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EHRE WEM EHRE GEBÜHRT!

19. November 2010 von ungerman

Am Montagabend war ich in Salzburg beim Empfang der neuen „Formel 1 Helden“ rund um Sebastian Vettel und das Red Bull Team…

Viele Red Bull Sportler aus den unterschiedlichsten Sportarten waren im berühmten Hangar 7 und lauschten gespannt den Worten des neuen „schnellsten Autofahrers der Welt“…Einige der Formel 1 Boliden wurden dort ausgestellt und bildeten mit Helikoptern, Jets und historischen Flugzeugen eine imposante Kerosin-Gemeinschaft.

Ein wirklich schöner Abend mit der Live-Aufzeichnung für Servus TV war der Beginn einer neuen Woche ganz im Namen des Sports.

Ungerman

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SILVERMAN!

19. November 2010 von Wolpi

Zurück von meinem 2 Wochen USA Trip wird es jetzt mal Zeit mich etwas ausführlicher zu melden. Am 31.10 war ich nach Las Vegas gestartet. Jeeaaah: Vegas Baby!

Nach den letzten Trainingswochen im Oktober, bei denen das Wetter eben landestypisch beschissen war, freute ich mich schon mächtig auf die Sonne!

Am Flughafen angekommen holte ich meinen Mietwagen ab und fuhr zu meiner Homestayfamilie, die mir Frank Lowery (Racedirector des Silverman Triathlons) vermittelt hatte. Ohne Probleme kam ich bei den Michtells in Henderson, Nevada, an. Jolene, Rex und Mat empfingen mich super freundlich und ich fühlte mich sofort sehr wohl. Rex und Jolene sind beides auch Triathleten. Rex war über meinen gesamten Besuchszeitraum krank geschrieben, da er erst am Nacken operiert wurde. Somit hatte ich einen perfekten Buddy, der mir alles zeigen konnte. Gemeinsam mit meinem Roady Rex besichtigte ich also in der ersten Woche die gesamte Rennstrecke und ließ mir die schönsten Laufstrecken zeigen. Der Schwimmkurs im Lake Las Vegas erschien als übersichtlich und sollte eigentlich auch schnell sein. Die Radstrecke hat es wirklich in sich und ich war schon von meiner ersten kleinen Trainingsfahrt und der Besichtigung mit dem Auto heftig beeindruckt. Nicht 1 km eben, nur rauf und runter und das teilweise heftigst. Aber die Strecke sollte mir liegen. Ebenso ist der Laufkurs alles andere als flach. Also ein perfektes Rennen für mich. So verging die Woche wie im Flug und ich schwamm 2 mal im Pool in Henderson mit zwanzig 25 Yard Bahnen oder eben schönen acht 50m Bahnen. Ein Traum, angenehm temperiert und ab 5:00 Uhr morgens geöffnet. Tolle Trainingsbedingungen auch für Berufstätige.

Dann war ich noch einmal im Lake Mead im Freiwasser paddeln und eben noch etwas radeln und laufen. Eigentlich kannte ich nun alle Knackpunkte der Strecke und ich fühlte mich perfekt vorbereitet. Das Wetter war durchweg traumhaft, sonnig und meist wolkenlos. Nur der Wind zeigte immer wieder, was er kann.

Nach einer Woche war es dann soweit. Raceday. Endlich mal ein Triathlonmorgen zum ausschlafen!

Da die Uhr an diesem Sonntag umgestellt wurde, war der Startschuss ja quasi erst um 8 Uhr. Um Punkt 7 ging es also los. Gemeinsam mit den Staffelschwimmern pflügten wir durch den Lake Las Vegas. Eigentlich fühlte sich das Schwimmen ganz Okay an und ich rechnete mit einer Zeit um die 55min. Dementsprechend war ich enttäuscht, als ich erst nach 59min aus dem Wasser stieg. Fast ne Stunde, so langsam war ich noch nie! Etwas sauer donnerte ich durch die Wechselzone und war binnen kürzester Zeit auf dem Rad. Jeder der Schwimmer, mit denen ich später sprach blieb aber deutlich unter seiner erwarteten Zeit. Vielleicht war es schon der 2,5 Meilen (4km) Kurs für die nächstjährige WM? Keine Ahnung, es war auf jeden Fall langsam.

