23. May 2011 von ungerman
Teamsprint in Forst. Fünf Jungs müssen gemeinsam 1000 M Schwimmen, 22 Km Radeln und 7,5 KM Laufen. Im Ziel wird die Zeit des Vierten gewertet. Die Mengener Truppe schickte vier oberschwäbische, wilde Jungstiere und einen erfahrenen, kampferprobten Bullen in die Arena am Heidesee. Allesamt aus eigener Aufzucht

Mit einer tollen Performance sicherten wir uns den dritten Platz im Einlauf der besten Teams aus dem Ländle. Vor allem auf der mittleren Teilstrecke über die gut 20 KM waren die fünf gleich lackierten ERINYEN eine wahre Macht. Mit der schnellsten Zeit nach zwei Disziplinen kann man durchaus behaupten: we didn´t ride fast, we were flying low! Mit einer soliden Laufeinlage, haben wir uns den Stockerlplatz dann wahrlich erkämpft und verdient. Bei aller Objektivität, glaube ich, dass diese Mengener Trias noch Potential in der Hinterhand haben und durchaus ein gewichtiges Wort ganz vorne in der Liga mitreden können. Es wird ein spannendes Jahr 2011 – ich freue mich auf diese Reise und bin gespannt, wo sie endet…

Es war durchaus auch ein spezielles Rennen für mich! Denn mit all den Jungs bin ich nun schon viele Jahre verbunden und kenne sie noch aus der Zeit, als sie in der Schülerklasse aktiv waren. Es ist aber gewiss auch die Bestätigung und der verdiente Lohn für die hervorragende Nachwuchsarbeit in unserer Mengener Triathlonabteilung. Es macht Spaß die Kids, die Jugendlichen, die Aktiven und die „AH“ mit soviel Freude beim Sport zu sehen. Ich reite mit auf dieser Woge und lasse mich anstecken von der Dynamik in der Truppe! Und möchte deutlich klarstellen, dass ich mich bei dieser Aufzählung noch nicht zu den Letztgenannten mit den zwei Buchstaben zähle…

Doch lange dauert es wohl nicht mehr, denn zum Abschluss noch soviel: Joe Hitzler hatte mich bei der Anfahrt gefragt, ob ich denn schon einmal bei dem Triathlon in Forst mitgemacht habe. Meine Antwort lautete: „Ja – ich habe hier 1994 bei der Landesmeisterschaft der Jugend B sogar schon einmal gewonnen. „ Sein Kommentar: „ Oh, da war ich gerade drei Jahre alt…“
Those were the days – time goes by!!
Auf bald
Ungerman
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5. May 2011 von ungerman
I´m lovin it…
…und zwar meine ich nicht das kulinarische Sortiment einer Fast-Food-Kette, die mit diesem Slogan globale Assoziation errungen hat, sondern schlicht meine Gefühlswelt aufgrund der momentanen Jahreszeit!
Eine extra Portion an Ausschüttung der oft zitierten Glückshormone findet bei mir nahezu täglich in den Trainingseinheiten statt. Die Bewegung in der frühlingshaften Natur, die unübersehbaren Vorboten des Sommers und die aufkommende Form, lassen mir keine andere Wahl – I´m lovin it!
Die kurzen Laufsachen können an der Dreisam in Freiburg

bekanntlich immer ein paar Tage eher ausgepackt werden, als dies dann auch in Oberschwaben der Fall ist. Doch die letzten vier Wochen wurden generell sehr wohlwollend vom Wetterverantwortlichen für uns Outdoor-Sportler gestaltet…So bin ich schon zum ersten Mal in der Heimat „open air“ geschwommen

