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“Muy buen Timo”

31. May 2011 von Timo Bracht

“Gut gemacht“, diese Worte habe ich als erstes nach meinem Sieg beim Ironman Lanzarote gehört. Ich war zu dem Zeitpunkt sehr zufrieden und glücklich. Es hat mal wieder alles gepasst und ich konnte an meine Grenzen gehen und erneut einen legendären Ironman mit Streckenrekord gewinnen.

Der Renntag fing mit einem harten und intensiven Schwimmen an. Nach gutem Wechsel machte ich mich auf die Verfolgung von Konstantin Bachor. Er zeigte ein sehr gutes Radfahren, und ich konnte ihn nie einholen. Ich bin selbst hart am Limit gefahren und probierte trotzdem an den Bergen nicht zu überziehen. Die Strecke war traumhaft zu fahren, sehr abwechslungsreich, windig und technisch anspruchsvoll.


Image by photodeporte

Mit richtig frischen Beinen machte ich mich dann auf den Marathon, knallte ordentlich los, und nach 1:20 h an der Halbmarathonmarke war ich mir meiner Sache endgültig sicher.
Kurz vor dem Ziel bekam ich die Info vom Streckenrekord und war selbst ein bisschen überrascht und dachte kurz „den nehme ich mir auch noch mit“ und gab noch mal Gas.
Geschafft und glücklich gingen mir viele Gedanken durch den Kopf. Lanzarote war schon immer eine große Herausforderung für mich, und jetzt hatte ich es geschafft.

Danke an alle die mich die letzten Wochen unterstützten, der Sommer kann kommen…

Euer Timo

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NOTBREMSUNG!

30. May 2011 von ungerman

Grün und blau, so ist die Farbgebung an meinem rechten Knöchel… Und wieder der rechte Fuß, wie im Januar! Ein weiteres Kapitel aus dem Buch: Pleiten, Pech und Pannen! Beim ITU Premium Cup in Belgien lief es wirklich gut. Schwimmen vorne dabei, Rad mit der Gruppe weggekommen und beim Laufen schließlich mit drei Jungs direkt hinterm Kameramotorrad an der Spitze des Feldes…innerlich habe ich schon gefeiert. Denn die Beine waren gut und ich dachte endlich mal wieder ein Rennen nach Wunsch! …dann bei KM 2 eine Linkskurve, enge optimale Linie und CRASH! Eine Wurzel am Wegesrand hat den Asphalt aufgeworfen. Die Kante habe ich nicht gesehen, dafür kurzzeitig die Sterne!

So schnell geht das, von einer Sekunde auf die andere wandern die Gedanken vom ersten möglichen Saisonsieg zum eventuellen Saisonende! Hat das wehgetan!! Der große rote Knopf wurde automatisch gedrückt – Notbremsung! Von 5,5 Meter pro Sekunde auf null. Instinktiv ging die Hand zum Fuß und gleichzeitig bin ich dem Drang des Wettkampfmodus unterlegen und habe versucht zumindest ein wenig nach vorne zu kommen um Meter zu gewinnen. Nach rund 400 Metern konnte ich von unrundem, über „ovales“ schließlich wieder auf einigermaßen rundes Laufen übergehen. Doch die Gruppe war weg! Zum Schluss konnte ich noch einmal aufschließen und es waren dann 10 Sekunden aufs Podest und so mancher wird nun meinen: 5ter Platz ist doch so schlecht nun auch wieder nicht. Denn am Ende des Jahres fragt niemand mehr nach Brasschaat… Dies ist wohl auch korrekt, aber es geht ums Prinzip. Es wäre einfach mal wieder ein erhebendes Gefühl gewesen, mit einer optimalen Performance über die Distanz zu kommen.