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Schon bei Meile 14 übernahm ich die Führung des Rennens, ohne überhaupt schon richtig Druck gemacht zu haben. Ich glaube jeder der Einzelathleten ließ es erst mal locker angehen, denn es sollte ein langer und harter Tag werden. Nun hatte ich nur noch 4 Staffelbiker vor mir. Ab Meile 25 startete ich dann richtig durch. Es fühlte sich perfekt an, es war warm, bergig und an jedem der Berge wusste ich, dass ich schon richtig Boden auf meine Verfolger gut machte.

Ich konnte die Landschaft richtig in mich aufsaugen und mit zunehmendem Sonnenstand veränderten sich die Farben der Wüstenberge. Es war gigantisch und schön. Sogar die meisten Staffelfahrer konnten mir nicht folgen, nur Einer kam vor mir in die 2. Wechselzone. Bei Kilometer 100 hatte ich schon über 15Minuten Vorsprung auf den 2. Einzelstarter. Und es sollte noch mehr werden. Ich hatte so viel Raddruck wie noch nie. An den 3 Sisters standen dann Rex und meine Frau und pushten mich über den letzten 18% Hügel.

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Rex rief mir hinterher: „ You own this course!” und es schien echt so zu sein. Auch der letzte lange Anstieg mit richtig viel Gegenwind ging super. Nun die rasante Abfahrt Richtung Ziel mit deutlich über 60km/h. Und noch ein kleiner Gegenanstieg gefolgt von noch einem…

In der T2 hatte ich 25 Minuten Vorsprung. Jetzt ging es ans Laufen. Die erste Meile hatte ich sehr flott hinter mich gebracht, die ging auch bergab. De nächsten Meilen wurden dann aber am Berg schon langsamer und ich versuchte erst noch den Streckenrekord (9:48h) von Petr Vabrousek anzugehen. Jedoch hatte ich diese Power nicht mehr.

  

An den langen Bergen brauchte ich teilweise über 8 Minuten für die Meile. Gemeinsam mit der netten Radlerin auf dem Führungsbike hatte ich das Rennen aber fest im Griff. Auch die Jungs hinter mir hatten keinerlei Power mehr mich anzugreifen. Ich rannte das Ding einfach vollends heim, nur die letzte halbe Meile genoss ich richtig und nahm im Zielkanal raus und ließ mich feiern. So kam ich nach 10 Stunden und 4 Minuten über die Ziellinie.

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Zum ersten mal als Erster auf einer Langdistanz und das mit 40 Minuten Vorsprung! Was für ein geiles Gefühl. Ich hatte den perfekten Tag erwischt und der Kurs gehörte mir! Zwar erscheint die Zeit als nicht gerade so spektakulär, aber der Silverman hat es in sich. Ob es jetzt der Worlds Toughest Triathlon ist, weiß ich nicht, da ich z.B. den Norseman noch nicht gestartet bin, aber es war definitiv die härteste Langdistanz, die ich je bewältigt habe und vielleicht auch die landschaftlich schönste. Harte Radstrecke, warm, windig, karg und sehr trocken. Bergige Laufstrecke, die auch keine Geschenke verteilt. Eine Strecke, wie ich sie liebe!

Nun folgten einige Tage der Entspannung. Gemeinsam mit Elli fuhr ich zum Grand Canyon, ins Death Valley, welches echt ziemlich tot ist und dann zockten wir am letzten Wochenende in Vegas, bevor wir am Montag zurück nach Frankfurt flogen. Nach der Heimfahrt wartete eine stolze Familie und auch meine Lauffreunde feierten mit mir am letzten Dienstag meinen Sieg. Danke! Danke an alle meine Freunde, meine Familie, meine Sponsoren und vielen Dank für die vielen, vielen netten E-Mails und Glückwünsche.

  

Ich habe es genossen, auch wenn ich weiß, dass dies kein WM-Titel ist bin ich schon stolz darauf.

Jetzt ist erst mal PAUSE!!!

Hier noch ein Link zu meiner Seite: 

http://www.andywolpert-triathlon.de/ 

Ride on Folks!

Andy

            

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Training mit Maik in Tuscon/Arizona

17. November 2010 von Timo Bracht

Seit Samstag bin ich in Phoenix/ Arizona. Sehr nahe an den Wettkampfstrecken bin ich untergebracht und staune u?ber das Wetter jeden Tag. Stahlblauer Himmel, immer Sonne. Nachts und morgens kühl, mittags schön warm.

Der Rhythmus passt, ich bin guter Dinge und gehe das Rennen locker an.