, noch bevor der erste Tag im Mai zu Neige ging.
In dem von uns mitorganisierten Trainingslager in Cervia/Italien hatte der Freibadsommer für mich schon etwas früher Einzug gehalten. Bei teilweise 30°C kann man durchaus von einem prima „Primavera“ sprechen.
Zuvor hatte ich bei schönen Temperaturen einen guten ersten Formtest in der Schweiz(Foto Schweiz) absolviert. Was dieser letztlich Wert ist, wird sich nun im heißen Monterrey/Mexiko zeigen.
Der erste Weltcup der Saison steht unmittelbar bevor. Die Wettkampfsachen wurden gepackt und die innere Anspannung steigt! Es ist fĂĽr mich immer eine etwas seltsam, beklemmende Zeit von der letzten ordentlichen Trainingseinheit der Vorbereitung bis zum ersehnten ersten Startschuss des ersten groĂźen Rennens in einer neuen Saison.
Doch auch diese Phasen der Nervosität und der Zweifel gehören nun mal zum Leben eines Sportlers. Und letzten Endes macht es dies ja auch aus!
Unterm Strich ist es der Slogan unseres Ausdauersport-Fachgeschäfts im Herzen Bad Saulgaus, der es am besten trifft:
we do it, cause we love it …
Sonnige GrĂĽĂźe aus Mexiko
Ungerman
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14. April 2011 von Timo Bracht
So schnell ist das FrĂĽhjahr vorbei, fast. Mit Protrainingtours war ich die letzten Wochen auf Mallorca. Stationiert waren wir im Hotel Concord im beschaulichen Stadtteil Son Baulo in Can Picafort direkt am Meer.


Bilder: masmallorca.de
Meistens war ich auf der schön flüssig zu laufende flache Wendepunktstrecke an der Playa de Muro entlang nach Alcudia unterwegs.
Zum Radfahren bietet sich natürlich das Landesinnere perfekt an. Bei Santa Margalida geht eine Traumstrasse nach Maria und Sineu. Von dort ist dann so gut wie alles zu befahren. Am liebsten war ich in den Bergen unterwegs. Bei traumhaften Wetter ohne Armlinge über den Puig Major (leider kommt man nie ganz hoch- fast nie: http://www.mallorcaurlauber.de/blog/veranstaltungen-mallorca/trencagarrons-radrennen-puig-major/ ) und sich nach Sa Calobra runter zu stürzen ist im März schon etwas Besonderes.

Bild: A.Schirmaier
In den ersten Wochen war Markus und Normann vom Team mit dabei, und wir haben es das eine oder andere mal richtig krachen lassen.

Nach ein paar Tagen Erholung geht es dann weiter zu meinem ersten großen Saisonhöhepunkt, dem Ironman Lanzarote am 21.5.

Bild: Budy_Abu Dhabi
Alles Gute bis bald, Timo
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4. April 2011 von ungerman
Alle 24 Stunden wird man einen Tag älter – zugegebermaĂźen keine
revolutionäre Erkenntnis meinerseits.
Aber nach nunmehr ca. 289333 erlebten Stunden, ist mir dies schon 12 055
Male so ergangen. 33 Lebensjahre liegen ab jetzt hinter mir. Und sicherlich
habe ich schon tausende Stunden davon mit Sport verbracht. Zweifelsfrei wird
die eine oder andere noch hinzukommen. Aber nachdem ich zum dritten Mal in
meinem Leben eine Schnapszahl als Lebensalter erreicht habe, möchte ich
zurĂĽckschauen auf die Meriten, die ich mit elf und 22 Jahren auf sportlicher
Ebene zu verbuchen habe.
Als 22-Jähriger, daran erinnere ich mich noch sehr gut, habe ich den
Durchbruch im Triathlon geschafft. Mit Siegen im Europa-Cup, bei den German
Open und in der Bundesliga habe ich erste Ausrufenzeichen gesetzt. Auch der
Titel des Militärweltmeisters geht auf das Jahr 2000 zurück. Aber auch die
olympische Premiere in Sydney habe ich vor Ort als Zuschauer erlebt. Ein
prägendes Erlebnis und eine fantastische Zeit in meinem Leben!
Weitere elf Jahre später habe ich wieder vier Wochen meines Lebens auf den
Kanaren verbracht und an der Form gearbeitet. Zwei Wochen jeweils mit dem
BWTV und anschlieĂźend noch mit der DTU dem teils heftigen Wind getrotzt. Mit
Sebi Kienle habe ich ein Laufprogramm absolviert, bei dem wir ĂĽber die
Vorteile von Zeitfahrhelmen während des Laufens philosophiert haben – es war
also wirklich krasser Wind
Ich schätze und genieße diese Trainingsaufenthalte heute deutlich mehr als
frĂĽher – vermutlich auch weil ich nicht noch einmal elf Jahre dieses Leben
so fortfĂĽhren werde…
Mittlerweile versuche ich meine Familie so oft und so gut wie möglich in den
sportlichen Alltag zu integrieren. Und definitiv habe ich einen neuen und
wichtigen Trainingspartner schon hinzugewonnen: Toni!! Er war mir eine
riesige Hilfe im täglichen Training
Seine momentane Berufung ist die des
kleinen Wasserträgers! Damit er nicht zu viel tragen muss, trinkt er selber
auch kräftig mit.Unser gemeinsames Ziel ist auch klar: hoch hinaus 

