) hinabzudonnern. Marc nahm mir satte 2-3 Minuten ab. Am Beginn der Mountainbikestrecke holte ich wieder schön zu ihm auf, konnte den Abstand bis auf ca. 30 Sekunden verkürzen. Jedoch musste ich dann abreißen lassen. Wäre ich weiter so hart gefahren hätte ich vielleicht nicht gefinisht. Am Anstieg zur Kleinen Scheidegg verlor ich noch einen Platz an Ramon Krebs, der die Mountainbike Strecke in Rekordverdächtigen 1:37h hinter sich brachte.

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Beim abschließenden 25 km Berglauf aus Schilthorn brauchte ich über 17 Kilometer, bis ich ihn wieder einfangen konnte. Dann war es jedoch deutlich. Von hinten näherte sich noch Mike Schifferle und so musste ich das Tempo nochmals deutlich anziehen. Auf dem wohl schwierigsten Streckenabschnitt von Mürren bis Birg hatte ich mit Abstand den schnellsten Split, ich kam sogar noch bis auf ca. 1 Minute an Marc heran. Der peilte es aber und somit war das Feld geordnet. Mit ca. 4 Minuten nach vorne und nach hinten konnte ich dann „entspannt“ auf dem Schilthorn ankommen, man beachte meinen Gesichtsausdruck auf dem unteren Bild und klasse Panorama, oder???

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Mal wieder Platz 2, aber es war noch nie so eng wie in diesem Jahr. Wieder unwahrscheinlich hart, aber auch wieder traumhaft schön. Ich verbesserte meine persönliche Bestzeit um satte 8 Minuten auf 9h und knappe 8min.

STRAHL, GRINS FREU!!!

Das Wetter sah dies anders und so blieben Eiger, Mönch und Jungfrau eben im Nebel verborgen.

Egal, am nächsten Tag hatte ich eh mehr Zeit um die Landschaft zu genießen.

Es war wieder der Wahnsinn und es ist für mich einfach das schönste Rennen. Ich mag Langdistanzen wie Roth, Lanzarote und noch sehr viele andere Rennen, aber der Inferno ist schon etwas ganz besonderes! Ich kann es nur jedem empfehlen einmal auf dem Schilthorn zu finishen. Wichtigste Voraussetzung: Ihr müsst Berge mögen!

Den Tag auf den ihr da zurückschauen könnt, den werdet ihr niemals vergessen!

Die Veranstaltung ist perfekt organisiert und hat den nötigen Abenteuer-Flair. Sicherlich ist es auch nicht ganz ungefährlich, da man sich eben schon im hochalpinen Gelände bewegt, aber der Veranstalter zeigt absolut keine Scheu das Ziel bei schlechter Witterung einfach tiefer zu legen, was er schon öfter bewiesen hat. Absolute Hochachtung vor dem Organisationsteam des Infernos. Ihr macht ein super Ding.

Hier noch ein Paar nette Links mit Infos und Berichten zum Rennen:

http://www.inferno.ch/http://www.swiss-image.ch/slideshow/?event=infernotriathlon2009

http://www.swisstriathlon.ch/desktopdefault.aspx/tabid-73/89_read-9244/pdate-22.08.2009/

Ich möchte mich wieder herzlich bei allen für die Glückwünsche bedanken. Ganz besonderer Dank gilt meinen mit angereisten Fans, die mich trotz des mäßigen und kalten Wetters den ganzen Tag heiß machten!  Vielen Dank!

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Ride on folks

Andy

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Der Countdown läuft

23. August 2009 von Ira

Irina Kalentieva 

Nur noch zwei Wochen bis zum wichtigsten Rennen des Jahres – der WM in Canberra in Australien! Die Zeit vergeht wie im Flug - meine Vorbereitungen laufen auf vollen Touren. Direkt nach den beiden Weltcups in Canada bin ich ins Höhentrainingslager in die Sierra Nevada aufgebrochen. Mein Trainingsrevier ist der wunderschöne Lake Tahoe an der Grenze zwischen Nevada und Kalifornien. Er liegt auf 1900m Höhe und ganz in der Nähe habe ich ein schönes Appartement angemietet. Dort bereite mich in aller Ruhe auf die WM vor. Nach den ganzen Schlammrennen hatte sogar das Wetter ein Einsehen - seit zwei Wochen scheint nur die Sonne und es hat trotz der Höhe bis zu 28 Grad.

