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Saisonabschluss in Glasgow

29. September 2011 von Jan Wolfgarten

ich sitze gerade im Flieger zurück nach Deutschland und in meine Sommerpause. Die letzten 3 Tage war ich bei der letzten Station der Great Swim Serie in Glasgow am Start. Das Rennen fand im Strathclyde Country Park außerhalb von Glasgow auf einer Ruderstrecke statt und war mit nur 12,8 Grad Wassertemperatur das kälteste Great Swim Rennen aller Zeiten. Zum Glück wird mit Neoprenanzügen geschwommen….
Trotz allem waren die ersten Minuten in dem kalten Wasser ziemlich unangenehm und haben mir auch nach dem Einschwimmen am Freitag etwas Sorgen bereitet. Am Renntag selber habe ich versucht mich lange vor dem Start an das Wasser zu gewöhnen und im Rennen ist es dann auch kein Problem gewesen. Unterm Strich kann ich Schwimmen bei 12,8 Grad allerdings nicht weiterempfehlen.

Das Wetter draußen war für Glasgowverhältnisse Rekordverdächtig habe ich mir sagen lassen. Es war anscheinend der erste sonnige Tag seit 3 Wochen und mit 18 Grad in der Sonne sehr angenehm. Das Rennen war für mich eigentlich ok. Ich bin beim Start ganz gut weggekommen und war dann während der gesamten Meile in den vorderen Positionen. Diesmal war es allerdings zum ersten Mal ein ziemlich körperbetontes Rennen mit vielen Rangeleien. Zum Schluss hat mir dann leider etwas die Kraft gefehlt und ich bin als 4er in Ziel gekommen. Unterm Strich kann ich mit dem Ergebnis leben, weil es in dem kalten Wasser wirklich nicht so ganz leicht war.
Am Abend des Wettkampftages sind wir dann wie immer nach den Great Swims zusammen in die Stadt zum Abendessen und zum Feiern gefahren. Wie schon vor 2 Jahren waren wir in dem diesmal neu renovierten Chorinthian Club im Zentrum von Glasgow. Ein wirklich sehr schöner Club mit Restaurant, Casino und mehreren Bars. Wer mal in Glasgow abends etwas um die Häuser ziehen möchte, sollte dort auf jeden Fall mal vorbei schauen. Das Abendessen war sehr gut und die Party danach auch nicht schlechter!!! Das ganze kann ich im Gegensatz zu dem Schwimmen bei 12,8 Grad sehr weiterempfehlen ;)

Ab heute bin ich dann 3 Wochen in der verspäteten Sommerpause. Ich freue mich auf Ausschlafen und Relaxen bevor es dann auf die Zielgerade in meinem Schwimmerleben geht. In den kommenden Monaten wird dann alle Energie ins Training und in die Qualifikation für London gesteckt werden.

Bis dahin werden aber natürlich noch einige Blogs folgen.
Bleibt fleissig!

Euer Jan

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Schöne Grüße von Big Island/ Hawaii

27. September 2011 von Timo Bracht


Die erste Woche lief spitze, alles “on the Run” und dementsprechend positiv und entspannt ist die Atmosphäre vor Ort. Ich habe noch nie soviel auf der Insel trainiert wie dieses Jahr. Laufen ist wie immer klassisch auf dem Alii Drive, der berühmten Königsstraße am Kona Pier startend entlang der Küste. Auf dem Rad gibt es aber tolle Möglichkeiten, und auch unzählige Höhenmeter mit verschiedenen Klima- bzw. Vegetationszonen zu entdecken.

Eine Fahrt über die weniger bekannte Belt Road, hoch über den Lavafeldern der trockenen und heißen Kohala Coast ist ein absolutes Highlight. Dann kurz vor dem Sonnenuntergang an der Küste zurückrollen (und das Glück zu haben, dabei fotografiert zu werden) lässt das Triathletenherz höher schlagen ( o.k. immer noch im GA1 Bereich).