Gezwungenermaßen werde ich nun für einige Tage meinen Schwerpunkt im Training auf Schwimm- und Radeinheiten legen. Nach dem Zieleinlauf wurde der Fuß sofort dick und der zuständige Rennarzt hat mir ein paar Tage Laufpause empfohlen. Zweifelsohne die richte Feststellung, denn diese Empfehlung teilen mir auch die Schmerzrezeptoren mit! Somit warten, hoffen und bangen auf baldmögliches Lauftraining. Cause at the end, it´s all about running!

Auf bald
Ungerman

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ERINYENS flying low….

23. May 2011 von ungerman

Teamsprint in Forst. Fünf Jungs müssen gemeinsam 1000 M Schwimmen, 22 Km Radeln und 7,5 KM Laufen. Im Ziel wird die Zeit des Vierten gewertet. Die Mengener Truppe schickte vier oberschwäbische, wilde Jungstiere und einen erfahrenen, kampferprobten Bullen in die Arena am Heidesee. Allesamt aus eigener Aufzucht ;-)

Mit einer tollen Performance sicherten wir uns den dritten Platz im Einlauf der besten Teams aus dem Ländle. Vor allem auf der mittleren Teilstrecke über die gut 20 KM waren die fünf gleich lackierten ERINYEN eine wahre Macht. Mit der schnellsten Zeit nach zwei Disziplinen kann man durchaus behaupten: we didn´t ride fast, we were flying low! Mit einer soliden Laufeinlage, haben wir uns den Stockerlplatz dann wahrlich erkämpft und verdient. Bei aller Objektivität, glaube ich, dass diese Mengener Trias noch Potential in der Hinterhand haben und durchaus ein gewichtiges Wort ganz vorne in der Liga mitreden können. Es wird ein spannendes Jahr 2011 – ich freue mich auf diese Reise und bin gespannt, wo sie endet…

Es war durchaus auch ein spezielles Rennen für mich! Denn mit all den Jungs bin ich nun schon viele Jahre verbunden und kenne sie noch aus der Zeit, als sie in der Schülerklasse aktiv waren. Es ist aber gewiss auch die Bestätigung und der verdiente Lohn für die hervorragende Nachwuchsarbeit in unserer Mengener Triathlonabteilung. Es macht Spaß die Kids, die Jugendlichen, die Aktiven und die „AH“ mit soviel Freude beim Sport zu sehen. Ich reite mit auf dieser Woge und lasse mich anstecken von der Dynamik in der Truppe! Und möchte deutlich klarstellen, dass ich mich bei dieser Aufzählung noch nicht zu den Letztgenannten mit den zwei Buchstaben zähle…

Doch lange dauert es wohl nicht mehr, denn zum Abschluss noch soviel: Joe Hitzler hatte mich bei der Anfahrt gefragt, ob ich denn schon einmal bei dem Triathlon in Forst mitgemacht habe. Meine Antwort lautete: „Ja – ich habe hier 1994 bei der Landesmeisterschaft der Jugend B sogar schon einmal gewonnen. „ Sein Kommentar: „ Oh, da war ich gerade drei Jahre alt…“

Those were the days – time goes by!!

Auf bald
Ungerman

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Auf Lanzarote habe ich auch meine große Liebe gefunden….

23. May 2011 von Heidi Jesberger

Nun sind es nur noch wenige Tage bis zu meinem ersten Ironman in diesem Jahr. Der Ironman Lanzarote soll es zum 4. Mal für mich sein. Es ist eines der härtesten Ironman Rennen der Welt, wenn nicht sogar der härteste. Wind, Berge, raue Straßen und die Einsamkeit machen ihn so speziell.

Doch Lanzarote ist auch für mich eine sehr spezielle Insel. Jedes Mal fasziniert sie mich von neuem. Es ist einfach eine Energieinsel auf der Feuer, Wasser und Lavagestein, Ursprung und Anfang haben. Auf Lanzarote habe ich bisher 475 Tage meines Lebens verbracht, 36 Trainingslager liegen hier hinter mir und jedes Mal komme ich aufs Neue so gerne dorthin zurück.