Nun wartet der FrĂĽhling/Sommer zuhause und fĂĽr mich beginnt schon bald die
Saison – endlich. Ich verspĂĽre immer noch groĂźen SpaĂź an diesem Sport. Als
kleiner Junge träumt wohl so mancher von diesem Leben als “Profi-Sportler”
und ich hatte das groĂźe GlĂĽck einen solchen Traum leben zu dĂĽrfen! DafĂĽr
bin ich unheimlich dankbar. Und selbstverständlich sehr gespannt, was mir
die Schnapszahl 33 am Ende des Jahres unter meine sportliche Bilanz gebracht
haben mag . Jedenfalls freue ich mich auf dieses neue Lebensjahr und hoffe
auf viele weitere Geburtstage mit Schnapszahlen! Es wäre schön, wenn die
GeburtstagswĂĽnsche von meiner geliebten Mama auf diesem Weg meine steten
Begleiter sein könnten, nämlich:
Gesundheit und Zufriedenheit.
Bleibt sportlich – gesund und zufrieden!
Euer Ungerman
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4. April 2011 von Jan Wolfgarten
Liebe Leser!
In dieser Ausgabe meiner Blogberichte wird es um 2 Themen gehen.

Lange ist es her aber ich euch das letzte Mal die Ergebnisse des 2. DMS Durchganges versprochen. Wir sind zum Schluss 5. geworden. Viel wichtiger als das Gesamtergebnis war allerdings, dass wir vor der SSG Saar Max Ritter gelandet sind, weil sich im Vorfeld eine Wette um 500€ ergeben hat, die das bessere Team vom anderen bekommen sollte. Wie das bei Sportlern so ist, waren beide Teams sehr siegessicher und daraus resultierte dann der finanzielle Einsatz der in Würzburg nach dem Wettkampf natürlich dankend entgegengenommen wurde
Es hat sau viel Spass gemacht und keine Mannschaft ist der anderen böse. Nächstes Jahr wieder!!!
Für mich ist es auch gut gelaufen. Ich bin überall schneller gewesen und über 1500m Freistil 15:19 geschwommen, was im Moment immer noch unter den 15 schnellsten Zeiten der Welt dieses Jahr steht. Darauf lässt sich natürlich aufbauen und ich bin fleissig dabei im Sommer noch schneller zu werden.

In der ersten Hälfte vom Monat März waren wir dann mit dem SV Würzburg 05 auf Teneriffa im Trainingslager. Im Hotel waren wir in Playa de las Americas und alles war super und All-Inclusive. Die Trainingsergebnisse waren auch sehr gut und der Umfang dabei hoch. Alles in allem ein sehr gutes Camp und ein weiterer Schritt nach vorn.
Übernächstes Wochenende stehen dann die Bayrischen Meisterschaften bei uns „zu Hause“ in Würzburg an. Ich werde ein sehr strammes Programm schwimmen, um für den Sommer noch mehr Wettkampfhärte zu bekommen. Ich freue mich darauf, weil es im Training gut läuft und ich gespannt bin, wo ich momentan zeitlich so stehe.
Die Woche darauf fliegen wir dann wir 14 Tage nach Ft. Lauderdale, Florida, in ein weiteres Trainingslager…..es steht viieeeel an und ich berichte euch mehr von den „bayrischen“ und dem Camp, wenn es soweit ist.
Bleibt fleissig,
Euer, Jan
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18. March 2011 von ungerman
DMS & KLD