Anfang der Woche bin ich 150km in den Süden Richtung Mexiko mit dem Auto gefahren, nach Tuscon um meinen Teamkollegen vom Commerzbankteam Maik Twelsiek zu besuchen. Die Fahrt durch die Sonora Wüste direkt in den Sonnenaufgang kam mir vor wie Filmszenen aus Terminator. Maik wohnt seit einem Jahr dort und wir hatten zusammen einen super Trainingstag.

Euer Timo

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Nur mir selber…

11. November 2010 von ungerman

Huatulco ist ein kleiner, überaus beschaulicher Badeort an der westlichen Küste Mexikos. Unzählige, malerische Buchten mit famosen  Stränden und wilde Dschungellandschaft kennzeichnen die Landschaft. Spektakuläre Naturereignisse, wie zum Beispiel springende Grauwale keine 500 Meter vom Strand entfernt, sind hier nicht ganz so selten wie ein Triathlon, begeistern aber deutlich mehr Menschen zum Zuschauen. Triathlon ist hier vor allem wohl eins: Werbemittel für die Region und den Tourismus.

Der Wettkampf selbst ist schnell erzählt: Schwimmen bei 27 Grad Wassertemperatur in der Bucht, direkt neben dem kleinen Hafen, Radfahren dann einfach achtmal die Hauptstraße rauf und runter, beim Laufen dasselbe eben nur viermal! Bei 35 Grad Lufttemperatur im Schatten wurde es allerdings zumindest für mich ein absolut schweres Rennen. Zumal der Schatten auf der Wettkampfstrecke keine Rolle spielte…

Ich habe gehört, eine Woche später war wohl auch in Südkorea noch ein Triathlon-Weltcup ;-)

Frustriert und wütend habe ich dort den Flieger bestiegen. Frustriert über das Ergebnis in Mexiko und Tongeyong und natürlich über meine persönliche Performance. Nach dem guten Rennen der DM am Schliersee, war die Form mit Sicherheit nach den drei Monaten Verletzungspause, besser als die Ergebnisse bei den beiden letzten Rennen des Jahres. Trotzdem war ich unglaublich froh, dass diese Saison 2010 endlich vorbei war! Ein heftiges Jahr in vielerlei Hinsicht! Sportlich sicherlich mein schlechtestes seit der Millenium-Nacht! Doch die Gründe sind vielfältig und somit sind auch die fehlenden Ergebnisse nachvollziehbar!  Ich dachte oft in diesem Jahr daran, wie viele Erwartungen ich nicht erfüllen konnte, wie viele Menschen immer wieder mit gefiebert und mit mir gelitten haben… All jenen rufe ich zu: es geht wieder aufwärts. Das Blatt wird sich wenden, da bin ich mir sicher!

Mit einer tollen Woche Familienurlaub habe ich diese „Nullnummer“- Saison 2010 beendet!
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Den Mut, Dinge zu ändern, habe ich aufgebracht. Das „GO!“ von meiner Familie und das Vertrauen von meinen Partnern und Sponsoren habe ich erhalten. Den Willen, noch einmal alles für dieses Sportlerleben zu geben, besitze ich.  Und in meinem Innern spüre ich, es stecken immer noch 100% Leistungsfähigkeit in meinem Körper! Ich habe es nun selbst in der Hand, denn schließlich weiß ich aus 20 Jahren Triathlonsport, wie hart man für eine gute Form arbeiten und kämpfen muss!

Ein guter Freund hat mir vor kurzem einen sehr wichtigen Satz gesagt:“ Du musst es sportlich niemandem mehr beweisen, nur Dir selber!“

Nicht mehr und nicht weniger habe ich vor…

Euer

Ungerman

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Erfolgreicher Saisonabschluss. Made in Taiwan.

9. November 2010 von Heidi Jesberger

Wenn wir eines gezeigt haben, dann war es Durchhaltevermögen!
Wir haben ganz schön viel Stress auf uns genommen und haben immer daran geglaubt, dass meine Form stimmt. Na ja, ich war schon sehr deprimiert und frustriert und hatte die Zuversicht in meine Leistungsfähigkeit schon verloren, doch Jürgen war felsenfest davon überzeugt, dass ich fit bin.

Nachdem ich bei der Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii 2 Platten hatte und so viel Zeit auf alle anderen verloren hatte als ich 30 Minuten auf den Materialwagen warten musste, stieg ich enttäuscht aus dem Rennen aus.
So viele liebe Menschen haben mir Nachrichten geschrieben, dass ich nach vorne schauen solle und ein neues Rennen in Angriff nehmen soll, doch das war vom Kopf her gar nicht so einfach.
Alles war auf dieses eine große Ziel ausgerichtet. Ich hatte mich so darauf gefreut und nach dem Rennen hatten wir eigentlich auch 5 Tage Urlaub geplant.
Doch nach dieser Enttäuschung war uns beiden nicht nach Urlaub zu mute.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich den nicht verdient hatte.