Auf Lanzarote habe ich auch meine große Liebe gefunden, dort wollen wir im November heiraten, so viel Positives verbinde ich mit dieser Insel. Bisher ist mir das perfekte Rennen auf Lanzarote noch nicht geglückt, vielleicht zieht es mich auch darum dieses Jahr wieder dorthin zurück. Ich weiß, dass der Wind unberechenbar und sehr heftig sein kann, doch ich fühle mich stark genug, um mich diesem Abenteuer ein weiteres Mal zu stellen.Am Samstag ist es soweit. Ich habe viel und gut trainiert. Nun gilt es am Samstag noch alles zu geben…

Ich halte Euch bestmöglich auf dem Laufenden.

Vielen Dank für Eure Unterstützung.

Liebe Grüße
Heidi

P.S. Stadtwerk Tauberfranken wirbt mit Heidi. Mein Hauptsponsor, das Stadtwerk Tauberfranken, wirbt seit kurzem auch mit mir für Energie aus der Region :-) Nun “laufe” ich auch auf vielen Großflächen im Main Tauber Kreis.

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Capsicum annuum

10. May 2011 von ungerman


Chili-Schoten am Rand der Speisekarte deuten darauf hin, dieses Gericht ist „HOT“! So ist es gang und gäbe in den mexikanischen Restaurants. Müsste man das Rennen in Monterrey auch mit Chilis bewerten, so hätte meiner Ansicht nach ein ganzer Chili Strauch (capsicum annuum) auf den Flyer gedruckt werden müssen!

Eine etwas andere Location war der Austragungsort dieses Weltcups auf alle Fälle: Schwimmbadfeeling bei der Auftaktdisziplin in einem großen, künstlichen Bachlauf, Radfahren auf einem Auto-Rennkurs umgeben von einer Militärparade und das abschließende Laufen dann in der Bratpfanne…
Im meinem letzten Bericht war ja davon zu lesen, wie sehr ich mich nun auf die warme Jahreszeit der kommenden Wochen und Monate freue. Das Hochgefühl wandert allerdings nicht parallel mit dem Quecksilber der Thermometer! Und so waren es keine Freudentränen, die mir über die Wangen kullerten bei den 43°Grad Celsius auf der Temperaturanzeige diverser Wattmessgeräte im Peloton, sondern schlicht und ergreifend Schweißperlen!
Wärme ist gut, Hitze nicht unbedingt! Soviel habe ich in den letzten Jahren über mich und die äußeren Bedingungen bei Rennen aufgrund meiner erzielten Wettkampfleistungen gelernt.
Und in der Zeit von „social media“ ging es ruck zuck bis mehrfach die Frage über den großen Teich geflattert kam: „Wie bist Du zufrieden mit Rennen?“.
Meine Antwort: nicht unzufrieden! Sicherlich war bis kurz vor Schluss ein Top 8-Platz möglich, aber unter Berücksichtigung der äußeren Umstände ist das erste große Rennen der Saison für mich ordentlich verlaufen. Obwohl die Trainingsleistungen vielversprechend sind und waren, so ist ein Wettkampf doch noch einmal eine ganz andere Belastung. Nicht ohne Grund setzt sich die oft zitierte Wettkampfhärte aus Wettkampf und Härte zusammen ;-) Die Ventile sind nun bei „Voll-Last“ durchgeblasen worden und ich bin guter Dinge für die kommenden sportlichen Aufgaben. Neben den ersten ITU-Punkten 2011 nehme ich durchaus auch einige gelungene und erfreuliche Momente dieses Rennens mit in den anstehenden Trainingsprozess.
Bei hoffentlich angenehmem mitteleuropäischem Klima ;-)
Auf bald

Ungerman

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2. Platz beim Hilpoltsteiner Duathlon

