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2. Teil WM Freiwasser aus China

25. July 2011 von Jan Wolfgarten

Hi liebe Leser,

Wie versprochen kommt nun nach dem Update aus dem Precamp der interessante Teil unserer Chinareise.
Der große Teil unserer Wettkämpfe ist nun vorbei und es ist für das gesamte Team super gelaufen. Deutschland ist auf Platz 1 des Medaillenspiegels der Freiwasser WM und ich kann mit Stolz berichten, dass auch meinen Teil dazu beigetragen habe. Zudem haben sich mit Angela Maurer, Thomas Lurz und Andreas Waschburger 3 von den maximal 4 möglichen deutschen Schwimmern für London über das 10km Rennen qualifiziert. Ich freue mich sehr für die 3 Schwimmer und besonders für den Waschi, der seine Aussenseiterchance genutzt hat und nun bei Olympia am Start sein wird.

In dem 5km Team Event konnte ich gemeinsam mit Isabelle Härle und Thomas Lurz hinter den USA und Australien den 3. Platz belegen. Ich habe vorher ein bisschen gehofft, dass wir in diesem Event einen Podiumsplatz schaffen könnten und jetzt wo es wirklich geklappt hat bin ich natürlich sehr zufrieden. Das ist meine erste WM Top 3 Platzierung und so eine Medaille ist schon cool.

Im 5km Rennen der Herren ist es dann nicht so gut für mich gelaufen. Am Ende kam Platz 23 für mich heraus und leider bin ich wieder mal mit dem Gerangel im Feld nicht zurecht gekommen. Ich komme einfach nicht klar, wenn viele andere Schwimmer bei mir schwimmen und ich nicht meinen eigenen Rhythmus schwimmen kann. Leider ist es mir auch nicht gelungen von Anfang an die Spitze des Feldes zu kommen, um mehr Ruhe zu haben. Meine Startnummer und die dazu ausgeloste Position war dabei sicher nicht hilfreich, weil ich ganz recht stand und bereits nach 200m eine Linkskurve zu machen war aber 2 Plätze neben mir stand ein Russe, der zum Schluss 3. war also möchte ich da nicht nach Ausreden suchen. Ich freue mich sehr für meinen Freund und Trainingskameraden Thomas Lurz, der das Rennen gewinnen konnte. Es ist fast unglaublich, dass er die 5km nun 7 Jahre in Folge gewinnen konnte und insgesamt zum 10. Mal Weltmeister werden konnte. Eine sehr sehr beindruckende Serie!!!

Ich freue mich jetzt auf die in 7 Wochen kommende EM, bei der wir wieder im Team Event am Start sein werden und wo ausserdem auch wieder ein Time Trial bei den Herren über 5km auf dem Programm steht. Dieser Wettkampf ist mein großes Ziel und ich hoffe, dass ich da nach 2008 wieder eine Medaille gewinnen kann. Ab Montag werde ich mich intensiv auf diesen Wettkampf vorbereiten.

Bis dahin wird aber entspannt und noch ein bisschen durch Shanghai gezogen.

Bleibt fleissig,

Euer Jan

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Sieg in Ingolstadt.

25. July 2011 von Heidi Jesberger

Bei jedem Rennen lernt man etwas Neues dazu. Diesmal war es ganz klar die Tatsache, dass man Geduld haben muss im Sport.

Am Wochenende war ich beim Triathlon in Ingolstadt am Start.
Mein Sponsor „Energy System“ war Ausstatter bei diesem Event. Er versorgte alle Athleten im Rennen mit Getränken, Riegeln und Gels. Also sollte die Ernährung in meinem Rennen kein Problem für mich werden, da ich alle Produkte kenne, vertrage und liebe :) Die Location war toll gelegen am Baggersee des Naherholungsgebietes in Ingolstadt.

Das 1,5 km lange Schwimmen lief ganz gut für mich. Zwar hat sich ein Athlet von Anfang an an meine Füße geheftet, der mir die ganze Zeit auf meine Füße schlug, doch dies kommt immer mal wieder vor im Wettkampf. Ich versuchte dies so gut es ging zu ignorieren und stieg bereits als 2. Frau, 53 Sekunden hinter Heike Funk aus dem Wasser. Schon vor dem Start hatte Heike mir angekündigt, dass sie auf dem Rad heute alles geben wird, damit sie einen großen Vorsprung vor mir hat, denn läuferisch bin ich stärker.