Lake Tahoe

Die ersten Wochen nutzte ich zur Regeneration von den World Cups und zur Anpassung an die Höhe. Die letzten Tage ging es wieder mehr an die Intervalle. Ich bin sehr gespannt, wie ich das Training in Australien umsetzen kann. Schon morgen Abend geht mein Trip rund um die Welt weiter. Ein langer, langer Flug nach Sydney und weiter nach Canberra wird das Training für zwei Tage unterbrechen. In Canberra erwartet mich dann der Kurs vom Weltcup-Finale des letzten Jahres – daran habe ich nur gute Erinnerungen. Eine schön technische und Strecke und mein Sieg aus dem Vorjahr geben mir volle Motivation für die WM!

Lake Tahoe

Bis bald

Eure Ira

Homepage Irena Kalentieva

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Norseman – Erfüllung eines sportlichen Lebenstraumes…

17. August 2009 von Susa

Susanne Buckenlei - Photo Jorgen Melau 

Es fällt mir relativ schwer mit Worten einen Bericht zu verfassen, über die Zeit in Norwegen, die Ihren Abschluss mit dem wohl härtesten Langdistanz Rennen gefunden hat, denn die Besonderheit des Rennes, die landschaftliche Einzigartigkeit eines Triathlonevents und die Emotionen sind kaum auf Papier zu bringen. Ich kann aber sagen, dass ich überwältigt bin – sowohl vom Rennablauf, dem Land und vor allem der Menschen, die dieses Event organisieren.
Die Umstellung meines Trainings- und Wettkampfkalenders hat sich im Nachhinein tatsächlich ausbezahlt. Trotzdem saß der erste Schock tief, als ich nach meiner Anreise den ersten Blick auf den Gaustatoppen, das 1800 Meter hohe Ziel des Norsemans und die dorthin führende Passstraße mit anschließendem Bergtrail zum Gipfel, werfen konnte. Bilder und Beschreibungen konnten die Höhe und Steilheit des 17km langen Anstieges im Vorfeld nicht annähernd vermitteln. Der Respekt vor dem Rennen wuchs also an, aber dennoch wußte ich, dass genau dieses Finish mein Vorteil in diesem Rennen sein konnte, da mir lange Anstiege im Laufen schon immer gelegen waren.

Susanne Buckenlei im Intervew vor dem Rennen

Schon eine Woche vor dem Rennen bin ich zusammen mit Luise, treuer Freundin und vor allem gute Seele und Hilfe (einfach „Manager“ ) in jeder Situation, angereist, um so wohl die Strecken zu besichtigen, aber auch im Eidfjord etwas Ruhe von meinem alltäglichen Stress meiner Firma zu finden. In einem gemütlichen Appartement mit Balkon und Blick über den Eidfjord, konnte ich Müdigkeit und Arbeitsstress schnell hinter mit lassen und fühlte mich bereits 3 Tage vor dem Rennen „ready to go,go“. Nach zwei Tagen kamen meine Eltern – weiterer Teil meines Supportteams – an, fehlte nur noch mein Bruder Uli, der das Team am nächsten Tag komplettierte. Es ist unglaublich welche Unterstützung ich von deren Seite erhalten konnte. DANKE!!
Jens hat mir im Vorfeld noch meine unzähligen Fragen zum Rennverlauf, Support durch das Team ect. beantwortet .. es durfte also tatsächlich losgehen! In einem Rennen, in dem jeder Athlet mit seinem Team für alles selbst verantwortlich ist, ist das Gold wert! Er selbst konnte am Tag vor dem Rennen bei der Auftaktveranstaltung „Mini Triathlon“ mit starker Performance den zweiten Gesamtplatz belegen! Gratulation an dieser Stelle!!

Mein Team beim Norseman

Eine Motivation der besonderen Art gab es im Vorfeld noch durch Felix Walchshöfer, Renndirektor von meinem Heimrennen in Roth, der einen Tag vor dem Rennen aus Deutschland angereist war, um mein Betreuerteam, das aus meinen Eltern, meinem Bruder und meiner Freundin Luise bestand, zu unterstützen. Mit unglaublichem Support konnte ich am Rennmorgen um 4:00 die Fähre, die uns zur Startlinie in Mitten des 16 bis 17 Grad kalten Eidfjords bringen sollten, besteigen. Die Stimmung dort und der Sprung aller Teilnehmer in die Fluten ist unbeschreiblich und einer der Dinge, die dieses Rennen so außergewöhnlich machen.