9. May 2011 von Heidi Jesberger

Nur eine Woche nach unserem Trainingslager auf Mallorca nahm ich beim 22. Hilpoltsteiner Duathlon teil. Da das Trainingslager sehr umfangreich und auch intensiv war, hatte ich diese Woche ziemlich mit Krämpfen und ständiger Müdigkeit zu kämpfen.
Eigentlich sollte man ja meinen, dass man in der Ruhewoche, wenn der Körper wieder einmal Zeit hat sich zu erholen, sich gut und frisch und leistungsfähig fühlt.
Doch genau das Gegenteil ist dann immer der Fall.
Das Training muss ja erstmal wirken, darum ist die Pause auch so wichtig.
Doch der Körper fährt erstmal komplett herunter. Diese Müdigkeit ist auch mental sehr schwer zu verarbeiten, vor allem wenn man sich zuvor noch stark und kraftvoll gefühlt hat.
Natürlich weiß man ja, dass man den Körper ermüden muss, damit er leistungsfähiger wird als vorher, doch wie jeder andere Sportler würde ich mir wünschen, dass diese Phase nicht sein muss.
Nichtsdestotrotz habe ich diese Woche relativ ruhig und weniger trainiert und als Wochenabschluss am Duathlon teilgenommen.
Die Besetzung war überraschend gut. Mit Bundesligastarterinnen, sowie der Weltmeisterin im Duathlon war vorherzusehen, dass es kein Spaziergang werden würde.
Die Distanzen betrugen 8km Laufen, 30 km Rad und einem abschließenden Lauf von nur 3 Kilometern, kurz und knackig also!

Mein letzter Duathlon lag mittlerweile schon Jahre zurück, aber gelernt ist gelernt. Immerhin war ich auch schon Duathlon Europameisterin?, auch wenn dies schon 14 Jahr her ist! Gott wie die Zeit vergeht!
Wie erwartet ging es bei den ersten 8 km gleich voll zur Sache. Angela Kühnlein, vom Bundesligaverein TV Erlangen drückte immer wieder aufs Tempo und so zog sich das Damenfeld schnell auseinander.
Ulrike Schwalbe, Angela und ich liefen die ersten 5 km mehr oder weniger zusammen, doch die letzten 3 Kilometer mussten Ulrike und ich etwas reißen lassen und so liefen wir wie an einer Perlenkette aufgereiht im Abstand von ca. 10-20 m in die Wechselzone ein.
Mein Wechsel war richtig schnell und so konnte ich wieder einige wichtige Sekunden auf die beiden Mädels gutmachen.
Auf dem Rad jedoch brannten meine Oberschenkel wie Feuer. Dies hatte 2 Gründe: der erste war mit Sicherheit das noch nicht ganz verdaute Trainingslager und der zweite war der Wechsel vom Lauf zum Rad, den ich auch schon ewig nicht mehr gemacht habe.
Nun hieß es Augen zu und durch und das Brennen so weit wie möglich zu ignorieren.
Dies war gar nicht so einfach, da meine Waden- und Oberschenkelmuskulatur immer wieder zu zucken begonnen hat und ich immer ganz nah vor einem Krampf stand.
Doch im Vergleich zu einem Ironman, wo man ja 180 km auf dem Rad fahren muss, vergingen die 30 km doch rasend schnell und so konnte ich schließlich als 2. Frau zum abschließenden 3 km Lauf wechseln.
Dieser lief wieder deutlich besser, vielleicht auch weil ich vom Laufen her komme und das Laufen vor meinen Verletzungen auch immer meine große Stärke war.
Letztendlich konnte ich den schnellsten Laufsplit beim zweiten Lauf erreichen und als Zweite wirklich zufrieden ins Ziel einlaufen.

Eure Heidi

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Rennen, Rennen und Rennen

5. May 2011 von Heidi Jesberger

Bad Mergentheimer Stadtlauf.