Die ersten 20 km auf dem Rad hatten wir Gegenwind und meine Beine fühlten sich eher zäh als kraftvoll an. Vor genau einer Woche fuhr ich beim Challenge die 180 km in der Staffel, daran konnten sich meine Muskeln noch all zu gut erinnern :-)
Doch die zweite Hälfte mit Rückenwind lief besser. Daher war ich doch etwas erschrocken, als mir beim Wechsel vom Rad zum Lauf zugerufen wurde, dass Heike 3 Minuten vor mir sei. Das könnte knapp werden…
Ich lief so schnell los wie ich konnte, doch da ich keine Infos bekam, ob ich aufhole bzw. wie weit Heike noch vor mir ist, musste ich wirklich Geduld haben und in meine Laufstärke vertrauen. Bei Kilometer 6,5 war ein Wendepunkt, bei dem ich Heike mit dem MTB Fahrer „1. Frau“ sehen konnte. Nun wusste ich, dass ich es schaffen kann :) . Ich forcierte nochmals das Tempo und konnte bei km 7 die Führung übernehmen.

Der Zieleinlauf war toll, da die Veranstalter in Ingolstadt auch 2 fantastische Sprecher hatten, die eine tolle Stimmung machten „…und hier kommt die Athletin mit dem schönsten Lächeln im Triathlonsport… unsere Siegerin Heidi Jesberger…“ Oh, ich fühlte mich geschmeichelt!
Ein toller Wettkampf und auch mit dem Wetter hatten wir riesen Glück, denn erst zur Siegerehrung kam der große Regen, den alle schon früher befürchtet hatten.

Die Gene
Oder knapp 1500 km Fußmarsch nach Rom

Dass ich meine Begeisterung für den Ausdauersport von meinem Vater geerbt habe, das war mir schon immer klar. Schon früher war er ein sehr guter Läufer und auch Triathlet. Doch was er nun geschafft hat, das hat uns alle erstaunt. Am 7. Juni lief er von Assamstadt aus los mit dem Ziel Rom. In 35 Tage lief er sage und schreibe 1465 Kilometer, erklomm fast 50000 Höhenmeter, verlor 12 Kilogramm Gewicht und kam wohlbehalten und mit vielen spannenden Erlebnissen in Rom an.
Da bleibt mir nur eines zu sagen: ich bin stolz auf meinen Papa!

Sporttag im Kiga St. Vinzenz
Gutschein eingelöst
Im Rahmen des Bad Mergentheimer Stadtlaufes gewann die Teilnehmerstärkste Gruppe einen Sporttag mit mir. Dies war der Kindergarten St. Vinzenz in Bad Mergentheim.
Da ich ja gelernte Erzieherin bin, bereitete es mir eine besondere Freude einmal wieder etwas mit Kindern in diesem tollen Alter zu machen. Zusammen mit Achim Kaufmann, dem Veranstalter des Laufes verbrachte ich einen nun einen Vormittag in dieser Einrichtung. Zuerst zeigte ich den Kindern meine Triathlonausrüstung und erklärte ihnen, dass ich mit Sport mein Geld verdiene. Danach liefen wir in den nahegelegenen Park, um dort gemeinsam zu trainieren. Viele Kinder hatten ihr Finisher T-Shirts vom Stadtlauf an, was ich sehr cool fand. Zum Abschluss verteilte ich Autogrammkarten. Ein kleiner Knirps hob ganz stolz seine Autogrammkarte in die Höhe und sagte über sich: “Nun bin ich berühmt!“
Echt toll, wie motiviert und begeisterungsfähig Kinder sind!

Rotary Club
Rotary ist die älteste Service Club Organisation der Welt. Rotary umfasst beinahe 33.000 Clubs in mehr als 200 Ländern und geographischen Regionen. Ihre Mitglieder bilden ein Netzwerk von Führungskräften, die sich ehrenamtlich in ihren Gemeinwesen engagieren und auch an der Lösung internationaler Probleme arbeiten. Rotary bedeutet selbstlos dienen. Letzte Woche wurde ich vom Rotary Club Bad Mergentheim als „Impulsgeberin“ eingeladen und hatte dort die Möglichkeit ca. 30 Minute über mein Leben als Profi und meinen Sport zu erzählen. „Erfrischend, sprudelnd, begeisternd,…“ war das Feedback.
Wieder einmal eine neue und spannende Erfahrung für mich.

