24. February 2011 von ungerman
Durch den Umzug vom OSP Saarbrücken nach Freiburg hat sich nun doch einiges geändert. Im Saarland bin ich des Oöfteren durch den Wildpark gejoggt – Bisons, Luxe und Dammhirsche waren dort stets mein Publikum. Mittlerweile wird die zahme Wildsau unweit der Dreisam immer mal wieder bei einem lockeren Läufchen besucht. Auf den Zuruf ihres klangvollen Namens` „Rosali“ trottet die zahme Wildsau gemächlich aus ihrem Verschlag und grunzt schon voll freudiger Erwartung auf eine Runde Borstenpflege! Mit Küchenschrubber und kleinem Rechen wird die Sau mit Kultstatus dann gebürstet… Die Frage sei erlaubt, wem es mehr Spaß macht!? Der hübschen Rosali oder uns Ausdauerdreikämpfer…?

Doch trotz aller Tierpflege kommt der sportliche Betrieb natürlich nicht zu kurz. Nach dem erneuten Wintereinbruch sind wieder ein paar Meter auf den Langlauflatten abgespult worden. Bei tollen Strecken, super Pistenverhältnissen und teilweise schönen Sonnentagen macht es mir mittlerweile richtig Spaß ein paar Kilometer auf Skiern zu absolvieren. Das ist ein großer Vorteil des Trainings-Standorts Freiburg. Die kurzen Wege zu den Loipen, die bergigen und anspruchsvollen MTB Strecken und natürlich auch die Möglichkeit der flachen Etappen in der milden Rheinebene… Vor allem aber ist es eine tolle Truppe.

Mit meinen WG-Kollegen Joe und Stilgi haben sich drei Jungs gefunden, die sich in unachtsamen Momenten schon die „black forrest boys“ nennen! Als Junge von Oberschwaben fa?llt mir dieser Ausdruck natu?rlich nicht ganz leicht, aber gut… Jedenfalls wird bei den 49ers aus der Traumfabrik  ( absoluter Insider
) mit lockerer und lustiger Art und Weise ein beeindruckendes Sport-Programm abgespult…Und die Träume hängen hier an Gardinenstangen.
Doch egal ob Schwarzwald, Oberschwaben oder sonst irgendwo auf der Welt im Auftrag des Sports: ein wenig Obst und was zu trinken sollte immer griffbereit sein!

Herzliche Grüße aus der WG der BFB´s
Bleibt sportlich!
Euer ungerman
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11. February 2011 von Timo Bracht
Mit einem kräftigen Sprung ins 18 Grad kalte Wasser begann für mich das Triathlon Trainings dieses Jahr.

Wie im letzen Jahr verbrachte ich große Teile des Januars und die erste Februarwoche auf Fuerteventura. In dieser Zeit ist das Playitas Resort vielleicht das, was der Dachstein Gletscher im Herbst für Langläufer, oder Dubai für Fußballprofis in der Winterpause ist. Hier treffen sich große Teile der Triathlon Elite mit Hobby Athleten, Einsteigern und Ironman Veteranen.
Drei Wochen optimales und umfangreiches Training bildet eine gute Grundlage für die Saison, und die Konzentration auf das Wesentliche zeigt dem Körper wieder einmal, wo es langgeht. Die Richtung stimmt und die ersten Wochen des Jahres liefen bestens.
Abenteuerlich waren manchmal die Straßenverhältnisse, nach den starken Regenfällen in den vergangenen Wochen. So endete eine „regenerative aber sehr kommunikative“ Tour mit dem Magic Chef himself doch etwas dreckiger für unsere Räder als angenommen. Na ja sein Rad hat er sich dann bestimmt von einer der netten Fitnesstrainerinnen putzen lassen…