Schöne Grüße aus Kona und bis bald,
euer Timo

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Back on Track! Inferno und Ironman Wisconsin

22. September 2011 von Wolpi

Nachdem meine Saison etwas holpriger begonnen hatte kann ich jetzt doch sehr zufrieden auf ein paar tolle Rennen und Ergebnisse zurückschauen. Nicht jedes Rennen lief für mich so richtig rund, so wie z.B. Immenstadt, wo ich bei den widrigsten Wetterbedingungen fast erfroren bin und gerade noch 7. wurde, nachdem ich die ganze Zeit schon übers Aufgeben nachgedacht hatte… die letzten Wochen waren dazu noch recht stressig. Wohnungswechsel, sehr viel Arbeit und viel Bock aber eben wenig Zeit zum Trainieren. So läuft es eben, wenn man nicht den Luxus hat voll vom Triathlon leben zu können. Zumindest nicht so,wie ich es mir vorstelle… ;-)  

Aber Schwamm drüber reden wir hier mal vom Inferno: 

Schwimmen: Leider vom Veranstalter abgesagt. Zu wellig und es war nicht möglich die Bojen zu setzen. Die Entscheidung war sicherlich richtig und kann ich nachvollziehen. Zuerst kommt die Sicherheit – wenn etwas passiert ist das Gejammer im Nachhinein riesig.

Also ging es dieses Mal ohne die 3,1 km Schwimmen auf die Radstrecke. Massenstart mit 350 Teilnehmern am Ufer des Thunersees. An der ersten Steigung selektierte sich aber das Feld schon deutlich und es waren wieder fast die gleichen Gesichter, die auf dem Rad vorne weg fuhren, unter anderem auch ich. Ich machte von Beginn an Druck und wollte den Sieg irgendwie schon auf den ersten Kilometern herausfahren. Ging natürlich nicht auf…

Bis zum Beginn der Großen Scheidegg hatte ich meine Verfolger mal näher, vielleicht auch etwas innerhalb des Windschattens und dann auch mal wieder etwas weiter hinter mir, aber absetzen konnte ich mich nicht. Sehr unrhythmisch und mit vielen Attacken ging es nun in den Anstieg auf die erste Passhöhe des Tages. Benoît Augueux aus Frankreich machte den Anstieg zu einem wahren Höllenritt. Ich ging mit seinem Tempo mit, musste ihn aber vernünftiger Weise gegen Ende des Anstieges ziehen lassen. Ich hatte bis dahin schon zu viele Körner verbraten, was sich noch rächen sollte. Die Rennradzeit war ca.10 Minuten schneller als die Jahre zuvor…

Zwar wechselte ich als 2.hinter dem Franzosen auf das Mountainbike aber Marc Pschebizin schloss schon sehr bald auf mich auf und ließ mich dann auch sauber stehen. Kurz vor der 2. Passhöhe an der Kleinen Scheidegg war ich dann noch grauer und Samuel Hürzeler fuhr auch noch an mir vorbei. Shit, 4. und völlig platt! Ich zog mir ein großes Liquid Energy von Sponser rein und machte mich an die Abfahrt. Da hatte ich meine Hausaufgaben etwas gemacht und konnte den Downhill  für meine Verhältnisse sehr gut runterziehen.

Also wechselte ich zum Laufen. 25km Berglauf mit 2175HM. Zwar hatte ich Rückstand, aber auch den anderen musste dieser Höllenritt weh getan haben!