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Mein Jahr verlief im Rückblick eigentlich super: Außer 2 wirklich starken Erkältungen war ich dieses Jahr gesund und vor allem verletzungsfrei. Leider  kam meine 2. Erkältung genau im August, wo ich einige kürzere, sehr tolle Rennen in Deutschland geplant hatte. Da die Erkältung sehr stark und zäh war, konnte ich leider keines dieser Rennen machen und musste sie alle absagen.
Nichtsdestotrotz fand ich schnell wieder in einen sehr guten Trainingsrhythmus und konnte meine Form bei einem 3wöchigen Trainingslager auf Lanzarote sehr gut ausbauen.
Nun, nachdem Hawaii so unglücklich gelaufen war, hatte ich seit Juli keine Wettkämpfe mehr vorzuweißen, obwohl ich fit war. Ich wollte unbedingt noch beweißen, dass ich etwas kann.

Also strichen wir unseren Urlaub auf Hawaii, buchten in einer Nacht und Nebel Aktion unsere Flüge um (vielen Dank an Daniel Kezele, der uns dabei sehr geholfen hat!) und ich startete schon eine Woche später beim 70.3 Half Ironman in Austin/Texas.
Leider war auch hier wieder nicht das Glück auf meiner Seite und ich stürzte im Wettkampf auf dem Rad. Am liebsten wäre ich echt liegengeblieben, doch nach diesem Aufwand und nachdem ich die Woche zuvor schon nicht finishen konnte, versuchte ich mich wieder zu organisieren, richtete mein Rad so gut es ging wieder her und setzte den Wettkampf fort.
Leider fand ich nur wieder schwer zurück ins Rennen und konnte nur auf dem 16. Platz finishen.

Nun war mein Selbstbewusstsein total zerstört. Ich fing an allem an zu zweifeln, an meiner Form, an mir, ob ich überhaupt als Profisportlerin geeignet bin,…
Ich war total traurig und enttäuscht. Diese ganze Aktion hatte nichts gebracht, außer einem wirklich brutalen Heimflug von Austin über Phoenix nach LA, Chicago nach München. Reisezeit 28 Stunden!

Zuhause wollte ich erstmal 2 Tage nichts von Sport hören, doch schon am 3. Tag war da wieder so ein kleiner Funke Hoffnung.
Da war noch so ein Feuer in mir. Gemeinsam überlegten wir, welche Möglichkeiten es noch gibt und plötzlich war da die Idee von Taiwan.
Kurztrip Taiwan. Expressreise 4 Tage!?!
Da wir mit Hawaii schon so viel Geld für die Flüge ausgegeben hatten, wollten wir bei diesem Abenteuer die Kosten so gering wie möglich halten.
Die letzten Jahre habe ich sehr fleißig bei allen möglichen Flügen Meilen gesammelt, da hatten wir die Idee, dass wir evtl. den Flug nach Taiwan mit Meilen zahlen könnten. Und siehe da, es ging! Wow! Was für ein Glück!
Zwar war dies kein Direktflug, doch was soll’s. Mittlerweile waren wir ja wirklich Flug erprobt ;-) Mit dem Meilenflug kamen wir von Frankfurt über Peking nach Taiwan/Taipeh und dann mussten wir nun nur noch einen Inlandsflug von Taipeh nach Kaosiung kaufen.
Dieser war mit 110 € auch preislich erschwinglich. Nun mussten wir nur noch einen Startplatz, Hotel und Transfer organisieren.
Der Startplatz war dank Profilizenz kein Problem, nur die Sache mit dem Hotel gestaltete sich schwierig. Alle Webseiten von Hotels, die auf Englisch waren, waren bereits ausgebucht und die anderen konnten wir nicht entziffern. Wir schrieben den Veranstalter an, ob er uns bei der Hotelsuche behilflich sein könnte. Unser Problem war die Zeit. Unser Abflug war bereits in 24 Stunden und wir hatten immer noch keine Unterkunft. Da wir erst um 23:10 in Kaosiung landen würden, wäre es schwierig, mitten in der Nacht mit Rad ein Hotel zu suchen, am besten noch in der Nähe des Renngeschehens.
3 Stunden bevor wir unsere Reise schließlich starteten bekamen wir die erfreuliche Nachricht, dass wir die 2 Nächte, die wir brauchen im offiziellen Rennhotel incl. Flughafentransfer + Halbpension vom Veranstalter bekommen. Super! Besser hätte es nicht laufen können!