Bereits zum 6. Mal fand in diesem Jahr der Bad Mergentheimer Stadtlauf statt.
Erstmal konnte ich auch mitmachen.
Die Jahre zuvor war ich immer an diesem Tag im Trainingslager, da eines unsere Triathlon Camps meist in der Osterzeit stattfand und 2 x war ich leider verletzt.
Nun hat es endlich geklappt, mein Trainingslager ging erst einen Tag nach dem Lauf los und ich konnte endlich einmal mit dabei sein, was mich sehr freute, da mein Hauptsponsor, das Stadtwerk Tauberfranken, auch Titelsponsor dieses Laufes war.

Die Stimmung auf dem Mergentheimer Marktplatz war super, genauso wie das Wetter.
Es war toll, so viele bekannte Gesichter zu sehen, das hat mich natürlich nochmals zusätzlich motiviert. Ich bekam vom Veranstalter Achim Kaufmann die Startnummer 1.
Oh, was für eine Ehre! Aber auch ein ganz schöner Druck. Jeder erwartete von mir den Sieg, was als Triathletin in Vorbereitung auf einen Ironman gar nicht so einfach ist, da mein Training ja nicht auf eine schnelle 10 km Zeit ausgereichtet ist sondern auf einen Marathon nach 180 km Rad fahren. Ich war selbst gespannt, wie es so laufen würde.

Vom Start weg fühlte ich mich gut! Die MTB Begleitung mit dem Schild „erste Frau“ hat mich natürlich zusätzlich motiviert und so konnte ich es auch richtig genießen einmal in der Heimat zu laufen.
Die Strecke führte durch die Altstadt, in den Kurpark und der Zieleinlauf war dann in der Fußgängerzone. Mit meiner Zeit von 37:42 min konnte ich schließlich sogar noch einen neuen Streckenrekord aufstellen und so mit einem guten Gefühl am nächsten Tag ins Trainingslager nach Mallorca fliegen.

Tristar und Trainingslager

Auch dieses Jahr veranstaltete mein Freund Jürgen wieder gemeinsam mit Arne Dyck von www.Triathlon-Szene.de
und Ute Mückel ein gemeinsames Triathlon Trainingscamp auf Mallorca.
Wie schon die letzten beiden Jahre auch, war ich als Guide und Trainerin mit dabei.
Die Stimmung war wieder grandios.
Als Arne beim Begrüßungsabend den Teilnehmern erklärte, sie könnten mit allen Sorgen und Wünschen jederzeit zu uns kommen und uns für die Dauer des Camps quasi als ihr Eigentum betrachten, da war das Eis spätestens geschmolzen…

Mallorca ist zum Radfahren einfach wunder wunder schön.
Wir waren in diesen 2 Wochen fast überall auf der Insel unterwegs.
Vor allem vom Küstenklassiker waren die Teilnehmer und auch ich sehr angetan.
Ein Teil der Männer fuhr gegen Ende dann sogar noch Sa Calobra mit mir, so dass wir auf unserer 160 km langen Tour 3300 Höhnmeter sammeln konnten! Ein toller Tag, den wir so schnell nicht wieder vergessen werden, auch wenn zwischendurch die Beinmuskulatur ganz schön gezuckt hat ;-)

Dieses Camp war auch für meine Vorbereitung zum Ironman in Lanzarote sehr wichtig.
Umso schöner war es für mich, dass ich immer super nette Trainingspartner hatte, in fast jeder Trainingseinheit.

Im Camp haben wir uns dazu entschieden, dass ich beim Tristar Mallorca teilnehmen werde, der dann sozusagen den krönenden Abschluss der ersten Trainingslagerwoche bildet.
Also trainierte ich bis Samstag schon 30 Stunden, lief am Mittwoch sogar noch einen 30 km Lauf mit Arne und Daniel, fuhr am Freitag noch bergige 5 Stunden Rad über den Orient und war danach äußerst gespannt, was die Beine am Sonntag beim Wettkampf sagen würden.

