Lanzarote die 2. Ironman done!
30. May 2009 von WolpiPush it!
Push it harder!
All done!
Zurück von der Insel sitz ich nun hier. Viele Eindrücke sind geblieben, ein 14. Platz, kein Slot für Kona, aber ein echt gutes Gefühl alles gegeben zu haben. Im absolut hochkarätigen Profifeld mit 6 Ironmansiegern, vielen Jungs aus der zweiten Reihe, war mir klar, dass es richtig hart werden wird. Ich war im Vorfeld so entspannt wie noch nie zuvor. Ich hab die 4 Tage vor dem Rennen gemeinsam mit meinen Reisebegleitern richtig genossen, mich brav und vernünftig ernährt und natürlich auch noch kleine Runden auf der Schwimm-, Rad- und Laufstrecke gedreht. Lanzarote ist einfach schön! Am Samstag ging es dann um 4:30h aus den Federn, Frühstück, letzter Check des Rades, Flaschen und Gels ran, noch mal im Apartment entspannen und um 6:30h dann zum Einschwimmen.  Pünktlich um 7:00h viel dann der Startschuss. Das Schwimmen war das vielleicht härteste, dass ich je erlebt habe. Ich musste direkt nach dem Start ganz schön Prügel einstecken, wollte aber nicht viel verlieren. Die erste Schwimmrunde war dann nach etwas über 26 Minuten beendet. Auf der 2. Runde riss mir dann noch ein netter Spanier, der neben mir schwamm die Brille runter, aber nach 54:45min war ich dann draußen. Passte, ab aufs Rad.Gestartet bin ich gemeinsam mit Gregorio Caceres Morales. Später kam dann noch Ain Alar hinzu, der wie immer zu allem entschlossen war und sofort mächtig Druck machte. Ich verschwendete nen kurzen Gedanken daran mit ihm mitzufahren, aber lies es dann einfach sein. Es ist einfach ein verdammt langer Tag, der nicht in den ersten 2 Stunden entschieden wird. So drehte ich besonnen meine Runde um die Insel. Der Wind blies (4-5 Beaufort), für Lanzaroteverhältnisse mäßig, die Berge sind wie sie sind (nicht ganz ohne) und bergab bei Gegenwind bin ich Hemd einfach aufgeschmissen. Ich drückte zwar ordentlich und auch meine Aeroposition auf meinem TT-Bike war super, aber das ist defnitiv eine Schwäche, an der ich noch arbeiten kann! Runter nach Caletta di Famara hatte ich echt zu kämpfen, dass ich sauber sitzen blieb. Leider habe ich das Bike noch nicht lange und so machte sich mein Nacken auch bald etwas bemerkbar. Ich hatte immer das Gefühl noch was drauflegen zu können, lies die Jungs aber fahren. Erst ab km 140 drückte ich dann vollends durch. Vielleicht hatte ich etwas zu viel gebummelt, aber ich war mir mit meinen 4500 Radkilometern etwas unsicher und ich wollte definitiv besser Laufen als 2008. Das Highlight ist einfach der Mirador del Rio. Da oben kurz links runter zur Graciosa zu schauen entschädigt schon für einige der Strapazen. Nach 5 h 17 min, einer der wunderschönsten Radstrecken hinter mir, einigen Höhenmetern und nem ziemlich guten Gefühl in den Beinen stieg ich dann von meinem Planet-X Bike. Jetzt musste noch was gehen. Ich lief super an, machte noch nen kurzen Boxenstop im ersten Dixi auf der Strecke und konnte laufen. Ja, manch einer lächelt über eine 3:03 h im Marathon, aber ich hab einige Jungs überholt, mit denen ich definitiv nicht mehr gerechnet hatte (und schlecht laufen ist anders…)! Meine Ernährung passte perfekt und ich hatte genug Power um die 226 km sauber hinter mich zu bringen, gefühlt sicher eines meiner besten Rennen. Bei 9 Stunden 23 Minuten und 15 Sekunden blieb die Uhr dann für mich stehen. Kenneth begrüßte mich im Ziel und ich freute mich einfach über die Zeit und meinen Platz im Feld. Nur PROs vor mir, also nur flotte Jungs die auch richtig hart für ihre Erfolge arbeiten und auch noch einige hinter mir J. That’s it! Keine Entschuldigungen, keine Ausreden, ich kann zufrieden sagen, dass ich alles gegeben habe und muss langsam einsehen, dass man als Vollzeitarbeitender gegen die „richtigen“ Profis eigentlich keine Chance hat. Ist auch gut so, denn sonst wäre es ja easy nen Slot für Hawaii abzugreifen. Ob ich je die Quali als PRO schaffe bleibt ein Rätsel, aber: Ich bleib dran! Besonders grüßen möchte ich noch meinen langjährigen Vereinskollegen Wolfgang Stückle. Er hat es allen gezeigt und sauber die AK 25 in 9:43 h gewonnen.
Viel Spaß in Kona Wolf!!!
Der Präsi von der Holidaytruppe war auch wieder vor Ort. Nach dem “NIEEEEEE WIEDER!!!” von 2008 gratuliere ich auch ihm zu seinem 7. erfolgreichen Finish auf der “Insel der Verrückten” (O-Ton Ralf).Â
Ride on!
Andy
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31. May 2009 um 22:55 Uhr
Hallo Andy,
toller Bericht.Nochmals Glückwunsch zu deiner tollen Leistung.Sie ist nicht hoch genug zu bewerten wenn man wie du noch einem Fulltimejob nachgeht.Dann Jungs wie z.B Hundertmark hinter sich läßt RESPEKT!!Ich wünsch dir ,daß du vielleicht mal das Glück hast in naher Zukunft einen Sponsor zu finden damit du deinen “Lieblingssport” vielleicht mal für ein paar Jahr als PRO ausüben kannst.An dieser Stelle auch nochmals Glückwunsch an Wolfgang!Genauso muss man nach eine Enttäuschung zurückkommen!!
c you Micha