Eure Heidi

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WM Precamp in Xian, China

18. July 2011 von Jan Wolfgarten

Am 11.7. sind wir nach China zur Freiwasser WM aufgebrochen, um zunächst in Xian unser Lager für ein etwa 1 wöchiges Precamp aufzuschlagen. Xian war vor Peking die Hauptstadt Chinas und hat etwa 8 Millionen Einwohner. Wir sind mitten drin im sehr schönen Shangri La Hotel und trainieren im Shaangxi Leistungszentrum unter sehr guten Bedingungen. Naja, die Hygienestandarts sind hier etwas anders und es liegt oft ein Uringeruch in der Luft wenn man die Schwimmhalle betritt aber es ist auch schwer das zu verhindern, wenn geschätzte 300 Leute im Pool sind. Viel Chlor tötet alles ab und von daher trainieren wir in einer Top 50m Wettkampfhalle und können uns nicht beklagen.

Gestern haben wir einen Ausflug zur historischen Terracottaarmee gemacht. Das sind geschätzte 7000 Krieger, die original und in Lebensgröße in Stein gehauen das Grab des ersten chinesischen Kaisers bewachen. Interessant und sehenswert, weil sich tatsächlich jeder Krieger von dem anderen unterscheidet. An dem Werk sollen damals 700,000 Arbeiter beteiligt gewesen sein und das ganze wird heute immer noch freigelegt. Warum die Armee verschüttet ist bzw. worden ist, muss ich selbst noch herausfinden.

Das Training wird immer harmloser, weil die Wettkämpfe nächste Woche beginnen. Momentan sind es zwischen 3 und 4km pro Einheit. Live is good…..

Morgen geht es dann nach Shanghai zum Austragungsort der Schwimm WM. Von dort mehr.

Viele Grüße,
Euer Jan

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Top 20 bei der Challenge Roth

18. July 2011 von Manu

Die letzte Woche vor Roth war etwas turbulent und ich musste bis einschließlich Donnerstag arbeiten. Da fehlte es gerade noch, dass im größten Arbeitsstress am Donnerstagvormittag die Dopingkontrolle zu mir in die Arbeit kam. Meine Kollegen waren etwas erstaunt u?ber den unerwarteten Besuch, aber alles ging recht schnell und ich konnte mich schnell wieder meinen Aufgaben widmen. Am Freitag Mittag um 12:30 Uhr brachen wir dann Richtung Roth auf, nachdem wir Morgens noch ein Loch in meinem Schlauchreifen am Hinterrad entdeckten. Wir wollten es auf der Messe begutachten lassen, ob ein Schlauchreifenwechsel überhaupt notwendig wäre. Noch keine 2km mit dem Auto gefahren, hatten wir schon einen leichten Auffahrunfall. Was kommt jetzt noch, dachte ich mir???
Schlussendlich waren wir auf der Autobahn im stockenden Verkehr unterwegs, auf einer 4h Fahrt die man sonst in 2,5h schaffen kann. Wir waren zu dritt im Auto und hatten viel Spaß, außerdem konnten wir unsere Renntaktiken ausfu?hrlich besprechen.
Die Stimmung am Freitag Abend auf der Nudelparty war sehr gut. Ich hatte Gänsehaut und kam langsam in  Wettkampfstimmung. Am Samstag hieß es dann Morgens kurz im Kanal den neuen Blue seventy Helix testen, den ich am Tag vorher bekam. Ich fühlte mich gut, größtmögliche Bewegungsfreiheit und tolle Wasserlage. Später am Tag lief ich noch ein halbes Stu?ndchen und am Abend fuhr ich mit dem Rad zum einchecken. Alles bestens, zumindest was das Material anbelangt.
Am Wettkampftag klingelte um 03:30 Uhr der Wecker. Ich hab wie ein Stein geschlafen. Fast keine Nervosität…was mich eher beunruhigte. In der Wechselzone 1 am Kanal änderte sich das schlagartig, wobei ich ein wenig durch die Wechselzone sprang um mich warm zu laufen. Noch 10 min. einschwimmen und schon war es soweit. Das Wetter war super, 17 Grad und die ersten Sonnenstrahlen kamen schon auf. Heute wird es ein schöner Tag dachte ich mir. Punkt 06:30 Uhr fiel der Startschuss meiner Startgruppe. Ich hatte mich im hinteren Drittel eingereiht um nicht von den Profis in die Mangel genommen zu werden. Ich kam super weg und bahnte mir meinen Weg, von Einem zum Anderen, wieder in den Wasserschatten, Kräfte sammeln und wieder weiter überholen. So ging dies die ganze Zeit bis ich in meiner Gruppe an der Spitze schwamm. Die letzten Meter gab ich nochmal Gas. Das machte mir sehr viel Spaß, ich liebe Schwimmen, besonders wenn es gut läuft :-) . Zwischendurch versuchte ich sogar ein paar Leute an der Strecke zu
erkennen.