Bei Kilometer 14 lief ich dann an dem Franzosen Benoît Augueux vorbei. Für ihn war das Rennen gelaufen. Marc sah ich kurz nach Mürren und ich konnte immer weiter zu ihm aufschließen. Kurz nach dem härtesten Teil, dem Kanonenrohr, konnte ich ihn dann überholen. Wieder 2. ! Dabei blieb es dann auch. Samuel hatte die cleverste Renntaktik des Tages, hielt sich auf dem Rennrad sowie dem MTB zurück und lief das Ding heim. Gratulation zu seiner tollen Leistung. Ich war eben mal wieder Zweiter. Zum 4. mal… Es war wieder fantastisch, der Inferno ist schon etwas ganz besonderes! In 2012 wieder die 5500HM – dann hoffentlich mit schwimmen!!! Und ich werde es wieder versuchen zu gewinnen, verlasst Euch drauf! Wenn es dann mein fünfter 2.Platz wird dann ist es eben so. Ich mag den Inferno trotzdem.

 

3 Wochen nach dem Inferno ging es für mich jetzt noch zum Ironman nach Wisconsin. Gleich wieder ne Langdistanz nach dem Ding? Ja, ich fühlte mich bereit. Bin zwar zwischendurch mit meiner Frau noch in eine andere Wohnung gezogen (3.Stock), aber auch das war ja etwas Training ;-) .

 

Machen wir es kurz, das Rennen lief für mich sehr gut, ich bin als Gesamt 6. und auf Platz 5 bei den Pros ins Ziel gekommen. Für mich als Vollzeitingenieur eine durchaus ordentliche Leistung, auf die ich schon ganz schön stolz bin. 9 Stunden und 13 Minuten sind auf dem Kurs in Wisconsin auch nicht gerade so langsam. Als 10. kam ich vom Rad und konnte dann noch auf P5 bei den Pros vorlaufen. Dieses mal hatte ich nicht überzockt, sondern bin einfach vernünftig gefahren. So konnte ich noch gut Laufen und einige Plätze gut machen.

 

Sodele, das war’s für jetzt!

Ride on Folks!

Andy

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News aus Israel…Vizeeuropameister

16. September 2011 von Jan Wolfgarten

Zu aller erst möchte ich mich entschuldigen, dass es seit der WM in Shanghai nun erst jetzt ein Lebenszeichen von mir gibt. Der Grund dafür ist einfach: außer Training ist nach der WM nichts los gewesen. Dafür wird es diesen Monat wieder 2 Posts von mir geben. Versprochen!

Ich bin frisch aus Israel zurück in Würzburg und bin froh und glücklich Vizeeuropameister über 5km der Herren geworden zu sein. Zunächst war ich sehr enttäuscht, weil nach 53 Minuten und 39 Sekunden nur 4 Sekunden hinter dem Italiener Simone Ercoli ins Ziel kam aber nach und nach wird mir klar, dass ein 2. Platz in Europa ein schönes Resultat zum Ende der Saison ist und man sich über so etwas auf jeden Fall freuen sollte. Vor allem wenn man auf den Sommer 2011 zurückblickt:

Vor etwa 11 Wochen bin ich mit hängenden Schultern nach Rostock zu den dt. Freiwassermeisterschaften gereist, nachdem ich im Becken weit hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben war. Mein Ziel war schon dort das 5km Verfolgungsrennen in Eilat, Israel. Dazu musste ich mindestens als 2. ins Ziel kommen und wie damals berichtet konnte ich das Rennen gewinnen und mich damit nicht nur für die EM sondern auch für die WM in Shanghai qualifizieren. Auf einmal hatte ich für den Sommer Perspektiven und Motivation für das Training. Wie bekannt bin ich in Shanghai in dem 5km Team Event zusammen mit Isabelle Härle und Thomas Lurz auf den dritten Rang gekommen und nun in Eilat kam noch eine Vizeeuropameisterschaft dazu. Alles in allem ist das für mich doch noch ein sehr erfolgreicher Sommer geworden und ich bin froh, dass mich mein Trainer nach Rostock geschickt hat, um dort an den Start zu gehen.