Start von der Fähre - mit dem Sprung ins kalte Nass

Besser als erwartet kam ich schon 2 Minuten nach der Führenden Frau aus dem Wasser und konnte nach 15km die Führung übernehmen. Bereits im Vorfeld stand fest, dass ich äußerst verhalten auf dem Rad unterwegs sein werde, da es der Lauf auf den Gipfel sein würde, der dieses Rennen am Ende entscheidet. Bei starkem Gegenwind über die kompletten 180km die mit 3500 Höhenmetern gespickt sind, bedeutete das für mich einen Radsplitt über 7 Stunden. Rückenschmerzen ab dem ersten Anstieg, der sich bereits zu Beginn des Rennens über fast 40km erstreckt, hätte mein Rennen beinahe zunichte gemacht, jedoch hatte ich in die Kisten meines Supportteams ein Wärmepflaster für diesen Fall eingepackt, das schnell seinen Dienst getan hat und ich somit ohne größere Probleme mit ca. 17 Minuten Vorsprung in der zweiten Wechselzone ankam. Schon auf den noch flachen ersten 25km konnte ich einen sauberen Rhythmus laufen und die Splittansagen meines Supportteams unterstrichen mein Gefühl, denn ich konnte den Vorsprung ausbauen.

Susanne Buckenlei - Photo Jorgen Melau

Nach 25km zeigt der Norseman dann sein eigentliches Gesicht: über 12km geht es mit meist über 12% Steigung zum Checkpoint an dem mein Bruder als Support sich zu mir gesellen muss, um gemeinsam mit mir die finalen 5km Gerölltrail zum Gipfel des auf über 1800 Meter liegenden Gaustatoppen zu rennen. Mein insgeheimes Ziel bis zum Checkpoint zu laufen und nicht zu gehen, konnte ich erreichen und hatte dennoch beim Einbiegen in den Trail erstaunlich frische Beine. Die Ansage, dass der Streckenrekord noch zu schaffen wäre, ließ mich auch den schwierigsten Part der Strecke noch in hohem Tempo laufen, was am Ende zur 10.schnellsten Marathonlaufzeit im Gesamtfeld geführt hat. Den abschießenden Trail über 4,7km konnte ich sogar schneller als der erste und dritte Mann des Gesamtfeldes absolvieren. Das macht schon ein wenig stolz :-) Als 52.des Feldes war ich vom Rad gestiegen, als 22.kam ich als Gesamtsiegerin der Frauen zusammen mit Jens, meinem Bruder und Felix auf dem Gaustatoppen überwältigt von diesem harten aber gigantischem Rennen, an. Auch Luise hat sich auf den langen Weg zum Gipfel gemacht und mit uns zusammen am Ziel dieses einzigartigen Rennens zu stehen!

Susa im Ziel der Träume

Für mich bedeutet dieses Rennen den größten Erfolg meiner Karriere und auch emotional ein bedeutsames Highlight in meinem Leben, was mit Worten schwer zu beschreiben ist.
Gegenströmung und vor allem der eisige Gegenwind auf dem Rad, haben die Bedingungen in diesem Jahr extrem werden lassen. Umso mehr motiviert es mich für die Zukunft, dass ich den bei beinahe Windstille aufgestellten Rekord von 2004 nur um 6 Minuten verpasst habe. Aber das ist nicht allein der Grund wieder zurück zu kehren: viel mehr ist es der Spirit dieses harten und vor allem ehrlichen Rennen und seiner Rennleitung, der mir bleibende Eindrücke und die Lust auf einen erneuten Start im nächsten oder übernächsten Jahr, mit nach Hause gegeben haben.
Wieder möchte ich mich an dieser Stelle bedanken: sowohl bei meinen Sponsoren und Partnern, einer unglaublichen Wettkampfleitung, die dieses Event geschaffen haben, aber ganz besonders beim meinem Team, dass mich über 13 Stunden ununterbrochen begleitet und versorgt hat. Auch für sie bedeutete der Norseman eine extreme Belastung und Energieleistung. Ohne diesen perfekten Support ist ein Sieg nicht möglich. DANKE ist eigentlich auch hier wieder in Worte gefasst viel zu wenig.

Grüße, Susanne Buckenlei

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Wiesbaden 70.3 und meine Lehren daraus