Aus dem Wasser, Beutel geschnappt und ins Wechselzelt. Meine CEP-Socken zog ich jetzt schon an, um keine Blasen von den Radschuhen zu riskieren. Als ich zu meinem Rad kam, war ich eher erstaunt dass noch viele Räder da standen. Wohl nicht so schlecht geschwommen dachte ich mir. Als ich mit dem Rad über die Brücke fuhr sah ich zum ersten Mal auf die Uhr, 01:03 h . Da wusste ich das ich unter 1h geschwommen sein musste. Aber dass es genau 57:36 min. waren, das hatte ich nicht gedacht.
Beim Radeln konnte ich kontinuierlich Druck machen. Ich fühlte mich gut, fuhr aber die 180km fast alleine. Die meiste Zeit wurde ich von Männern überholt oder von Frauen, die im Pulk mitfuhren. Das wollte und konnte ich in dem hohen Tempo gar nicht. Also fuhr ich mein eigenes Tempo und sog nebenbei die super Stimmung auf. Besonders am Solarer Berg war es gigantisch. Doch ich war nicht im erwarteten Soll, am Ende waren es 05:28 h.

Aber das beunruhigte mich nicht allzu sehr, da ich mich ja auf den Marathon freute, das Laufen ist ja meine  Lieblingsdisziplin. Doch schon auf den ersten Metern spürte ich das ich heute keine besonders guten Beine hatte. Also setzte ich meinen MP3 Player auf und versuchte ins Tempo zu finden. Bis km 15 ging es soweit gut, dann fiel mein Player aus. Er hat vermutlich zu viel Wasser abbekommen. Das war aber nicht der Grund warum ich einbrach, die Schwüle Hitze, wenig Zuschauer am Kanal und diese Schmerzen in den Beinen. Ich kämpfte und kämpfte, verlor Minute um Minute. Frauen überholten mich, aber heute konnte ich nicht mithalten. Mein Kopf, der Wille war nicht so stark wie sonst. Ich genoß trotzdem das Rennen und konnte die letzten 10km das Tempo nochmals erhöhen, es ging ins Ziel. Heute keine Bestzeit, aber dennoch alles versucht und ein tolles Rennen gemacht. Bei 10h und 17min. blieb die Zeit
stehen. Ich war zufrieden und glücklich!
Das beste kam dann bei der Siegerehrung: 20 Platz Gesamt Frauen und den 1. Platz AK 25 und somit Deutsche Meisterin AK der dt. Challenge Meisterschaft.

Eure,
Manu

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Great Swims und Deutsche Freiwasser Meisterschaft