DMS – Daniel Muss Schwimmen! Die eigentliche Bedeutung der drei Buschstaben liegt ja in der Umschreibung fĂĽr Deutsche Mannschaftsmeisterschaften Schwimmen. Und meine Mannschaft, die Bad Saulgauer Schwimmer sind eine starke Truppe und schon seit zwei Jahren knapp dran an dem Aufstieg in
die 2. Bundesliga. Wenn es passt bin ich immer gerne bei dem Wettkampf mit von der Partie. Es ist ideal zur Bestimmung des IST-Zustandes und eine willkommene Motivation im Februar. Nachdem zwei unserer schnellsten “Fische” kurzfristig nicht auf Punktejagd gehen konnten, war es absolut notwendig, dass ich mich als Triathlet vor allem auf den längeren Strecken achtbar aus der Affäre ziehen wĂĽrde. Und was soll ich sagen. Bei drei Starts bin ich immer unter die ersten drei geschwommen! Wie der Karpfen im Teich der
Hechte
KLD – Kein Lauf Daniel! Die Bedeutung des KĂĽrzels KLD lautet: Komplexe LeistungsDiagnostik. Diese fĂĽhrt unser Verband schon seit vielen Jahren am IAT in Leipzig durch. Doch schon am Tag des ersten Stufentests waren die Gesundheitswerte im morgendlichen Laborbefund nicht optimal. Und so war nichts mit Ausbelastung auf dem Laufband! Eine kluge Entscheidung, denn am Folgetag war die Nase zu, der Hals tat weh und ein ständiger Hustenreiz bestätigte den Anfangsverdacht einer kleinen Erkältung. Somit gestalteten sich die letzten drei Tage bis zum Abflug sehr entspannt. Mit lockerer Bewegungstherapie, der Aussicht auf mit atlantischem Meersalz geschwängerte Luft, sowie einer erhöhten Tages-Dosis UMCKALOABO wurde dem Infekt das “Leben” schwer gemacht
Bevor der Trip nach Fuerteventura jedoch begann, habe ich mir die Zeit für einen wertvollen Termin bei Dr. Wolfgang Feil in Tübingen genommen. In den neuen, sehr gelungenen Geschäftsräumen in der Nähe von Tübingen wurden mir die neuesten Erkenntnisse aus der Ernährungswissenschaft übermittelt. Es war für mich ein sehr wichtiger, vor allem aber motivierender Tag in Richtung Saisonvorbereitung 2011.
Zwischenzeitlich habe ich wieder in Fuerteventura meine Zelte aufgeschlagen und “feile” ( kommt ja schlieĂźlich von Dr Feil
) weiter am Optimalgewicht und dem Formaufbau. Vier Wochen auf den Kanaren sind ein langer Zeitraum. Gemeinsam mit dem Landeskader des BWTV beginne ich diesen, um anschließend mit der Truppe der DTUdie Programme abzuspulen. Der Bär steppt nicht in dem beschaulichen Fischerdorf Las Playitas direkt am Atlantik, aber dafür wird man auch maximal von tieffliegenden Golfbällen auf der Laufrunde vom Training abgelenkt! Vier Wochen Trainingslager sind
schon eine ziemlich lange Zeit, aber neben vielen Stars und Sternchen der Szene, kommt mein persönlicher Superstar auch fĂĽr ein paar Tage! Ich bin gespannt, welchen Eindruck Turbo-Toni von der kanarischen Insel mit dem treffenden Namen ” starker Wind” erhält. Ich gehe davon aus, er wird feiern!
Bleibt sportlich – auf bald
Ungerman
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4. February 2011 von ungerman
Die ersten Einheiten Potchefsstroom fielen mir äußerst schwer. Mein allgemeines Wohlbefinden war nicht wunschgemäß. Trotz der hervorragenden Betreuung durch die Mädels aus dem Lemon Blossom Guesthouse

