Back on Track! Inferno und Ironman Wisconsin
22. September 2011 von WolpiNachdem meine Saison etwas holpriger begonnen hatte kann ich jetzt doch sehr zufrieden auf ein paar tolle Rennen und Ergebnisse zurückschauen. Nicht jedes Rennen lief für mich so richtig rund, so wie z.B. Immenstadt, wo ich bei den widrigsten Wetterbedingungen fast erfroren bin und gerade noch 7. wurde, nachdem ich die ganze Zeit schon übers Aufgeben nachgedacht hatte… die letzten Wochen waren dazu noch recht stressig. Wohnungswechsel, sehr viel Arbeit und viel Bock aber eben wenig Zeit zum Trainieren. So läuft es eben, wenn man nicht den Luxus hat voll vom Triathlon leben zu können. Zumindest nicht so,wie ich es mir vorstelle…
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Aber Schwamm drüber reden wir hier mal vom Inferno:Â
Schwimmen: Leider vom Veranstalter abgesagt. Zu wellig und es war nicht möglich die Bojen zu setzen. Die Entscheidung war sicherlich richtig und kann ich nachvollziehen. Zuerst kommt die Sicherheit – wenn etwas passiert ist das Gejammer im Nachhinein riesig.
Also ging es dieses Mal ohne die 3,1 km Schwimmen auf die Radstrecke. Massenstart mit 350 Teilnehmern am Ufer des Thunersees. An der ersten Steigung selektierte sich aber das Feld schon deutlich und es waren wieder fast die gleichen Gesichter, die auf dem Rad vorne weg fuhren, unter anderem auch ich. Ich machte von Beginn an Druck und wollte den Sieg irgendwie schon auf den ersten Kilometern herausfahren. Ging natürlich nicht auf…
Bis zum Beginn der Großen Scheidegg hatte ich meine Verfolger mal näher, vielleicht auch etwas innerhalb des Windschattens und dann auch mal wieder etwas weiter hinter mir, aber absetzen konnte ich mich nicht. Sehr unrhythmisch und mit vielen Attacken ging es nun in den Anstieg auf die erste Passhöhe des Tages. Benoît Augueux aus Frankreich machte den Anstieg zu einem wahren Höllenritt. Ich ging mit seinem Tempo mit, musste ihn aber vernünftiger Weise gegen Ende des Anstieges ziehen lassen. Ich hatte bis dahin schon zu viele Körner verbraten, was sich noch rächen sollte. Die Rennradzeit war ca.10 Minuten schneller als die Jahre zuvor…
Zwar wechselte ich als 2.hinter dem Franzosen auf das Mountainbike aber Marc Pschebizin schloss schon sehr bald auf mich auf und ließ mich dann auch sauber stehen. Kurz vor der 2. Passhöhe an der Kleinen Scheidegg war ich dann noch grauer und Samuel Hürzeler fuhr auch noch an mir vorbei. Shit, 4. und völlig platt! Ich zog mir ein großes Liquid Energy von Sponser rein und machte mich an die Abfahrt. Da hatte ich meine Hausaufgaben etwas gemacht und konnte den Downhill für meine Verhältnisse sehr gut runterziehen.
Also wechselte ich zum Laufen. 25km Berglauf mit 2175HM. Zwar hatte ich Rückstand, aber auch den anderen musste dieser Höllenritt weh getan haben!
Bei Kilometer 14 lief ich dann an dem Franzosen Benoît Augueux vorbei. Für ihn war das Rennen gelaufen. Marc sah ich kurz nach Mürren und ich konnte immer weiter zu ihm aufschließen. Kurz nach dem härtesten Teil, dem Kanonenrohr, konnte ich ihn dann überholen. Wieder 2. ! Dabei blieb es dann auch. Samuel hatte die cleverste Renntaktik des Tages, hielt sich auf dem Rennrad sowie dem MTB zurück und lief das Ding heim. Gratulation zu seiner tollen Leistung. Ich war eben mal wieder Zweiter. Zum 4. mal… Es war wieder fantastisch, der Inferno ist schon etwas ganz besonderes! In 2012 wieder die 5500HM – dann hoffentlich mit schwimmen!!! Und ich werde es wieder versuchen zu gewinnen, verlasst Euch drauf! Wenn es dann mein fünfter 2.Platz wird dann ist es eben so. Ich mag den Inferno trotzdem.
3 Wochen nach dem Inferno ging es für mich jetzt noch zum Ironman nach Wisconsin. Gleich wieder ne Langdistanz nach dem Ding? Ja, ich fühlte mich bereit. Bin zwar zwischendurch mit meiner Frau noch in eine andere Wohnung gezogen (3.Stock), aber auch das war ja etwas Training
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Machen wir es kurz, das Rennen lief für mich sehr gut, ich bin als Gesamt 6. und auf Platz 5 bei den Pros ins Ziel gekommen. Für mich als Vollzeitingenieur eine durchaus ordentliche Leistung, auf die ich schon ganz schön stolz bin. 9 Stunden und 13 Minuten sind auf dem Kurs in Wisconsin auch nicht gerade so langsam. Als 10. kam ich vom Rad und konnte dann noch auf P5 bei den Pros vorlaufen. Dieses mal hatte ich nicht überzockt, sondern bin einfach vernünftig gefahren. So konnte ich noch gut Laufen und einige Plätze gut machen.
Sodele, das war’s für jetzt!
Ride on Folks!
Andy
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