6. July 2011 von Jan Wolfgarten

Hallo liebe Leser,

Die letzten Wochen waren sehr sehr ereignisreich für mich. Ich bin nach den Deutschen Meisterschaften im Becken, die Ende Mai stattgefunden haben, jedes Wochenende einen Wettkampf geschwommen. Drei Mal war ich dabei in England unterwegs und bin im Rahmen der Great Swim Serie 3 Rennen geschwommen. Dazu kamen noch die Deutschen Meisterschaften im Freiwasser in Rostock.
Am besten gehe ich chronologisch an die Sache und fange mal mit dem ersten Great Swim an. Dieses Rennen hat in Ipswich stattgefunden und ich glaube ich habe es im letzten Blog schon kurz erwähnt. Ich bin hinter Thomas Lurz zweiter geworden und habe ein gutes Rennen gemacht. Den Start habe ich etwas verschlafen aber es ist mir dann gelungen zu den beiden Führenden aufzuschließen und schließlich als 2. ins Ziel zu kommen. Nicht schlecht!
Zu den Great Swims ist zu sagen, dass es jeweils ein Rennen über 1 Meile ist und das „Elite Rennen“ im Rahmen einer sehr populären Breitensportveranstaltung stattfindet. Besonders für Triathleten sind die Great Swims eine sehr gute Möglichkeit für den „Ernstfall“ zu trainieren. Das Rahmenprogramm ist super und ich kann alle 6 Rennen, die ich bisher gemacht habe, nur in den allerhöchsten Tönen loben wenn es um die Organisation einer Sportveranstaltung geht. Also….worauf wartet Ihr noch? ;) schaut mal auf die Homepage…
www.greatswim.org

Die nächste Etappe im Great Swim Kalender war dann in Windamere. Dies war 2008 der erste und einzige Austragungsort der Great Swim Serie und ist damit also die Geburtsstätte der Serie. Heute ist der Termin in Windamere immer noch der populärste von den mittlerweile 5 Etappen und hat auch mit mehr als 12000 Schwimmern die größteTeilnehmerzahl aufzuweisen. Der Grund dafür ist die wunderschöne Landschaft, in der das Rennen ausgetragen wird. Hammer! Auch wenn es dieses Jahr viel geregnet hat haben mich die grünen Berge und der See an viele Filmscenen erinnert. Sehr sehr schön! Auch in diesem Rennen habe ich den 2. Platz hinter dem Engländer Tom Allen belegt. Das ganze hat wieder sehr viel Spass gemacht und ich bin mit dem Resultat zufrieden.

Am darauf folgenden Wochenende war es dann Zeit für die DM in Rostock. Ich bin mit gemischten Gefühlen in den Norden gereist, weil ich genau gewusst habe, was mich dort erwarten wird. Es war leider mit 18Grad wieder sehr kalt und ich wundere mich wirklich warum die DM nun bereits zum 4. mal an einem Austragungsort stattfindet, wo es klar ist, dass mit viel Glück eine Temperatur von 20 Grad erreicht werden kann….aber das ist ein anderes Thema mit dem ich eigentlich auch abgeschlossen hatte. Auf Grund der mageren Resultate bei der Becken DM musste ich aber leider wieder ins Freiwasser, obwohl meine Ziele immer noch klar im Becken gesetzt sind. Naja, im letzten Blog habe ich erwähnt, dass ich mehr Trainieren muss und Freiwasser schwimmen hat schon immer eine gute Basis für meine besten Beckenresultate geliefert. Ich bin also trotz allem mit einer kämpferischen Einstellung nach Rostock gereist und wollte das beste aus meiner Situation machen.

Ich bin nur über die 5km an den Start gegangen und vom Start weg ein schnelles Tempo geschwommen, um nicht zu sehr zu frieren. Ich habe nur über 500m der Gesamtdistanz nicht geführt und das Rennen zum Schluss denke ich verdient und auch souverän auf den letzten 200m gewonnen. Damit habe ich mich auf auf Umwegen für die WM in Shanghai qualifiziert und werde ausserdem noch bei der EM im September in Israel an den Start gehen dürfen. Über diesen ganzen Ereignisse bin ich überglücklich, weil ich zum einen meinen 7. deutschen Meistertitel gewinnen konnte und zum anderen nun Ziele für die kommenden Monate habe. Das alles hätte nicht besser für mich laufen können und die Gesamtstimmung ist nach der nicht so guten Becken DM nun auch wieder sehr positiv!

Am vergangenen Wochenende war dann wieder beim Great Swim in London am Start und habe den 3. Platz belegt. Das Rennen war gut besetzt und auch mit diese Resultat kann ich super leben. Am kommenden Montag geht es dann nach Xian in das Vorbereitungscamp für die WM in China. Von dort dann mehr……

Viele Grüße und bleibt fleißig!!!