Die Anreise funktionierte einwandfrei. Am Flughafen wurden wir bereits erwartet, alles Gepäck war dabei und nach ca. 27 Stunden Reisezeit kamen wir erschöpft aber zufrieden am Hotel an.
Das Hotel war ein echt schönes Ressort mit verschiedenen Pools, Wasserfällen und tollen Zimmern. Wir versuchten die 7 Stunden Zeitverschiebung so gut es ging zu ignorieren und noch alle wichtigen Trainingseinheiten vor dem Wettkampf zu absolvieren.
Nach nur 5 Stunden Schlaf mussten wir also schon wieder aufstehen, um gemeinsam mit dem Orga Team die Radstrecke abzufahren. Zu genau waren mir noch die äußerst chaotischen Verkehrsverhältnisse von China im Gedächtnis.
Die gemeinsame Radausfahrt war toll organisiert: 5 Begleitautos und ca. 40 Athleten, die sich gemeinsam auf die 45 km lange Runde machten. Doch bereits nach 5 km drehen die ersten Sportler um und zum Schluss kam ich gemeinsam mit 4 ambitionierten Männern und 5 Begleitfahrzeugen wieder am Hotel an. Cool ;-)
Die Runde war sehr abwechslungsreich: weite Teile am Meer entlang, dann ins Landesinnere, wo es etwas selektiver wurde und auch die Schlaglöcher deutlich mehr und größer wurden. Es war also immer die volle Aufmerksamkeit gefordert. Auf der Strecke waren auch unheimlich viele freilaufende Hunde, die aber komischerweise nicht bellten und sehr friedlich wirkten.
Alles wirkt viel gepflegter als in China und man sah abwechselnd Bananenstauden, Reisfelder und Tempel in allen Größen und Farben.
Nach dem Radtraining ging ich noch kurz laufen, dann zur Wettkampfbesprechung und zum Check in.
Leider gab es nicht die Möglichkeit mit dem Bus zur ca. 15 km entfernten Wechselzone zu fahren. Aus diesem Grund musste ich mit meinem Rad losfahren.
Nun hatte ich 60 km Radtraining, einen Tag vor dem Rennen, doch anders war es nicht möglich, da ich unbedingt die Strecke sehen wollte. Egal. Eine Gute steckt das schon weg ;-)

Abends war dann die offizielle Pastaparty in unserem Hotel. Auf der Grünfläche der Anlage waren überall Tische aufgebaut. Man hatte Blick aufs Meer und das Buffet war ein bunter Mix aus Asiatischen Köstlichkeiten sowie Spagetti. Leider hatten die Veranstalter die Stühle vergessen!?! Das war die erste Pastaparty meines Lebens, die im Stehen stattfand und das, wo man doch am Tag vor dem Rennen nicht so viel herumstehen soll!?!
Etwas verwirrt saßen die Sportler auf Mauern oder im Gras. Schon verrückt!

Bereits um 20 Uhr legten wir uns ins Bett und schliefen vor Erschöpfung sofort ein.
Bis 24 Uhr, dann waren wir wieder fit, topp fit! Viel zu fit um wieder einzuschlafen.
Nun ja, wer braucht schon Schlaf!?! Ich schaff das auch so. Der Kopf entscheidet ja so viel!

Ca 2 Stunden konnte ich nochmals einschlafen, bis uns um 3:40 schließlich wieder unser Wecker aus den Federn riss.

Der Wettkampf:

Schwimmen:
Um 6:30 war der Start, alle Athleten gemeinsam.
1,9 km Schwimmen im Meer als zweimalige Wendepunktstrecke mit kurzem Landgang. Geplant war ca. 500 m kerzengerade hinaus und wieder zurück. Dazu hatte der Veranstalter eine ca. 500 m lange Leine bis zur Wendeboje gespannt. Durch die starke Strömung war das Seil aber gebogen wie eine Banane und dementsprechend war nun auch die Schwimmstrecke etwas kurviger und länger. Das Meer war sehr unruhig und wir hatten mit richtig starkem Wellengang zu kämpfen. Obwohl die Wassertemperatur sehr warm war, wurde der Neoprenanzug erlaubt. Wahrscheinlich weil sonst viele Athleten das Schwimmen gar nicht geschafft hätten. Ich tat mir echt schwer, kam aber mit erstaunlich wenig Rückstand auf die Spitze aus dem Wasser. Im Schwimmen geht es im Moment wirklich super!
Jürgen hat erzählt, dass sich viele Athleten panisch an der Leine festgehalten haben. Für weniger gute Schwimmer waren dies auch äußerst harte Bedingungen.
Rad:
Als 5. Frau, nur 1:30 min hinter Belinda Granger, mehrmaliger Ironman- und Rothgewinnerin, konnte ich aufs Rad wechseln. Der Wind war sehr stark, doch Gott sei dank nicht so böig wie auf Hawaii. Obwohl 800 Athleten gemeinsam gestartet waren, war man auf der Radstrecke sehr einsam. Die meisten Asiaten schwimmen nicht so stark und so entzerrte sich das Teilnehmerfeld sehr schnell. Ohne Sturz und Pannen kam ich diesmal über den 90 km langen Radkurs und konnte auf Rang 5 liegend zum Halbmarathon wechseln.
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Lauf:
Die Laufstrecke führte vom Start, wo auch beide Wechselzonen waren zum Hotel und noch 2 km weiter und zum Ziel, direkt vor dem Hotel. Da Jürgen kein Rad dabei hatte (wir hatten nur 20 kg Freigepäck, daher hatte ich nur mein Rad + Jürgen unsere gemeinsame Tasche) musste er mit dem Pendelbus zurück zum Hotel fahren. Daher hatte ich keinerlei Infos wie ich lag bzw. wie weit die nächste Frau vor mir lag. Mittlerweile war es sehr warm geworden.
Ich lief und lief und sah keine Menschenseele vor mir. Da ist es natürlich um einiges schwieriger sich bis an sein Limit zu pushen, als wenn man schon Sichtkontakt zu den Gegnerinnen hat.
Bei km 9 sah ich dann die Japanerin Maki! Ich lief auf sie auf, überholte sie, sie lief ein Stück mit, doch dann konnte ich sie abschütteln. Das gab mir echt Auftrieb!
Bei km 15 stand Jürgen. Er rief mir zu, dass 1:20 min vor mir die nächste Athletin sei. Ich gab Gas, konnte jeden Kilometer 10 Sekunden auf die vor mir laufende Amerikanerin gutmachen. Ich versuchte alles, kämpfte! Doch als sie mich ca. 2 km vor Ende am Wendepunkt sah, mobilisierte sie auch nochmals ihre letzten Kraftreserven und rettete sich 11 Sekunden vor mir ins Ziel. Oh. Ich blieb wie angewurzelt auf der Ziellinie stehen. Enttäuscht, da es so knapp war, bis ich sah, dass die Timingmatte 1 m weiter vorne lag. In der Ergebnisliste bin ich nun 20 Sekunden hinter Rang 3, doch was soll’s.

Ich habe alles gegeben, das ist was zählt. Ich habe gekämpft und der Abstand zur Spitze war denkbar knapp. Nur 3:30 min hinter Belinda Granger, zweitschnellste Laufzeit, ich bin wirklich zufrieden!

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Die Heimreise:
Die Heimreise war ein Kapitel für sich, denn sie gestaltete sich als unser größtes Abenteuer. Da wir bereits am Montag wieder einen wichtigen Termin in Deutschland hatten, mussten wir noch am Samstagabend, also am Raceday abreisen.