Bei einer weiteren diesmal längeren und weniger kommunikativen Tour auf dem Rad konnte ich sogar mit meinem langjährigen Kanaren Freund, dem Nord-Ost Passat wieder einmal Frieden schließen. Ich begann kurz vor 9 Uhr morgens die Radausfahrt Richtung Tuineje. Dann über Antigua, La Oliva ein kurzer Abstecher an den windumtosten Leuchtturm bei El Cotillo. Von dort weiter immer gegen den Wind und nach einem kurzen Zwischenstopp (Flaschen füllen und ein „Cortado” für 80 Cent!) zum nördlichsten Punkt nach Corralejo. Ein kurzer Gruß nach Lanzarote rüber und dann ging es ab. Endlich den Wind (Stärke 4-5, Böen 70km/h) im Rücken waren die folgenden 90km in unter 2h geschafft bei Puls 115. Danke, Passat!
Alles Gute bis bald Timo
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4. February 2011 von ungerman
Die ersten Einheiten Potchefsstroom fielen mir äußerst schwer. Mein allgemeines Wohlbefinden war nicht wunschgemäß. Trotz der hervorragenden Betreuung durch die Mädels aus dem Lemon Blossom Guesthouse

– mittlerweile sind wir schon zum sechsten Mal in dieser Anlage- waren die Tage zu Beginn des Trainingslagers wirklich ein Kampf um jeden Meter! Es ist und war nicht nur die Höhenanpassung, die mir gehörig zusetzt, sondern natürlich auch mein rechter Fuß! Direkt vor dem Abflug bin ich auf einer schneebedeckten Kante abgerutscht und habe mir ein Band (zum Glück ein unwichtiges!), sowie die Fußwurzelknochen ziemlich lädiert.
Doch mit Tape geht schon wieder vieles im Training. Beim Schwimmen habe ich zwar das Gefühl, einen Fangnetz im Schlepptau zu haben und beim Radfahren ist vor allem das Ausklicken aus dem Pedal jedes Mal ein Abenteuer, aber das sind Kleinigkeiten zu dem was hätte sein können! Zum Glück geht nach einigen Tagen Pause nun das Laufen auch wieder. Zwar noch mit aktivierten Schmerzrezeptoren, aber lieber hoppelt man mit ein wenig Schmerzen über die Grasbahn, wie Lauf-frei gar keine Beschwerden zu haben!
Ganz so schnell wie der zahme Gepard (Höchstgeschwindigkeit kurzzeitig bei deutlich über 80 Km/h!) hier auf der Anlage unserer Unterkunft bin ich zwar noch nicht wieder in der Savanne unterwegs, aber dies wäre, zugegebenermaßen, auch ohne Tape schwierig!

Dafür bin ich mit dem Bike ziemlich zügig über den afrikanischen Asphalt gefegt… Ein junger holländischer Langdistanztriathlet hatte kurz zuvor die komplette Mannschaft bei einer langen Ausfahrt geradezu stehen gelassen . Und dies auch noch ohne zu grüßen! Wohl wahrlich ein „fliegender Holländer“!
Doch nachdem es Maik und mir gelang an einen Truck dranzubleiben sind wir nach weiteren 20 KM wieder am Holländer vorbei geflogen! Bei einem Stundenmittel von 80 km/h + X verabschiedeten wir den voluminösen Windschattenspender. An alle Nachwuchstriathleten: uns war es dann ein zu hohes Risiko!! Es ist ja selbst bei guten Straßenverhältnissen und ordentlichem Betriebszustand des Vehikels vor einem bedenklich, beide Umstände sind in Afrika eher selten und in Gemeinschaft treten sie so gut wie nie auf! Aber auch ein/zwei Zähne zu viel auf dem letzten Ritzel haben das Unternehmen anhand der hohen Zahl an Kurbelumdrehungen an seine Grenzen stoßen lassen -ein 11er wäre von Nöten gewesen
Und so pedalierten wir dann wieder ganz allein mit unserem CW-Wert durchs afrikanische Hochland, hier und da ein paar Zebras, Springböcke oder Rinderfarmen. Und manchmal kommen einem Menschen am Straßenrand entgegen gelaufen. Irgendwo im Niemandsland. Weit und breit keine Siedlung oder eine Hütte zu erkennen. Ich stelle mir dann immer vor, wo kommt der Bursche her und vor allem wo will er hin… Wie unterschiedlich unsere Welten sind und wie unterschiedlich auch offenbar unsere Sorgen und Probleme. Auch das gehört zu Afrika. Die großen Gegensätze zwischen arm und reich, zwischen unendlicher Weite und eingezäunten Wohnhäusern. Ein faszinierendes Land und immer wieder eine bereichernde Reise für mich…
Wir kurbelten also fast allein in Richtung Potchefsstroom zurück, da kam er schon wieder! Unser Freund der Aeroposition – der fliegende Holländer… Diesmal war die Taktik ganz klar: Dranbleiben! Also Kopf nach unten – Kette wieder nach ganz rechts: Radfahren als Tieffliegen – Deutschland gegen Holland