Euer Jan

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UNKAPUTT nach Cremona

10. June 2011 von ungerman

Das große Thema in den vergangenen Tagen war natürlich mein rechter Fuß. Schon im Januar hatte ich großes Glück, als mir bei einer Laufeinheit auf Schnee und Eis, ein kleines Stückchen vom Fusswurzelknochen abgesplittert ist. Dies hätte damals schon deutlich schlimmer ausgehen können. Nun ist ja wieder die gleiche Baustelle am rechten Knöchel betroffen und ich hatte schon das Horrorszenario als Kopfkino durchgespielt. Lange Zwangspause – Saisonziele Ade…

Doch die gute Nachrichten ließen dieses Mal nicht allzu lange auf sich warten und ein befragter Orthopäde meinte vor einigen Tagen zu mir: „Sie kommen doch aus dem Schwabenlande, die Schwaben gehen nicht so schnell kaputt!“ „Hey Knochenklempner, ich bin sogar Oberschwabe, das ist ein Unterschied! Oberschwaben sind unkaputtbar!“ Ich hab natürlich nicht auf diese Art seinen Humor erwidert, vermutlich hätte er mir den Fuss mit Stahlwolle bandagiert… Zu seiner Ehrenrettung möchte ich hinzufügen, dass dieser sehr fürsorgliche Doc aus dem Badener Land kommt und die Sache als Spaß gemeint war!

Der Fuß wird also stetig besser und am Wochenende findet der erste wirkliche Belastungstest in Cremona statt… Als idealer Trainingskollege während der Rekonvaleszenz hat sich Toni hervorgetan…. Mit ihm vergisst man Zeit und Schmerz. Wir haben beschlossen, sobald ich wieder richtig fit bin, laufen wir gemeinsam zum Horizont, schlagen ab und kommen wieder! Er ist einfach nur Zucker…

Und trotz dem bestandenen Belastungstest mit meinem kleinen Sprinter, begebe ich mich zugegebenermaßen mit einem gehörigen Päckchen Unsicherheit in Richtung Italien. Lange ist es noch nicht her, als ich dort die Trainingskilometer in der Emilia Romagna gesammelt habe. Nun heißt es wieder Sammeln: Rennkilometer, hoffentlich Erfolgserlebnisse und ITU Punkte!

Ein Wochenende später geht es dann auf die große Show-Bühne des Triathlons. WCS in Kitzbühel… Bis dahin wird allerdings auf der Physiobank noch der eine oder andere Schweißtropfen fließen und Wasser in die Augen steigen… doch der Tenor in der Praxis ist einhellig: nur so bekommen wir das Vortriebsgestell schnellstmöglich wieder hin!

Ich werde tapfer sein und ins Handtuch beißen ;-)

Wünsche Euch ein schönes, langes Wochenende und ein frohes Pfingstfest.
Bleibt sportlich und unkaputt!

Ungerman

P.S. kleines Schmankerl fürs lange Wochenende: mein Zimmernachbar in der Freiburger Traumfabrik hat nen neuen Internetauftritt www.juergen-stilgenbauer.de Liebe Mütter, haltet Eure Töchter fest!

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Hitzeschlacht im Kraichgau

8. June 2011 von Manu

Gestrigen Sonntag bestritt ich die Mitteldistanz mit 1,9km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21km Laufen bei der Challenge Kraichgau.
Schon der Tag vorher mit Temperaturen über 30 Grad waren auch ohne sportliche Betätigung sehr schweißtreibend.