Um 17:30 ging unser Transfer zum Flughafen. Dieser dauerte fast 2 h, da auf den Straßen die Hölle los war. Unser erster Flug war wieder nach Taipeh. Da unser Anschlussflug erst am nächsten Morgen um 7:20 Uhr weiterging, hatten wir uns in Taipeh ganz in der Nähe des Flughafens ein Hotel gebucht. Unser Shuttle Fahrer lies uns am “Domestik Terminal“ raus, da es sich ja auch nur um einen Inlandsflug handelte. Dort war schon alles dunkel und wir erfuhren, dass es heute Abend gar keine Flüge mehr geben würde. Komisch.
Also liefen wir mit Sack und Pack ins „International Terminal“. Dort fing der Spaß dann erst richtig an:
Beim Check in meinte das Personal, dass wir unseren Flug nicht antreten könnten, da wir einen international Flight gebucht hätten und wir damit bereits hier durch den Zoll gehen und aus dem Land ausreisen würden. Es wäre dann nicht mehr möglich in Taipeh quasi wieder ins Land einzureisen. Wir dürften den Flughafen daher nicht mehr verlassen. Das Problem wäre jetzt, dass der Flughafen nachts geschlossen wird. Da standen wir nun also, noch 1:30 h bis zum Abflug.
Das Personal schlug uns vor, dass wir mit dem Zug quer durch die Insel nach Taipeh fahren könnten…
Doch wir waren erstens hundemüde, hatten keinerlei Orts- und Sprachkenntnisse und keine Ahnung, ob der Zug die ganze Nacht fahren würde!
Den Flug in Verbindung mit dem Hotel hatten wir bei Expedia gebucht. Das hätten die uns so überhaupt nicht verkaufen dürfen!
Die Beamten waren echt total nett und hilfsbereit. Wir erzählten ihnen, dass wir beim Herflug in Taipeh auf dem Flughafen ein kleines Hotel im Flughafen gesehen hätten und ob es nicht möglich wäre, in diesem Hotel zu übernachten.
Sie telefonierten wie die Weltmeister mit der Einwanderungsbehörde, dem Hotel und fanden heraus, dass noch 2 Doppelzimmer frei waren! Gott sei dank! Nach langem hin und her durften wir schließlich einchecken. Mittlerweile waren wir auch 50 min am Schalter!
Wir flogen nach Taipeh, übernachteten im Flughafenhotel. Leider waren dort schon alle Restaurants geschlossen und wir bekamen dort nichts mehr zu essen außer einer 5 Minuten Terine :( … aber das war völlig ok nach diesem Stress.
Ich sage nur: wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben! Abenteuer Taiwan.
Ich kann kaum glauben, dass dies nur 4 Tage waren!

Eure Heidi

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Noch einen saison is gelaufen

2. November 2010 von Drags

In hinsicht ist es echt schnell gelaufen und ist nicht normal fuer mich so eine kurze saison zu erfahren.  Ich habe auch eine leeres gevoel als ich habe nicht viel erreicht.  Ich bin voerbereitet durch die trainingslagern und war sehr gut drauf.  Eine kurze krankheit und danach nicht genuegent pause hat die meisten meine saison versauert.  Am ende koentte ich gut form zeigen beim LBS finale wo ich 3. Platz sichern koente und unsere team den sieg gefeirt hat.  Meine form ging weiterhin zum Challenge Copenhagen aber pech war in meine karten und nach eine zeit straffe und platten war ich zu weit nach hinten um eine gute platz zu erreichen und musste zufrieden sein mit 10de.
Was ich am meisten gelernt habe ist dass gut form ist nicht so schwierig fuer mich zu erreichen.  Mit starke immune system und V02 max kann ich training gut ertragen und viele rausholen.  Meine schwache ist immer noch stabilitaet und egal was fuer form ich habe wird meine lauf in Langdistance immer schwach sein wenn ich blockiert bin und mich unekonomisch bewege.   Meine focus gerade ist auf effiezient bewegung and die verstaerkung von schwaeche muskel bereiche.  Training ausserhalb dehnung, und stabilitaet ist nicht mehr als 20 stunden in die woche und mein form ist schon sehr gut.  Mit Susanne beobachten wir diese koerper stabilitaet mit mehr laufen nach radeinheiten und schauen nach inneffizient bewegung waehrend laufen und woher die kommen.
Rennmaessig habe ich eine winter winter saison geplannt.  Eine ziel fuer mich noch ist meine Titel in Challenge Wanaka wiederzuholen und bin sicher dass ich bin auf der richtige wege um die form zu erriechen bis Januar um dieses ziel zu erfuellen.   Danach wird ich noch mal eine pause und dann wird ich in fruehling einige Challenge Halb Distanzen vertreiben in vorbereitung fuer Roth wo ich wird versuchen eine bestzeit zu schaffen in richtung 8 stunden sowei eine platz auf den podium – eine weitere karriere-ziel.
Ich komme in die letze kapitel meine sport karriere in naechste 4 jahre und  wird alles geben meine ziele zu erreichen.  Ich glaube 100% dass ich habe noch eine stufe leistung in mir und bin auf die wege um es rauszubringen.   Ich freue mich dass meine arbeitgeber-sponsor Magic-sportfood.de ist einig mit mir in diese versuche und dass Susanne macht so viel muhe auf meine programme und fuer ihre glaube auch in meine potenzial.

Luke Dragstra

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Was tun, wenn die Saison vorbei ist..