16. August 2009 von Stefan Schmid

 Stefan Schmid

Was habe ich vom letzten Sonntag gelernt? – ein Halbironman hat 90 Radkilometer! Nicht weniger und zum Glück auch nicht mehr :-)
Nun, wie komm ich darauf. Angefangen hat das Rennen mit einem nicht besonders tollen Schwimmen im schiersteiner Hafen. So langsam kam ich mir eigentlich gar nicht vor, aber 29min sprechen da für sich… Die folgende Radstrecke durch den Taunus habe ich mir am Tag zuvor noch mit dem Auto angeschaut und wusste, dass man mit Kopf fahren muss und die ersten 20km ruhig machen sollte. Aber wie es so ist, im Wettkampf kann man seine Pferde kaum zurück halten…. So hieß es von Anfang an Attacke!! Mit ordentlichem Tempo und einem grinsen im Gesicht, weil es einfach so viel Spaß gemacht hat durch den Taunus zu jagen, ging es über die ersten paar Berge und ich fühlte mich genial. „Das wird heut ein geiles Rennen“ dachte ich mir. Bei km 37 habe ich sogar „Herkules“ überholt :-) zumindest stand das auf der Startnummer des leicht griechisch aussehenden Mitstreiters… kurz geschmunzelt und weiter gings. Bei km 73 war dann der Tank alle. Statt „Kette rechts“ war das Motto nur noch „warum hab ich nicht noch ein 25iger Ritzel drauf gemacht“ :-). Die erste Hälfte der Strecke fuhr ich einfach viiiiiel zu schnell und kassierte nun die Quittung. Nach „the hammer“ auf der Platte vor Wiesbaden angekommen wurde jede nur leichte Erhebung zum Alp d´Huez Anstieg und ich nutze jede kleine Abfahrt nur noch zum dehnen und für Lockerungsübungen. Aber da war ja noch was…. Wie sollte ich denn da noch nen Halbmarathon laufen? Eigentlich fühlte ich mich so, dass wenn es eine Trainingsausfahrt gewesen wäre ich alle 4km an einer Tanke angehalten hätte :-) Irgendwie kam ich aber dann doch wieder in Wiesbaden an. Und es war eine Bombenstimmung! Genial. Das Laufen ging dann erstaunlicher Weise doch irgendwie und die erste von vier Runden lief ich so schnell wie die Spitze (möglicher Weise hat mir das deutsche Meister Outfit, das mir Pearl Izumi noch noch am Tag zuvor gemacht hat, Flügel verliehen). Danach war latente Krampfgefahr angesagt und ich lief nur noch auf Absicherung des Clearwater Startplatzes, denn den wollte ich auf jeden Fall haben. Mit einer soliden 1:22h bin ich dann den HM durchgelaufen und kam al gesamt 14ter ins Ziel.
Vielleicht steckte mir noch die Mitteldistanz von vor 3 Wochen in Immenstadt in den Beinen, aber eines ist sicher, dass ich viel in Sachen Renneinteilung eines langen Triathlon gelernt habe…. Aber die zweite Triathlonsaison kann man ja noch beruhigt als Lehrjahre ansehen :-)
In 3 Wochen geht’s dann schon wieder in Köln an den Start. Damit wären die härtesten 6 Wochen mit 3 Mitteldistanzen geschafft und ich kann mich dann in Ruhe auf Clearwater vorbereiten….
Schau mer mal!

Frohes Training

Euer Stefan Schmid

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Sieg beim Mainfranken Triathlon

16. August 2009 von Heidi Jesberger

Sieg - Heidi Jesberger 

Kaum zu glauben, dass der Triathlon in Kitzingen erst zum ersten Mal ausgetragen wurde.
So eine tolle Organisation kann man sich echt nur wünschen!
Schon als wir morgens ankamen, war ein ganz besonderes Flair.
Die Sonne schien und kleine Palmen säumten die Uferpromenade des Mains – ein kleines bisschen wie Hawaii ;-)
Dieses positive Gefühl konnte ich den ganzen Tag über behalten.
Mit ca. 400 Teilnehmern, war der Triathlon zur Prämiere auch schon ganz gut besucht.
Das Schwimmen war mit 1800m etwas länger als bei einer typischen Olympischen Distanz, dafür ging es mit der Strömung Flussabwärts.
Da der Main sehr breit ist, hat sich die Masse sehr schnell entzerrt und ich konnte einen guten Rhythmus finden und als 3. Frau aufs Rad steigen.
Die 41 km lange Radstrecke hatte 2 Anstiege und eine knackige Abfahrt zu bieten.
Die ersten 15 km konnte ich die perfekte Aerodynamik meines neuen Felt Rades ausnutzen und nach dem ersten Anstieg die Führung im Frauenrennen übernehmen. Auf der Abfahrt konnte ich meinen Vorsprung weiter ausbauen, da ich die Radstrecke zuvor mit dem Auto abgefahren bin und wusste, wann ich bremsen musste und wann eben nicht ;-)
Beim abschließenden 10 km Lauf entlang des Mains begleitete mich dann ein MTB Fahrer mit einem Schild „1. Frau“. Dies beflügelt einen natürlich nochmals. Am Wendepunkt bei km 5 sah ich dann aber, dass 2. Frau nur 40 Sekunden hinter mir war, also beschleunigte ich nochmals und konnte schließlich mit einem Vorsprung von 3:12 Minuten gewinnen.
Ein tolles Gefühl, das mir auch wieder etwas Sicherheit und Selbstvertrauen nach meiner Verletzung gibt.
Als nächstes Rennen steht nun der Cologne Half am 6.09.09 auf dem Programm.
Ich freue mich schon sehr darauf!
Liebe Grüße
Heidi Jesberger