Ausserdem bin ich froh, dass sich der DSV dazu entschieden hat unsere Mannschaft nach Israel reisen zu lassen. All das Stand nach den Terroranschlägen von vor wenigen Wochen ausserhalb von Eilat auf der Kippe und es war alles andere als selbstverständlich, dass wir als Nationalmannschaft ein solches Risiko eingehen. Nach diversen Rücksprachen mit Spezialisten, Botschaften vor Ort und dem Auswärtigen Amt, wurde alles für sicher erklärt und wir waren unterwegs. Die Sicherheitsmaßnahmen auf Flughäfen in Israel sind extrem und es kann daher etwas nervig werden dort unterwegs zu sein. Trotzdem „better save than sorry“ habe ich in den USA oft gehört und das trifft es in diesem Fall ganz genau. Vor Ort in Eilat hatten wir das Glück an einer vorbildlich organisierten EM teilnehmen zu dürfen. Das Wetter war super und die Bedingungen im Roten Meer waren auch perfekt. Mal von dem Durchfall abgesehen, der mich die ganze Woche verfolgt hat, war es sehr schön und wie gesagt auch sehr erfolgreich für mich. Was will man mehr…

Mit der EM in Israel geht damit auch die Saison 2011 so langsam dem Ende zu. Ich habe übernächstes Wochenende noch einmal einen Great Swim in Glasgow und danach geht es 3 Wochen in die Pause, um gut erholt und mit Vollgas in Richtung Olympiaquali zu starten.

Ich melde mich nach Glasgow!

Bleibt fleissig!

Euer Jan

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Es läuft! Am Wochenende konnte ich einen weiteren Sieg erringen…

15. September 2011 von Heidi Jesberger

Wer für nächstes Jahr ein familiäres und faires Rennen sucht, der ist beim Main Post Triathlon in Bad Kissingen genau richtig.
Eine tolle Organisation in einer tollen Location mit wirklich tollen Strecken. Leider waren bei der Prämieren Veranstaltung noch relativ wenig Teilnehmer und Zuschauer, doch in gewisser Weise war dies auch meine Chance.

Ich konnte nämlich 3. Mann werden :) Aber erstmal der Reihe nach:
Das 1,5 km lange Schwimmen fand im idyllisch gelegenen Terrassenfreibad statt. Bei 23 Grad Wassertemperatur konnten ich bereits als 1. Gesamt dem 50 m Becken entsteigen. Das war schon mal ein gutes Gefühl :) Die 40 km lange Radstrecke hatte es dann ganz schön in sich: fast 600 HM, dafür wurde für uns die Bundesstraße komplett gesperrt. Ein wirklich faires Rennen. Zwar waren meine Beine nicht super gut, doch es reichte, um die Männer halbwegs auf Distanz zu halten Von 2 Männern meiner Startgruppe wurde ich schließlich eingeholt, doch beim abschließenden 10 km Lauf kam ich wieder näher an sie heran. Zwar rief mir eine Zuschauerin zu, dass es ihr Mann sei, der vor mir liefe und ich ihn doch bitte nicht überholen sollte, doch darauf konnte ich wirklich keine Rücksicht nehmen ;-)
Der Laufkurs führte durch den Stadtpark der Kurstadt und war ganz nach meinem Geschmack :) Palmen, Strandkörbe, Wasserspiele, sehr schön!
Letztlich konnte ich als 1. Frau und auch vor dem ersten Mann durchs Ziel laufen. Da es 2 Startgruppen gab, wusste ich erst nicht, wie ich im Gesamtklassement liegen würde, doch bei der Siegerehrung erfuhr ich, dass ich 3. Mann geworden bin! Cool.
Ein Freund schickte mir nach dem Rennen eine Nachricht: „Warum machst Du uns Männer immer so fertig, ich hör mit Tria auf :-) hat ja keinen Sinn!“
Das tut mir leid liebe Männerwelt ;-)

Nun steht erstmal ein dreiwöchiger Trainingsblock auf meinem Plan, bevor ich dann nach Lanzarote fliege, um dort den Ocean and Lava Mitteldistanztriathlon zu bestreiten. Und danach ist immer noch nicht Schluss. Irgendwie läuft es gerade so gut, ich bin gesund und motiviert, daher haben wir uns entschieden noch den Challenge in Kapstadt/Südafrika über die Ironman Distanz zu machen und danach dann zu heiraten.
Ich freue mich sehr auf jedes einzelne Highlight!!!