Der Tristar fand erstmal auf der Baleareninsel in Porto Colom statt.
Durch seine Distanz von 1km Schwimmen, 100 km Rad fahren und 10 km Laufen war das Rennen nicht so belastend, da vor allem der abschließende Lauf normalerweise so zerstörerisch auf die Muskulatur wirkt.

Gesagt, getan.
Gemeinsam mit Daniel, einem unserer Campteilnehmer, der auch das gesamte Trainingspensum absolviert hat und Elmar Heger von Blueseventy, fuhr ich Samstagnachmittag zum Check in der Räder.
Der Wettkampfort Porto Colom liegt traumhaft in einer Bucht an der Ostküste Mallorcas.
Ein wirklich schöner Ort für einen Wettkampf.
Ich freute mich sehr, dass ich diese Chance bekommen habe. Wie oft muss man weite Reisen auf sich nehmen, um zu tolle Wettkampflocations zu kommen. Hier waren wir ja quasi vor Ort.

Das Schwimmen fand im Hafenbecken zwischen teuren Jachten statt. Ich habe keine Ahnung, wie kalt das Wasser war, aber mehr wie 19 Grad hatte es bestimmt nicht. Trotz Neo fand ich es richtig frisch.
Aus diesem Grund wollte ich mich auch gut einschwimmen, um dann nicht beim los schwimmen Atemprobleme zu bekommen.
Also sprang ich, wie auch der amtierende Hawaiisieger Chris McCormack und viele weitere Profis vom ca. 3 m hohen Hafenbecken ins Meer.
Kurz vor dem Start rief uns der Veranstalter aber alle wieder aus dem Wasser heraus.
Nun hatten wir ein kleines Problem, denn Treppen oder ähnliches waren hier nicht!?!
Da gab es wirklich die wildesten Kunststücke, um wieder an Land zu kommen.
Einige versuchten sich über Seile am Hafenbecken nach oben zu ziehen, doch das kostete ganz schön viel Kraft und viele Scheiterten bei diesem Versuch.
Ich kletterte auf eine Jacht und sprang dann von der Jacht auf einen Steg. Geschafft! Nun konnte es ja losgehen.

Wenige Sekunden später durften wir wieder ins Wasser springen und zur Startlinie vorschwimmen. Wieso wir nochmals alle herausklettern mussten hat bis heute niemand verstanden, aber egal.

Nach ca. 13 min kamen die ersten Männer aus dem Wasser. Nur eine Minute später konnte ich gemeinsam mit der Engländerin Tamsin Lewis das Wasser verlassen.
Die 100 km lange Radstrecke hatte es ganz schön in sich: 1500 Höhenmeter galt es zu bewältigen.
Zweimal mussten wir den ca. 5km langen Anstieg nach San Salvador und zurück bewältigen.
Viele scharfe Serpentinen machten die Abfahrt technisch äußerst anspruchsvoll.
Ich ging keinerlei Risiko ein und fuhr vorsichtig hinab.
Dass es wirklich gefährlich war zeigte das Männerrennen, bei dem sogar Nomen Stadler in Führung liegend gestürzt ist.
Trotz des harten Trainings in dieser Woche fühlte ich mich gut und konnte als 4. Frau, nur 1 min hinter Rang 3 vom Rad steigen.
Ich lief so schnell los wie ich nur konnte und überholte die vor mir laufende Belgierin bei km 2. Die Laufstrecke war wellig und so versuchte ich beim Bergablaufen einen langen Schritt zu ziehen, um möglichst schnell etwas Zeit gutzumachen und die Belgierin auf Distanz zu halten.
Doch plötzlich bekam ich einen Krampf in die hintere Oberschenkelmuskulatur. Ich musste sofort stehenbleiben, um den Krampf herauszudehnen. Sofort kam mir der Gedanke, dass mich nun die Belgierin wieder überholen würde. Doch das wollte ich auf keinen Fall riskieren. Also lief ich ganz vorsichtig mit kleinen Schritten weiter. Gott sei dank beruhigten sich meine Beine wieder etwas.
Laut Veranstalter mussten wir eine Wendepunktstrecke von 2,5 km, also quasi 2 Runden a 5 km zurücklegen.
Ca. 600 m vor dem Ziel standen 2 Mädchen, die Gummibänder für die Arme verteilten, damit es klar ersichtlich ist, wer schon wie viele Runden gelaufen ist.
Ich bekam zwar ein Bändchen, doch niemand sagte mir, dass dies auch der Wendepunkt sei. Da war kein Pfeil, kein Schild, nichts.
Also lief ich weiter gerade aus, woher hätte ich es denn auch wissen sollen?
Ich dachte der Wendepunkt wäre kurz vor dem Ziel.
Markus, ein Campteilnehmer, der zum Anfeuern mitgekommen war, sprintete die ca. 100m die ich inzwischen weitergelaufen war zu mir und schrie mir zu, dass der Wendepunkt da vorne gewesen sei.
Sofort drehte ich um und lief die gefühlten 500m zurück zur Wettkampfstrecke.
Nun war leider die Belgierin wieder gleichauf mit mir.
Ich mobilisierte nochmals all meine Kräfte, konnte sie ein weiteres Mal distanzieren und lief schließlich glücklich und zufrieden ins Ziel ein.
Was für ein Rennen!
Nach all den vielen Rennen, die ich die letzten Jahre gemacht habe kommt immer noch eine neue Erfahrung dazu.