2. November 2010 von Susa

…natürlich arbeiten, wie auch während der Saison ;-)   Aber man sollte die Zeit auch nützen, an den sportlichen Schwächen zu arbeiten und etwas Feinschliff zu betreiben.  Für den Triathleten heißt das neben Ausgleich-, Athletik- und Krafttraining auch an der Technik zu arbeiten
Neu im Programm der Challenge TriCamps rund um den Challenge Roth:  Das Laufseminar am 6. November 2010 in Georgensgmünd.
 Zusammen mit meinem Geschäftspartner Matthias und unter Leitung unseres Neuzugangs beim Professional Endurance Team Hans Daugaard Nilsson, (Profitriathlet und Coach) entwickelten wir ein Seminar, das sich allen Triathleten und Läufern, die ihre Lauftechnik verbessern wollen, widmet.
Jeder kann Laufen, ob 100 Meter oder einen Marathon, aber jeder hat auch noch Potential sich zu verbessern.
Ziel dieses Seminars ist es, Ihre Laufechnik zu verbessern um Ihren Lauf effektiver und ökonomischer werden zu lassen. In speziellen Technikübungen …werden wir die die Gesamtbewegung in Einzelteile zerlegen, diese verbessern und im Anschluß wieder zum Gesamten zusammensetzen.

Wir freuen uns sehr, Saucony als unseren Partner dieses Seminars zu präsentieren! Alle Teilnehmer haben die Möglichkeit die Saucony Modelle beim Seminar zu testen

Anmeldung erfolgt unter: www.professional-endurance-team.de in der Rubrik: Veranstaltungen/Seminare

Programm:
9:30Uhr Begrüßung und kurze Einleitung
10:00 – 11:30Uhr Laufeinheit 90 min Technikübungen
Videoanalyse (optional gegen Aufpreis)
12:00 – 13:00Uhr Mittagsessen
13:15 – 14:30Uhr Vortrag Lauftechnik, im Anschluss Diskussion
15:00 – 16:00Uhr Laufeinheit 60min Technik in Bewegung
Optional 20-30 min Fahrtspiel zur Anwendungen der erlernten Techniken.
16:00 – 17:00Uhr Auswertung Videoanalyse

Preis: 139.- Euro (bereits inklusive: Mittagessen ohne Getränke)

Zwei Wochen später folgt bereits die 6. Ausgabe unseres 2 tägigen Schwimmseminars. Mehr Info dazu in Kürze!



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Blinde Marathonläuferin Michaela Kummer möchte mit Hilfe von Timo Bracht ihre Rekordzeit verbessen

2. November 2010 von Timo Bracht

Die blinde Läuferin Michaela Kummer, die schon im vergangenen Jahr beim Commerzbank Frankfurt Marathon eine neue Weltrekordzeit in ihrer Blindenkategorie gelaufen war, hat sich für das kommende Wochenende eine weitere Steigerung vorgenommen. Begleiten wird sie auf dem letzten Teilstück des Commerzbank Frankfurt Marathons wieder der zweifache Ironman Europameister Timo Bracht. Das erste Teilstück läuft Ehemann Oliver an ihrer Seite. Die Begleitläufer werden jeweils durch ein Band am Unterarm mit der blinden Läuferin verbunden sein.

Michaela Kummer: „Timo, Oliver und ich waren schon im letzten Jahr ein super Team. Aber in diesem Jahr wollen wir das weiter steigern und am Ende möglichst unter meiner persönlichen Bestzeit von 3:18:12 Stunden bleiben. Es ist wieder ein Highlight für mich, mit Timo in die Festhalle zu laufen, vor allem nach seinem tollen sechsten Platz beim Ironman Hawaii.”

Timo Bracht fügt hinzu: „Michaela ist eine tolle Persönlichkeit mit eisernem Willen und Begeisterung für den Sport. Mit nur zwei Prozent Sehvermögen läuft sie so schnell und leicht, dass ich ordentlich Gas geben muss, um mit ihr mitzukommen. Sie ist optimal vorbereitet und ich freue mich sehr, sie begleiten zu dürfen.”

Im vergangenen Jahr lief Michaela Kummer in 3:20:43 Stunden ins Ziel des Commerzbank Frankfurt Marathons. Damit war sie fast 29 Minuten schneller als der damalige Weltrekord für Blinde ihrer Kategorie, verpasste jedoch eine Verbesserung ihrer persönlichen Bestzeit von 3:18:12 Stunden. Diese möchte sie in diesem Jahr ebenfalls unterbieten. Michaela Kummer leidet an einer Erkrankung der Netzhaut und hat ein Sehvermögen von etwa zwei Prozent. Damit gehört sie der Blindenkategorie T12 bzw. B2 an. Die 45-Jährige aus Calw hat zwei Kinder und ist Masseurin von Beruf.

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