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Transalp 2009

15. August 2009 von Magic

Als mir meine Schwester Susanne erzählte sie würden dieses Jahr wieder eine MTB-Transalp machen, war für mich klar, dass ich dieses Jahr endlich dabei sein musste, nach dem es die letzten vier Jahre nicht geklappt hatte.
Der Zeitpunkt war zwei Wochen nach meiner Langdistanz Challenge in Roth zwar nicht optimal für eine Tour mit ca. 400 km und 11.500 Höhenmetern in fünf Etappen, aber die Chance lies ich mir nicht entgehen.
Die Tour startete in Chur der ältesten Stadt der Schweiz auf ca. 600 m ü. M. Die erste Nacht war schon nicht so optimal auf den ziemlich durchgelegenen bzw. durchgearbeiteten Betten, des vermutlichen früheren Etablissement, Hotel Schweizer Haus. :-)
Doch wir waren top motiviert und voller Tatendrang als es am Morgen nach einem eher mageren Frühstück losging.

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Start in Chur: v.L. Piehli, Frank, Susanne, Micha, Benni

Auf der ersten kleineren Abfahrt machte ich die erste Erfahrung mit der heimischen Tierwelt, als mir eine Biene in den Helmgurt flog und mir einen ordentlichen Stich in die Schläfe verpasste! Das brennt! Frank, der zukünftige Mann meiner Schwester, zog mir noch den Stachel, was aber eine fette Schwellung nicht verhinderte.
Meine Schwester, die zum ersten mal mit „Klickis“ unterwegs war, testet gleich mal die Schwerkraft und schmiss sich an einem steilen Anstieg vor einen LKW. :-) Zum Glück ist nichts passiert und die Erheiterung überwog.
Die erste Etappe hatte es schon mächtig in sich. Anstiege mit bis zu 25 %-Steigung säumten unseren Weg, aber die Landschaft war traumhaft.
Die zweite Nacht schlief ich durch leichte Halsschmerzen leider noch etwas schlechter. Trotz Temperaturen von über 20 °C trug ich deshalb vorsichtshalber Halstuch.
Die zweite Etappe startete gleich mal mit einem knackigen Anstieg von 1770 m ü. M. auf 2320 m ü. M.
Doch die Aussicht entschädigte für die Anstrengungen!!! :-)

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Septimerpass (2320 m ü. M.)

Danach kam eine anspruchsvolle Abfahrt mit einigen Tragepassagen, die uns einiges abverlangte. Doch bei dieser Kulisse und diesem Wetter macht selbst das Spaß! :-)

Mittagspause machten wir diesmal in Moritz-Bad an der Olympiaschanze der Spiele von 1928.
Frisch gestärkt fuhren wir danach einige kräfteraubende Single-Trails mit Blick auf den Piz Bernina.

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Grenzübergang vor der Abfahrt nach Livigno

Das letzte Stück zum bekannten Ski- und Shopping Städtchen Livigno in Italien ging zum Glück nur bergab und wir sind alle froh, als wir das schöne Hotel erreicht hatten. Durch die Zollfreiheit in Livigno hat diese Stadt wohl eine der längsten Einkaufsstraßen von Italien. Ich kaufte mir trotz des schon sehr schwerem Rucksack ein Duftwässerchen von Hugo Boss. :-)

Das Frühstück in Livigno war endlich auch ein geeignetes für Ausdauersportler mit vielen verschiedenen Müslis! :-) So lässt es sich in den Tag starten!
Die ersten Meter der 3. Etappe führten und entlang des Lago di Livigno. Sehr sehenswert! Danach, wer hätte es gedacht, ging es wieder mächtig bergauf! Aber dafür hatten wir ja ordentlich gefrühstückt! :-) Hoch oben auf 2285 m ü. M. hatten wir unsere erste Schneepassage! :-)

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Schneepassage auf dem Passo di Valle Alpisella (2285 m ü. M.)

Die Hochebene nach dem Schneepass war ebenfalls wieder eine Augenweide und wir flogen geradezu weiter hinauf. :-)

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Nach kurzer Abfahrt weiter bergauf nach Val Mora (2234 m ü. M.)

Auf der steilen Abfahrt von ca. 2300 m. ü.M. auf 1300 m. ü.M. die mir im speziellen so viel Spaß bereitet verpassten Susanne, Micha und ich leider einen Abzweig und wir verloren unsere Gefährten Frank und Piehli. Dank Handy und Navi fanden wir aber zum Glück wieder zueinander und stärkten uns ein weiteres mal mit guten italienischen Spagettis.