Vielen Dank für Eure tolle Unterstützung!
Liebe Grüße
Heidi

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Sieg beim 10 km Lauf, 2. Platz im Team beim 10 h MTB Rennen, 2 Tage Eurobike und das alles in den letzten 3 Tagen!?!

9. September 2011 von Heidi Jesberger

Langeweile? Nein, das kenne ich nicht! Action pur stand am letzten Wochenende auf meinem Plan!

4 Wochen sind seit meinem Ironman in Regensburg nun schon wieder vergangen.Ich habe mich mittlerweile relativ gut erholt und habe Lust auf neue Herausforderungen, das ist immer ein gutes Zeichen ;-)

Wie jedes Jahr waren Jürgen und ich auch dieses Jahr wieder auf der Eurobike in Friedrichshafen.
Es ist jedes Jahr aufs Neue spannend durch die Hallen zu schlendern und sich die Neuerungen anzusehen. Ebenso freue ich mich auch immer meine Sponsoren und Partner zu besuchen, die auf der Bikemesse ausstellen.
Dieses Jahr konnte ich mich überlebensgroß auf dem Messestand von Felt entdecken, ebenso auf dem Stand von Xendurance und Ansmann.
Ansmann hatte in diesem Jahr mit ihren Pedelecs genau den richtigen Trend erkannt.
Schon vor 14 Tagen haben wir daher gemeinsam mit einem Profi-Team einen Werbefilm für die Ansmann E-bikes gedreht. Hollywood in Assamstadt, oder so ähnlich ;-)
Fast 13 Stunden lang haben wir in Assamstadt jede Szene aufgenommen! Mal von vorne, mal von der Seite, mit Ton und ohne Ton und noch 3 Mal zur Sicherheit ;-) Wahnsinn!
Es hat aber riesigen Spaß gemacht, auch wenn das Drehbuch so gar nicht nach meinem Geschmack war ;-)
Ich sollte mir vorstellen, dass ich schon 5 Stunden sehr hart trainiert hätte und gerade fix und fertig auf dem Weg nach Hause war. In Aeroposition fuhr ich also nach Assamstadt hinein. Dort winkte mir ein Freund, der gerade seinen Rasen mähte zu und rief:„Hallo Heidi“. Da ich aber so ko bin, durfte ich nur kurz zurückwinken, am besten gar nicht lachen (war eine echte Herausforderung für mich;-)) Dann fuhr ich weiter und wurde von einem Jungen mit „hallo Heidi“ begrüßt, der gerade sein ferngesteuertes Auto fahren lies. Auch ihm sollte ich nur kurz zurückwinken. Die letzten Meter nach Hause ging es für mich nochmals einen Berg hinauf, dort rief wieder jemand „Hallo Heidi“, doch ich sah erst niemanden, da ich niemals damit gerechnet hätte, dass mich jemand Bergauf überholt ;-)

Doch seht selbst: Hier ist der Link zum Werbespot: http://www.ansmann.de/cms/de/mdtroot.html

Von der Eurobike ging es für uns direkt weiter nach Doren/Österreich, wo ich noch am selben Abend einen 10 km Lauf und am Tag darauf ein 10 Stündiges MTB Rennen im Team bestreiten wollte.

Der Lauf ging prima, obwohl wir den ganzen Tag auf der Messe unterwegs waren und ich viel gestanden bin. Ich war ganz überrascht, dass ich trotzdem recht gute Beine hatte.
Ich hoffte nur, dass meine Muskulatur nicht zu müde fürs MTB Rennen am nächsten Tag waren.