Eure Heidi

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I´m lovin it…

5. May 2011 von ungerman

I´m lovin it…

…und zwar meine ich nicht das kulinarische Sortiment einer Fast-Food-Kette, die mit diesem Slogan globale Assoziation errungen hat, sondern schlicht meine Gefühlswelt aufgrund der momentanen Jahreszeit!

Eine extra Portion an Ausschüttung der oft zitierten Glückshormone findet bei mir nahezu täglich in den Trainingseinheiten statt. Die Bewegung in der frühlingshaften Natur, die unübersehbaren Vorboten des Sommers und die aufkommende Form, lassen mir keine andere Wahl – I´m lovin it!

Die kurzen Laufsachen können an der Dreisam in Freiburg

bekanntlich immer ein paar Tage eher ausgepackt werden, als dies dann auch in Oberschwaben der Fall ist. Doch die letzten vier Wochen wurden generell sehr wohlwollend vom Wetterverantwortlichen für uns Outdoor-Sportler gestaltet…So bin ich schon zum ersten Mal in der Heimat „open air“ geschwommen

, noch bevor der erste Tag im Mai zu Neige ging.

In dem von uns mitorganisierten Trainingslager in Cervia/Italien hatte der Freibadsommer für mich schon etwas früher Einzug gehalten. Bei teilweise 30°C kann man durchaus von einem prima „Primavera“ sprechen.
Zuvor hatte ich bei schönen Temperaturen einen guten ersten Formtest in der Schweiz(Foto Schweiz) absolviert. Was dieser letztlich Wert ist, wird sich nun im heißen Monterrey/Mexiko zeigen.
Der erste Weltcup der Saison steht unmittelbar bevor. Die Wettkampfsachen wurden gepackt und die innere Anspannung steigt! Es ist für mich immer eine etwas seltsam, beklemmende Zeit von der letzten ordentlichen Trainingseinheit der Vorbereitung bis zum ersehnten ersten Startschuss des ersten großen Rennens in einer neuen Saison.

Doch auch diese Phasen der Nervosität und der Zweifel gehören nun mal zum Leben eines Sportlers. Und letzten Endes macht es dies ja auch aus!
Unterm Strich ist es der Slogan unseres Ausdauersport-Fachgeschäfts im Herzen Bad Saulgaus, der es am besten trifft:

we do it, cause we love it …

Sonnige Grüße aus Mexiko

Ungerman

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