Überraschenderweise richtete sich unser Freund in Orange doch schon sehr bald schon von seinem Aerolenker auf und meinte, seine intensive Einheit wäre hier und jetzt zu Ende – nur noch locker ausrollen. In gewisser Dankbarkeit stimmten wir überein-keine weitere Attacke. Unentschieden! Aber Deutschland mit mehr Ballbesitz 
Jetzt beginnt die zweite Halbzeit des Lehrgangs. Mittlerweile bin ich angepasst an die Bedingungen in der dünnen Höhenluft. Die Komfortzone im Training ist mittlerweile deutlich weiter nach oben verschoben worden. Doch trotzdem möchte ich es noch nicht übertreiben mit den intensiven Einheiten, wir haben Februar. Falls also mein Freund aus Holland noch einmal in den kommenden Tagen an uns vorbeiballern sollte, dann kann ich lediglich guten Flug und schöne Reise wünschen… Es ist schließlich noch ein weiter Weg bis zum großen Ziel einer langen Saison – und wie heißt es doch so schön auf den Rinderfarmer Afrikas: „Hinten hebt die Kuh den Schwanz!“
Sonnige Grüße vom schwarzen Kontinent
Ungerman
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2. February 2011 von Jan Wolfgarten
Nach einem langsamen Start ins neue Jahr war ich am vergangenen Wochenende auf dem ersten Wettkampf in Luxemburg. Der Wettkampf ist jedes Jahr gut besetzt und gilt als einer der Topwettkämpfe für den Anfang des Jahres. Ich bin über 200, 400 und 1500m Freistil an den Start gegangen und mit meinen Leistungen ganz zufrieden. Über 1500m habe ich mit 15:36 den 3. Platz belegt und musste mich in einem guten Rennen nur dem Ukrainer Frolov, der vor kurzem Vizeeuropameister in Eindhoven geworden ist, und meinem alten bekannten Christian Kubusch geschlagen geben. Zum Schluß war ich 4 Sekunden hinter Frolov und 2 Sekunden hinter Kubusch im Ziel. Auf 400m bin ich wieder hinter den beiden 3. geworden und mit 3:57 auch eine Zeit geschwommen, die für meinen jetztigen Trainingszustand in Ordnung geht. Gewonnen hat diesmal der Kubi in 3:54 vor Frolov in 3:56. Über 200m bin ich leider nur ins B-Finale geschwommen und dort dann insgesamt 11. geworden. Auch hier ist 1:54 momentan nichts besonderes aber alles in allem in Ordnung.

Seit der EM in Eindhoven, die für mich nicht gut gelaufen ist, war ich 2 mal länger krank und bin leider auch noch eine Treppe runter gefallen. Mein Trainingszustand ist also nicht gerade optimal , wenn man das mal so sagen darf
Trotzdem bin ich über 1500m 18 Sekunden schneller als vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt und das macht mir Mut für die kommenden Monate. Ich arbeite im Moment daran die lästigen Knie und Rückenschmerzen von meinem Sturz in den Griff zu bekommen und werde in naher Zukunft dann wieder voll ins Training einsteigen.
Als nächster Wettkampf stehen dann die DMS für uns alle an. Vor einem Jahr haben wir die Mannschaftsmeisterschaft gewinnen können, dieses Jahr müssen wir mit einer Platzierung im Mittelfeld rechnen. Wir werden uns trotzdem reinhängen und das beste für den SVW 05 geben. Ich freue mich auf den Wettkampf, weil die DMS immer wieder etwas besonderes ist und es für einen Schwimmer immer eine willkommende Abwechslung ist auch mal in einer Mannschaftswertung an den Start gehen zu können.
Drückt uns fleissig die Daumen!!!
bis zum nächsten Mal!
Euer,
Jan
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