10 h MTB Rennen.
Niemals hätte ich gedacht, dass ich so was einmal mache. 10 Stunden sind ja nicht das Problem, denn Ausdauer haben wir Triathleten ja, doch mein MTB fahren bestand bis vor wenigen Jahren nur aus Schotterwegen im Wald zu fahren. Echte Mountainbiker lächeln da nur müde darüber.In Roth bei der TSG habe ich mittlerweile kennengelernt, was MTB fahren wirklich heißt: Downhill, Trails, Mut…
Ich habe alle Regeln kennengelernt, wie z.B. Tempo stabilisiert, Lenker locker halten, Hintern hinter den Sattel bei den steilen Abfahrten,… die Theorie ist mir ja klar, doch ich bin im Training oft eher vorsichtiger ;-)
Daher waren doch einige erstaunt, als ich von meinem Vorhaben, dem 10 h MTB Rennen, erzählt habe. Es war nicht wirklich schwer 2 weitere Fahrerinnen für mein Vorhaben zu gewinnen. Christine Waitz, eine gute Freundin von mir, war vor kurzem erst Vizeweltmeisterin im 24 h MTB Fahren geworden. Sie war schnell begeistert und ich happy :-)
Ebenso konnten wir Janina Swetlik für unser Team gewinnen! Eine starke Mannschaft – mal sehen, was wir gegen die Spezialisten ausrichten können ;-)

Für uns war das Rennen ein großes Abenteuer. Wir genossen die Atmosphäre und wollten einfach unser Bestes geben. Im Vergleich zu den anderen Teams sah bei uns vieles einfach improvisiert aus. Hatten die anderen tolle Zelte aufgebaut für die Pausen mit Liegestühlen und einem Wohnmobil für die Verpflegung, so holten wir uns aus dem Festzelt einige Bierbänke und einen Tisch ;-) Na ja, ein kleines Zelt hatten wir auch und Michi Waitz war unser Mann für alles. Es gab uns Zeiten durch, löste unsere technischen Probleme und betreute uns wirklich toll! Es war echt witzig, doch trotz allen Spaßes haben wir gekämpft! Unerwartet lagen wir dann auf Rang 2! Wow, das lief gar nicht so schlecht!?! Das Profi Teams der Mountain Heros lag unangefochten auf Rang 1. Zwei der Fahrerinnen hatten in diesem Jahr die Transalp im Team gewonnen. Sie waren mit Mechaniker und großer Crew angereist. Dieses Team war eine Klasse für sich, doch alle anderen waren schlagbar.

Nach ca. 6 Stunden hatten wir aber einen Platten. Janina musste fast 2km mit ihrem MTB laufen. Nun machte es sich bezahlt, dass wir Triathleten auch gut laufen ;-) Sie fightete und gab alles, dennoch verloren wir wichtige Zeit und lagen nun 3 min hinter Rang 2. Unsere Motivation war entfacht. Diesen Platz wollten wir uns wieder zurückholen!
Runde um Runde machten wir durch konstante Leistungen wieder Boden gut und konnten letztendlich als 2. Mannschaft finishen!
Ein toller Erfolg, der im Team auch nochmals soviel Spaß gemacht hat!

Auch Jürgen fuhr das 10 Stunden Rennen mit. Sein erster Wettkampf seit 6 Jahren! Er genoss das Wettkampffeeling, dennoch musste er ziemlich leiden, da sein Rad nicht optimal für dieses Rennen war. Ich glaube er war der einzige ohne Scheibenbremsen ;-)

Nun wird mein Training wieder etwas spezifischer, d.h. weniger MTB und wieder mehr Zeitfahrtraining, damit ich am Wochenende in Bad Kissingen beim Main Post Triathlon (www.first-wave.info) auch in meiner Lieblingssportart hoffentlich erfolgreich abschneiden kann.

Liebe Grüße und bis bald

Heidi

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