Im Anschluss stand uns die längste Steigungsstrecke bevor von fast 1300 Höhenmetern am Stück, bis hinauf zu Sesvenna-Hütte. Einige dieser Höhenmetern waren auch für mich nur schiebend zurückzulegen. Der Weg führte uns vorbei an sprudelnden Bergbächen und Wasserfällen.

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Willkommene Abkühlung bei diesem schweißtreibendem Anstieg

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Wasserfall unterhalb der Sesvenna-Hütte

Auf der Hütte erwartete uns ein reichhaltiges und sehr leckeres Vier-Gänge-Menü, sowie ein Schlafplatz im Zimmer der 27 Zwerge! ;-)

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Schlafzimmer der 27 Zwerge in der Sesvenna-Hütte (2258 m ü.M.)

Nach dem zünftigen Hüttenfrühstück auf der Sesvenna-Hütte machten wir uns auf den Weg zur größten Herausforderung dieser Tour von Piehli. Es ging zur Uinaschlucht. In dieser ist in luftiger Höhe ein schmaler Weg in den Fels gesprengt, auf dem seit 400 Jahren Jungvieh auf die Sommerweiden getrieben wird. Da Piehli Höhenangst hat trieb ihm nur der Gedanke daran den Angstschweiß auf die Stirn. Aber er hat diese harte Prüfung gut gemeistert und er wird sich die atemberaubende Aussicht auf Video ansehen können, die Frank und Susanne gedreht haben.

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Uinaschlucht: Fahren verboten!

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Leider sieht man nicht, dass wir auf einem Felsen sitzen hinter dem es ca. 150 Meter steil bergab geht! :-)

Nach der spektakulären Schlucht ging es auf Schotterwegen durch den Wald weiter bergab. Das machte Laune! :-)
Vor der Mittagspause ging es aber auch wieder hinauf auf 1634 m ü.M. Mittag gab es in Guarda einem der schönsten Orte Europas. Die Häuser sind schön verziert. Wirklich sehr hübsch. (Fotos muss ich nachreichen.)
Bei der anschließenden Abfahrt verpasste ich einen Abzweig und Frank musste mich per sms zurück pfeifen. Das bescherte den anderen 15 Minuten Pause und mir zusätzliche 130 Höhenmeter. :o)

Auf einem schmalen Waldweg begegnete uns ein Traktor, der Frank eben mal über den Fuß fuhr, als er uns passierte. Zum Glück ist der Fuß heil geblieben.

Die letzten Kilometer legten wir im Mannschaftszeitfahren auf der Bundesstraße zurück, um den Zug nach Davos nicht zu verpassen. Wir hatten noch Zeit uns einen Kaffee für den Zug-Transfer zu kaufen und genossen diesen bei einer außergewöhnlichen Zugfahrt. Es ist schon beeindruckend welche enormen Höhenunterschiede die Rhätische Bahn überwindet.
Unser Hotel in Davos lag nur wenige Hundert Meter vom Bahnhof entfernt, allerdings einige Meter höher, was noch mal richtig weh tat.
Als sehr geeignete Insektenabwehr erwiesen sich unsere Radschuhe, die wir zum lüften auf die Fensterbank stellten. Über Nacht stellten wir sie, aus Angst vor einem Erstickungstod, dann aber doch lieber raus auf den Flur. :-)

Die letzte Etappe begann fürstlich mit einem Frühstück was kaum Wünsche offen lies. Ein gutes, reichhaltiges Frühstück war aber auch Voraussetzung um diese „Königsetappe“ zu überstehen. :o) Denn…

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…da müssen wir rauf! :o)

Und das bedeutete konkret 800 Höhenmeter auf die Schatzalp (2360 m ü.M.). Leider war uns Petrus am letzten Tag nicht mehr ganz so treu und sorgte für diesige Aussichten auf der Schatzalp. Erst als wir wieder bergab fuhren bzw. schoben, klarte es auf und wir sahen, was wir oben verpasst hatten.
Unser letztes Mittagessen auf unserer Tour war genau wie das Frühstück göttlich. Ein drei Gänge Menü mit sehr zuvorkommender Bedienung und lustiger Wasser Karaffe!

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Optimal gestärkt ging es hinauf zur Hörnlihütte, wo die Sicht wieder besser war.

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Blick von der Hörnlihütte

Auf dem Weg zu unserem Tourgipfel schlug ich mir bei einem Sturz noch das Knie auf und versuchte dann mit dem Blut den anderen eine Nachricht zu schreiben. Für „Ich war hier, Benny“ reichte es leider nicht ganz.