Das Rennen startete im 20 Grad warmen Hardtsee in Ubstadt mit einem Rundkurs beim Schwimmen. Beim Start kam ich gut weg, aber mir fehlte die Spritzigkeit um ein hohes Tempo zu schwimmen. Nach knapp über 30 min. kam ich aus dem Wasser und schälte mich aus dem Neo.
Das Rad geschappt und schon ging’s auf die anspruchsvolle Strecke mit 1000 Höhenmetern und ein paar steilen Anstiegen gespickt. Wind und Hitze machten es zusätzlich schwer. Ich versuchte zügig zu fahren und konnte auf den ersten Kilometern auch ein paar Mitstreiterinnen überholen, was mich motivierte und noch schneller vorantrieb. An jeder Verpflegungsstelle schnappte ich mir eine Radflasche und versorgte mich mit ausreichend Flüssigkeit. Der Rundkurs war knackig aber für einen Wahlallgäuer doch gut machbar. Der längste und steilste Anstieg war am Ende der Eichelberg mit bis zu 16% Steigung, bis dahin sollte man sich noch ein paar Körner sparen. Auf der Strecke und an den Anstiegen standen hunderte Zuschauer und feuerten die Athleten an.
Am Ende stieg ich nach 02:48 h und einem Schnitt von 32km/h vom Rad und wechselte in die Laufschuhe. Die Hitze war zu diesem Zeitpunkt um die Mittagszeit fast unerträglich und schwül. Ich versuchte mich zu kühlen und kippte alles was ich zu fassen bekam über mich. Anfangs waren meine Beine müde und schwer, ich lief sehr schleppend los. Ich wurde des Öfteren überholt und meine Stimmung war am Boden. Doch mit jedem Kilometer fühlte ich mich besser und konnte mein Tempo steigern. Ich versuchte mich zu motivieren, die Zuschauer feuerten uns an. 3 Runden mit je 7km waren zu absolvieren. Ausreichend versorgt und gut verpflegt kam ich nach einer Laufzeit von 01:38 min und einer Gesamtzeit von 05:01 h glücklich ins Ziel. Dies bedeutete den 24. Gesamtplatz der Damen bei einem Top Starterfeld.
Fazit: Ein gutes Vorbereitungsrennen auf Roth mit einem kleinen Tief, aber dennoch eine neue Bestzeit auf der Mitteldistanz. Jetzt heißt es gut regenerieren und den letzten Trainingsblock für Roth hinter mich zu bringen. Ich freue mich auf mein Highlight, die Langdistanz Challenge Roth. Der Countdown läuft!!!

Eure,
Manu

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2. City Triathlon Heilbronn

3. June 2011 von Manu

Am vergangenen Sonntag startete ich beim City Triathlon in Heilbronn. In der zweiten Auflage des Stadttriathlons nahmen ca. 1500 Starter und Starterinnen über verschiedene Distanzen am ausgebuchten Rennen teil. Zur Auswahl standen die Mitteldistanz über 2km Schwimmen, 80km Radfahren und 15km Laufen, die Olympische Distanz mit 1,5km Schwimmen, 40km Radfahren und abschließenden 10km Laufen und auch die Volksdistanz über 500m Schwimmen, 20km Rad und 5km Laufen.

Bei meinem ersten Triathlon in diesem Jahr meldete ich mich für die olympische Distanz. Herrliches Wetter und eine fantastische Stimmung herrschten am Rennmorgen. Das Schwimmen fand im Seitenarm des Neckars mitten in der Innenstadt statt. Die Wassertemperatur betrug mit dem Neoprenanzug angenehme 20 Grad. Verschiedene Startgruppen in 6min Abständen entzerrten die Hektik beim Schwimmstart. Für mich fiel um 11:10 der Startschuss. Die Zuschauer und der Sprecher sorgten für eine super Stimmung. Ich platzierte mich in zweiter Reihe und schwamm kraftvoll los, schnell konnte ich meinen Rythmus aufnehmen und kam ohne Gerangel vom Start weg. Nach 24 Minuten hatte ich wieder festen Boden unter den Füßen.

Auf dem Rad wurde es richtig hart. Starker Gegenwind und eine profilierte Strecke machten das Radfahren besonders schwer. Die Wendepunktstrecke über insgesamt 40km führte aus der Stadt direkt hinein in die Weinberge ins wunderschöne Umland. Nach 1 Std 19 min erreichte ich wieder die 2. Wechselzone. ach einem raschen Wechsel ging es auf die 2 Runden mit jeweils 5 km Länge durch die Innenstadt. Gesäumt von Hunderten von Zuschauern war die Laufstrecke ein echtes Highlight. Ich startete als 6. Frau die letzten 10 km und konnte Meter um Meter gut machen. Ich überholte insgesamt 4 Frauen vor mir und lief nach 42min für die letzten 10km als glückliche Zweite am Rathausplatz ein.
Eine gelungene Veranstaltung machte diesen Tag zu einem einmaligen Erlebnis.
Für mich war es einer von insgesamt zwei Vorbereitungswettkämpfen für die Challenge Roth am 10. Juli.