– mittlerweile sind wir schon zum sechsten Mal in dieser Anlage- waren die Tage zu Beginn des Trainingslagers wirklich ein Kampf um jeden Meter! Es ist und war nicht nur die Höhenanpassung, die mir gehörig zusetzt, sondern natürlich auch mein rechter Fuß! Direkt vor dem Abflug bin ich auf einer schneebedeckten Kante abgerutscht und habe mir ein Band (zum Glück ein unwichtiges!), sowie die Fußwurzelknochen ziemlich lädiert.
Doch mit Tape geht schon wieder vieles im Training. Beim Schwimmen habe ich zwar das Gefühl, einen Fangnetz im Schlepptau zu haben und beim Radfahren ist vor allem das Ausklicken aus dem Pedal jedes Mal ein Abenteuer, aber das sind Kleinigkeiten zu dem was hätte sein können! Zum Glück geht nach einigen Tagen Pause nun das Laufen auch wieder. Zwar noch mit aktivierten Schmerzrezeptoren, aber lieber hoppelt man mit ein wenig Schmerzen über die Grasbahn, wie Lauf-frei gar keine Beschwerden zu haben!
Ganz so schnell wie der zahme Gepard (Höchstgeschwindigkeit kurzzeitig bei deutlich über 80 Km/h!) hier auf der Anlage unserer Unterkunft bin ich zwar noch nicht wieder in der Savanne unterwegs, aber dies wäre, zugegebenermaßen, auch ohne Tape schwierig!

Dafür bin ich mit dem Bike ziemlich zügig über den afrikanischen Asphalt gefegt… Ein junger holländischer Langdistanztriathlet hatte kurz zuvor die komplette Mannschaft bei einer langen Ausfahrt geradezu stehen gelassen . Und dies auch noch ohne zu grüßen! Wohl wahrlich ein „fliegender Holländer“!
Doch nachdem es Maik und mir gelang an einen Truck dranzubleiben sind wir nach weiteren 20 KM wieder am Holländer vorbei geflogen! Bei einem Stundenmittel von 80 km/h + X verabschiedeten wir den voluminösen Windschattenspender. An alle Nachwuchstriathleten: uns war es dann ein zu hohes Risiko!! Es ist ja selbst bei guten Straßenverhältnissen und ordentlichem Betriebszustand des Vehikels vor einem bedenklich, beide Umstände sind in Afrika eher selten und in Gemeinschaft treten sie so gut wie nie auf! Aber auch ein/zwei Zähne zu viel auf dem letzten Ritzel haben das Unternehmen anhand der hohen Zahl an Kurbelumdrehungen an seine Grenzen stoßen lassen -ein 11er wäre von Nöten gewesen
Und so pedalierten wir dann wieder ganz allein mit unserem CW-Wert durchs afrikanische Hochland, hier und da ein paar Zebras, Springböcke oder Rinderfarmen. Und manchmal kommen einem Menschen am StraĂźenrand entgegen gelaufen. Irgendwo im Niemandsland. Weit und breit keine Siedlung oder eine HĂĽtte zu erkennen. Ich stelle mir dann immer vor, wo kommt der Bursche her und vor allem wo will er hin… Wie unterschiedlich unsere Welten sind und wie unterschiedlich auch offenbar unsere Sorgen und Probleme. Auch das gehört zu Afrika. Die groĂźen Gegensätze zwischen arm und reich, zwischen unendlicher Weite und eingezäunten Wohnhäusern. Ein faszinierendes Land und immer wieder eine bereichernde Reise fĂĽr mich…
Wir kurbelten also fast allein in Richtung Potchefsstroom zurĂĽck, da kam er schon wieder! Unser Freund der Aeroposition – der fliegende Holländer… Diesmal war die Taktik ganz klar: Dranbleiben! Also Kopf nach unten – Kette wieder nach ganz rechts: Radfahren als Tieffliegen – Deutschland gegen Holland