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Botschaft mit dem eigenen Blut geschrieben :-) (Sollte „Ich war hier, Benny“ werden. War aber zu wenig verletzt! ;-) )

Zum Tourabschluss ging es dann noch mal richtig bergab, von 2511 runter auf 590 m ü.M. Das war noch ne Gaudi!!! :o) Leider auch noch mit einer Reifenpanne, aber bei der einen ist es die ganze Tour über geblieben und so können wir uns nicht beschweren! :-)
Nach der kraftraubenden Königsetappe waren wir dann auch sehr froh gesund und erschöpft wieder in Chur angekommen zu sein.

Nachher-Foto in Chur (Alle noch gesund und munter!!!)

Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei!!!

Grüße Benjamin Rossmann

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Time out.

12. August 2009 von Azz

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Back in Canberra and back into training after two weeks off! Well it’s good to be back into training again, even though it felt terrible for the first few days.

On my way home from Germany I stopped in Singapore and Malaysia for two weeks holiday with my girlfriend. We stayed in Kuala Lumpur for eight days and Singapore for the rest of our time. A lot of time when I travel to races we are just there for the race and all focus is put on that so I don’t get to see much of the country/city so this time when we visited we checked out all the tourist spots and lived like locals for a few days.

Getting home last week felt great but was a real shock coming back to sub zero temperatures and is going to take a bit of getting used to. Already we have had one morning of -5 but most days have been nice clear weather and good for training.

Here are some pics of our trip through Singapore and Malaysia. 

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Erster Triathlon nach Verletzung

2. August 2009 von Heidi Jesberger

Bei herrlichem Triathlonwetter waren Oliver Meyer, der Freund meiner Schwester und ich am Wochenende beim Sprinttriathlon in Oettingen über die ungewohnt kurze Distanz von 500 m Schwimmen, 20 km Rad und 5 km Laufen am Start.

Für mich war es der Widereinstieg nach überstandener Verletzung. Dieses Rennen sollte als erster kleiner Formtest für mich gelten.
Oliver hingegen absolvierte in Oettingen seinen erst zweiten Triathlon, den er als Trainingswettkampf nutzen wollte.

Start und Ziel des Triathlons war im Freibad, doch das Schwimmen fand nicht wie vermutet im Becken sondern im nahe gelegenen Fluss statt. Grüne Wasserpflanzen und Strömung inklusive.
Mit ca. 300 Teilnehmern war der Wettkampf fast ausgebucht.
Einen Massenstart, auch noch im offenen Gewässer war für Oliver Neuland.
Er spürte, wie schwer es doch ist, sich unter all den Teilnehmern im Wasser zu behaupten und gleichzeitig noch den direkten und kürzesten Weg zur Boje zu schwimmen.

Im Rennen der Damen war mit der ehemaligen Olympiateilnehmerin im Schwimmen Anke Rothmeier sowie der sehr ambitionierten Luxemburger Triathletin Diane Chelius, der Regensburgerin Astrid Zunner-Ferstl und mir ein ziemlich spannendes Rennen zu erwarten.

Vom Start weg setzte sich wie erwartet die Olympiaschwimmerin ab, dicht gefolgt von Chelius und mir.
Schon in der Wechselzone konnte ich jedoch durch einen Blitzwechsel einen Platz aufholen und als 2. Frau gesamt aufs Rad steigen.
Nach überstandener Verletzung schon wieder in toller Form.

Dort machte ich sofort Meter um Meter gut, so dass ich schon nach 2 Kilometern die Führung übernehmen konnte.
Auch Olli schlug sich hervorragend, war er doch einer der wenigen Athleten, die ohne Neoprenanzug schwammen. Die Wassertemperatur betrug nur 20 Grad, so dass sich fast alle Athleten für das Tragen eines Wärmeanzuges entschieden hatten.
Die Radstrecke war sehr selektiv und wir beide fanden einen guten Rhythmus.
Bei km 15 wurde ich von der stark fahrenden Regensburger Triathletin eingeholt und wechselte wenige Sekunden nach ihr auf die Laufstrecke.
Nun wurde es spannend: Würde mein Fuß der Wettkampfbelastung standhalten oder kommen die Schmerzen zurück?
Etwas vorsichtiger als sonst ging ich die abschließenden 5 km an, fühlte mich dann aber immer besser und konnte schließlich schmerzfrei und als strahlende Zweite die Ziellinie überqueren.
Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
Nun bin ich sehr zuversichtlich und freue mich auf weitere Rennen in diesem Jahr!

Auch Oliver machte ein klasse Rennen und konnte wertvolle Erfahrungen sammeln.
Als gesamt 85. der 300 Teilnehmer und 14. in seiner Altersklasse konnte er sich über seinen Erfolg freuen.