Eure, Manu

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“Muy buen Timo”

31. May 2011 von Timo Bracht

“Gut gemacht“, diese Worte habe ich als erstes nach meinem Sieg beim Ironman Lanzarote gehört. Ich war zu dem Zeitpunkt sehr zufrieden und glücklich. Es hat mal wieder alles gepasst und ich konnte an meine Grenzen gehen und erneut einen legendären Ironman mit Streckenrekord gewinnen.

Der Renntag fing mit einem harten und intensiven Schwimmen an. Nach gutem Wechsel machte ich mich auf die Verfolgung von Konstantin Bachor. Er zeigte ein sehr gutes Radfahren, und ich konnte ihn nie einholen. Ich bin selbst hart am Limit gefahren und probierte trotzdem an den Bergen nicht zu überziehen. Die Strecke war traumhaft zu fahren, sehr abwechslungsreich, windig und technisch anspruchsvoll.


Image by photodeporte

Mit richtig frischen Beinen machte ich mich dann auf den Marathon, knallte ordentlich los, und nach 1:20 h an der Halbmarathonmarke war ich mir meiner Sache endgültig sicher.
Kurz vor dem Ziel bekam ich die Info vom Streckenrekord und war selbst ein bisschen überrascht und dachte kurz „den nehme ich mir auch noch mit“ und gab noch mal Gas.
Geschafft und glücklich gingen mir viele Gedanken durch den Kopf. Lanzarote war schon immer eine große Herausforderung für mich, und jetzt hatte ich es geschafft.

Danke an alle die mich die letzten Wochen unterstützten, der Sommer kann kommen…

Euer Timo

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NOTBREMSUNG!

30. May 2011 von ungerman

Grün und blau, so ist die Farbgebung an meinem rechten Knöchel… Und wieder der rechte Fuß, wie im Januar! Ein weiteres Kapitel aus dem Buch: Pleiten, Pech und Pannen! Beim ITU Premium Cup in Belgien lief es wirklich gut. Schwimmen vorne dabei, Rad mit der Gruppe weggekommen und beim Laufen schließlich mit drei Jungs direkt hinterm Kameramotorrad an der Spitze des Feldes…innerlich habe ich schon gefeiert. Denn die Beine waren gut und ich dachte endlich mal wieder ein Rennen nach Wunsch! …dann bei KM 2 eine Linkskurve, enge optimale Linie und CRASH! Eine Wurzel am Wegesrand hat den Asphalt aufgeworfen. Die Kante habe ich nicht gesehen, dafür kurzzeitig die Sterne!

So schnell geht das, von einer Sekunde auf die andere wandern die Gedanken vom ersten möglichen Saisonsieg zum eventuellen Saisonende! Hat das wehgetan!! Der große rote Knopf wurde automatisch gedrückt – Notbremsung! Von 5,5 Meter pro Sekunde auf null. Instinktiv ging die Hand zum Fuß und gleichzeitig bin ich dem Drang des Wettkampfmodus unterlegen und habe versucht zumindest ein wenig nach vorne zu kommen um Meter zu gewinnen. Nach rund 400 Metern konnte ich von unrundem, über „ovales“ schließlich wieder auf einigermaßen rundes Laufen übergehen. Doch die Gruppe war weg! Zum Schluss konnte ich noch einmal aufschließen und es waren dann 10 Sekunden aufs Podest und so mancher wird nun meinen: 5ter Platz ist doch so schlecht nun auch wieder nicht. Denn am Ende des Jahres fragt niemand mehr nach Brasschaat… Dies ist wohl auch korrekt, aber es geht ums Prinzip. Es wäre einfach mal wieder ein erhebendes Gefühl gewesen, mit einer optimalen Performance über die Distanz zu kommen.

Gezwungenermaßen werde ich nun für einige Tage meinen Schwerpunkt im Training auf Schwimm- und Radeinheiten legen. Nach dem Zieleinlauf wurde der Fuß sofort dick und der zuständige Rennarzt hat mir ein paar Tage Laufpause empfohlen. Zweifelsohne die richte Feststellung, denn diese Empfehlung teilen mir auch die Schmerzrezeptoren mit! Somit warten, hoffen und bangen auf baldmögliches Lauftraining. Cause at the end, it´s all about running!

Auf bald
Ungerman

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