Überraschenderweise richtete sich unser Freund in Orange doch schon sehr bald schon von seinem Aerolenker auf und meinte, seine intensive Einheit wäre hier und jetzt zu Ende – nur noch locker ausrollen. In gewisser Dankbarkeit stimmten wir überein-keine weitere Attacke. Unentschieden! Aber Deutschland mit mehr Ballbesitz 
Jetzt beginnt die zweite Halbzeit des Lehrgangs. Mittlerweile bin ich angepasst an die Bedingungen in der dĂĽnnen Höhenluft. Die Komfortzone im Training ist mittlerweile deutlich weiter nach oben verschoben worden. Doch trotzdem möchte ich es noch nicht ĂĽbertreiben mit den intensiven Einheiten, wir haben Februar. Falls also mein Freund aus Holland noch einmal in den kommenden Tagen an uns vorbeiballern sollte, dann kann ich lediglich guten Flug und schöne Reise wĂĽnschen… Es ist schlieĂźlich noch ein weiter Weg bis zum groĂźen Ziel einer langen Saison – und wie heiĂźt es doch so schön auf den Rinderfarmer Afrikas: „Hinten hebt die Kuh den Schwanz!“
Sonnige GrĂĽĂźe vom schwarzen Kontinent
Ungerman
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11. January 2011 von ungerman
Eine einmalige Mischung aus IRONMAN-Athleten, Kurzdistanzlern und ambitionierten Freizeit-Triathleten verbindet neben der gemeinsamen Leidenschaft zum Ausdauerdreikampf vor allem eines ? der Spa?! Nahezu 35 Athleten haben sich zu einer sehr illustren und hoch ambitionierten Trainingsgruppe gefunden! Und nach einigen Tagen ist zu vermerken: das Trainingspensum ist wahrlich hoch, der Spa?faktor steht in nichts nach!
Mit einem Jubeltag der besonderen Art, haben wir uns auch schon sehr zu Beginn des Camps besch?ftigt! Z?lli hat die drei Jahrzehnte voll! Und dieser Umstand bescherte den Kanaren eine noch nie da gewesene Performance… Der Hawaii-Zweite Andi Raelert und das Geburtstagskind selbst, schmetterten stimmgewaltig die Verse des Kult-Song ?By the rivers of Babylon? in die gro?e Runde der zahlreichen Zuschauern? Insbesondere die perfekt abgestimmte Tanz-Performance begeisterten die G?ste der Karaoke-Show und sorgten daf?r, dass minutenlang stehende Ovationen durch die Sports Bar hallten? Die Frage kam auf: sind die beiden Profi-Musiker mit einem ausgepr?gten Talent zum Triathlon, oder ist das Gegenteil der Fall!?

Doch auch Augenblicke der Reflektion kamen an diesem Abend auf. Alte, teils vergessene Geschichten wurden erz?hlt! Wir Jungs kennen uns nun schon eine lange Zeit und ein Hauch Sentimentalit?t war an diesem Abend auch zu greifen.
Deshalb ist es umso sch?ner, dass auch die ?oberschw?bischen Jungstiere? von Mengens Triathleten auf der Insel dabei sind! Mit Frische, Unbek?mmertheit und absoluter Konzentration gehen die Jungs das Projekt 2011 an. Schlie?lich steht in diesem Jahr der gro?e Angriff auf die absoluten Spitzenpl?tze in der Ba-W? Liga auf dem Plan. Das Magic-Sportsfood Team sei gewarnt
Gott sei Dank ist der Magic-Boss auch in der Anlage und hat einige Neos in seinem Shop zum Verleih. Ansonsten w?re die erfrischende Temperatur im 50 Meter Becken allzu oft der limitierende Faktor in Sachen Schwimmkilometern gewesen. Grund f?r das k?hle Nass, bzw. die technischen Schwierigkeiten der Bademeister war ein heftiger Sturm hier auf der Insel? Allerdings ist dies auch schon der einzige kleine Wehrmutstropfen. Wir erfreuen uns tagt?glich am blauen Himmel mit strahlendem Sonnenschein und nur sehr wenig Wind!
Und wo wir gerade bei ?Freude? sind: ich habe hier Kalle getroffen! Kalle kannte ich bislang nicht. Doch sein frohes Gem?t, seine Enthaltsamkeit gegen?ber dem Gl?schen Sekt auf Z?llis rundem Geburtstag und vor allem seine brachialen Kr?fte auf dem Rad( siehe Foto ? hier hat er gerade sein rechtes Pedals aus der Kurbel gebrochen und w?re ohne das Abschleppunternehmen Buchholz/Frommhold wohl immer noch irgendwo in den Bergen von Fuerteventura!) sorgten schnell daf?r, dass Kalle und ich uns gut verstanden! Kalle!