Heidi Jesberger mit Oliver Meyer (beide TSV Assamstadt)und Diane Chelius (Luxemburg).
Oettingen ist ein wirklicher Geheimtipp für einen kleinen familiären Wettkampf mit toller Organisation und liebe zum Detail. Kann ich nur weiterempfehlen.

Eure Heidi

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Abo aufs Podium

2. August 2009 von Ira

Zurzeit scheine ich den zweiten Platz abonniert zu haben. Wie letzte Woche beim Mountainbike-Weltcup in Mt. St. Anne wurde ich auch in Bromont wieder Zweite. Das war mit der EM mein dritter Silberrang in Folge. Zum Sieg fehlten leider noch die letzten Prozent an Power, obwohl ich mich sehr gut gefühlt habe.

Wie auch in Mt. St. Anne war bei regnerischen Bedingungen ein technisch anspruchsvoller Kurs mit steilen Felspassagen, tiefen Löchern und Wurzeln zu bewältigen. Die Runde hatte einen zehnminütigen Anstieg und eine lange Abfahrt, die wir fünf Mal zu fahren hatten.

Runter gehts immer

Nach dem Start bildete sich zunächst eine Gruppe mit Catherine Pendrel - der Siegerin der vergangenen Woche - Willow Koerber und Marga Fullana. Nach der ersten Runde fiel Fullana, wie auch in Mt. St. Anne zurück, dann konnten Koerber und Pendrel das Tempo an der Spitze nicht mehr mitgehen. Ich konnte die Führung übernehmen und bis in die Dritte Runde halten. Dann kam plötzlich Lene Byberg und fuhr die Gruppe von hinten auf. Sie setze sich an die Spitze - ich ging mit. Ende der dritten Runde musste ich etwas rausnehmen, da ich dieses Tempo nicht noch zwei Runden gehen konnte. Ich musste sie ziehen lassen und konnte meinen zweiten Platz sicher ins Ziel bringen.

On the way to the finish

Mit der guten Platzierung konnte ich mich in der Gesamtwertung weiter auf den zweiten Platz verbessern. Bei den beiden noch ausstehenden Weltcup-Läufen Mitte September in Europa habe ich damit noch Chancen auf den Gesamtsieg und dann will auch mal ganz oben aufs Podium!

1 Lene Byberg (Nor) Specialized Factory Racing 1:45:58
2 Irina Kalentieva (Rus) Topeak Ergon Racing Team at 2:35
3 Catharine Pendrel (Can) Luna Pro Team 3:13
4 Elisabeth Osl (Aut) Central Ghost Pro Team 3:31
5 Mary McConneloug (USA) Kenda Seven NoTubes 3:50

Eure Ira

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WM-Staffel Silber in Rom

1. August 2009 von Petra Dallmann

Die Geschichte beginnt bei den Deutschen Meisterschaften vor vier Wochen in Berlin: Mit dem 4.Platz über 100m Freistil mit 55,12 sec habe ich mich grade noch mal so für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Allein die Teilnahme an der WM wäre noch mal super gewesen. Am 12.7. sind wir zur Vorbereitung nach Ravenna geflogen. Hier hat wirklich alles gestimmt: Hotel, Essen, Trainingsbedingungen und auch die Stimmung war endlich mal wieder richtig gut und zuversichtlich. Ein Grund war sicher die Tatsache, dass wir uns unser Wettkampfmaterial selbst aussuchen konnten und diesmal ohne Nachteile an den Start gehen konnten. Ich muss gestehen, dass ich selten so nervös war. Ich wusste wir sind eine gute Staffel, aber wenn ich so schwimme wie bei den Deutschen Meisterschaften, wird es nicht zu einer Medaille reichen. Mit dem reduzierten Training in den vergangenen Monaten konnte ich auch nicht einschätzen wie schnell ich schwimmen kann. In Rom angekommen, schlugen uns erstmal 40 Grad ins Gesicht. Das Wettkampfbecken, direkt neben dem alten Olympiabecken, war traumhaft. Das Stadion war ausverkauft und nach dem Vorlauf fiel mir ein Stein vom Herzen. 53,69 sec fliegend; die beste Staffelzeit meines Lebens. Wir haben uns als Schnellste für den Endlauf qualifiziert, jedoch schon in Bestbesetzung. Unsere Konkurrenten haben ihre besten Leute geschont. Der Endlauf lief dann optimal: Britta in Weltrekordzeit angeschwommen und mit Daniela Schreiber am Ende, die eine Wahnsinnszeit hingelegt hat, wären wir fast noch Weltmeister geworden in neuer Weltrekordzeit. Die letzten paar Hundertstel haben dann leider gefehlt, aber Silber ist der Hammer und ein perfekter Karriereabschluss.

Damen Staffel

Eure Petra Dallmann

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