Eine Freude mit ihm zu trainieren und nur einer von vielen Typen hier auf Fuerteventura, die die Welt gut gebrauchen kann! Ich sch?tze es jedenfalls sehr, teil zu haben an diesem Trainingscamp?
Auf bald
Euer Ungerman
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10. December 2010 von ungerman

Man könnte meinen, drei Wochen sind eigentlich schnell vorbei, sowieso wenn man voll trainieren kann, das Wetter sommerlich warm ist und das Ganze in einer tollen Gegend kombiniert werden.
Eigentlich!!!
Doch wenn man seine kleine Familie Tausende Kilometer entfernt weiĂź, dann können auch drei Wochen unter solch famosen Bedingungen ganz schön lange sein. Seit dem Eintritt von Toni in meinem Leben, vergeht die Zeit zuhause wie im Flug – aber sobald ich von der Heimat weg bin.
Deswegen war der gestrige Tag etwas Besonderes! Halbzeit in SĂĽdafrika und wir feiern das sogenannte “Bergfest” des Trainingslagers! Zumal dies wörtlich zu nehmen war: wir sind zum Wahrzeichen Kapstadts gefahren und haben dort, ganz im Sinne des Sports, einen Berglauf auf das Plateau des Tafelbergs unternommen. Auch wenn das Wort “Lauf” nicht ganz die Bewegungsform trifft, in der wir die Höhenmeter bis auf fast 1100 ĂĽ Null erklommen haben. Spannender und nachhaltiger war ohnehin der Weg zurĂĽck auf Meereshöhe ohne Zuhilfenahme der Seilbahn. Die unmittelbaren Auswirkungen des “Trainingsreizes Tafelberg” spĂĽrte ich heute Morgen beim Verlassen des Nachtlagers. Der Bewegungsablauf raus aus dem Bett war nicht ganz so flĂĽssig und dynamisch wie gewohnt . Muskelkater in Reinkultur!
Nichtsdestotrotz sind es Tage wie diese, an denen man die Zeit vergisst und von denen man in späteren Jahren noch immer berichten wird. Es prägen sich beeindruckende Bilder ein, von einem Ort, den man eigentlich nur aus Katalogen für Fernreisen und Traumziele kennt. Dieser Lauf (immerhin
2:40Std!) an diesem südlichsten Zipfel Afrikas, wo der Indische Ozean auf den Atlantik trifft und soviele Mythen und Legenden entstanden sind, hat einen Eindruck bei mir hinterlassen! Es sind genau diese Momente, die man für Geld nicht kaufen kann und die einem das Sportlerdasein oftmals so lebenswert erscheinen lässt.

Voller Enthusiasmus und Tatendrang geht es jetzt in die zweite Halbzeit.
Mountain-Bike Touren auf anspruchsvollen Trails und Läufe durchs afrikanische Buschland stehen neben den Freibadeinheiten auf dem Tagesplan!
Der Läufer neben mir ist allerdings kein hoffnungsvolles Talent aus Stellenbosch, sondern Johnny Zipf – in Kreisen der Triathleten auch als Kenenisa Gebreselassie bekannt
.

Sommerliche Grüße vom Kap der guten Hoffnung und eine schöne Adventszeit
Ungerman
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17. November 2010 von Timo Bracht
Seit Samstag bin ich in Phoenix/ Arizona. Sehr nahe an den Wettkampfstrecken bin ich untergebracht und staune u?ber das Wetter jeden Tag. Stahlblauer Himmel, immer Sonne. Nachts und morgens kühl, mittags schön warm.
Der Rhythmus passt, ich bin guter Dinge und gehe das Rennen locker an.
Anfang der Woche bin ich 150km in den SĂĽden Richtung Mexiko mit dem Auto gefahren, nach Tuscon um meinen Teamkollegen vom Commerzbankteam Maik Twelsiek zu besuchen. Die Fahrt durch die Sonora WĂĽste direkt in den Sonnenaufgang kam mir vor wie Filmszenen aus Terminator. Maik wohnt seit einem Jahr dort und wir hatten zusammen einen super Trainingstag.
Euer Timo




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