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Back on Track! Inferno und Ironman Wisconsin

22. September 2011 von Wolpi

Nachdem meine Saison etwas holpriger begonnen hatte kann ich jetzt doch sehr zufrieden auf ein paar tolle Rennen und Ergebnisse zurückschauen. Nicht jedes Rennen lief für mich so richtig rund, so wie z.B. Immenstadt, wo ich bei den widrigsten Wetterbedingungen fast erfroren bin und gerade noch 7. wurde, nachdem ich die ganze Zeit schon übers Aufgeben nachgedacht hatte… die letzten Wochen waren dazu noch recht stressig. Wohnungswechsel, sehr viel Arbeit und viel Bock aber eben wenig Zeit zum Trainieren. So läuft es eben, wenn man nicht den Luxus hat voll vom Triathlon leben zu können. Zumindest nicht so,wie ich es mir vorstelle… ;-)  

Aber Schwamm drüber reden wir hier mal vom Inferno: 

Schwimmen: Leider vom Veranstalter abgesagt. Zu wellig und es war nicht möglich die Bojen zu setzen. Die Entscheidung war sicherlich richtig und kann ich nachvollziehen. Zuerst kommt die Sicherheit – wenn etwas passiert ist das Gejammer im Nachhinein riesig.

Also ging es dieses Mal ohne die 3,1 km Schwimmen auf die Radstrecke. Massenstart mit 350 Teilnehmern am Ufer des Thunersees. An der ersten Steigung selektierte sich aber das Feld schon deutlich und es waren wieder fast die gleichen Gesichter, die auf dem Rad vorne weg fuhren, unter anderem auch ich. Ich machte von Beginn an Druck und wollte den Sieg irgendwie schon auf den ersten Kilometern herausfahren. Ging natürlich nicht auf…

Bis zum Beginn der Großen Scheidegg hatte ich meine Verfolger mal näher, vielleicht auch etwas innerhalb des Windschattens und dann auch mal wieder etwas weiter hinter mir, aber absetzen konnte ich mich nicht. Sehr unrhythmisch und mit vielen Attacken ging es nun in den Anstieg auf die erste Passhöhe des Tages. Benoît Augueux aus Frankreich machte den Anstieg zu einem wahren Höllenritt. Ich ging mit seinem Tempo mit, musste ihn aber vernünftiger Weise gegen Ende des Anstieges ziehen lassen. Ich hatte bis dahin schon zu viele Körner verbraten, was sich noch rächen sollte. Die Rennradzeit war ca.10 Minuten schneller als die Jahre zuvor…

Zwar wechselte ich als 2.hinter dem Franzosen auf das Mountainbike aber Marc Pschebizin schloss schon sehr bald auf mich auf und ließ mich dann auch sauber stehen. Kurz vor der 2. Passhöhe an der Kleinen Scheidegg war ich dann noch grauer und Samuel Hürzeler fuhr auch noch an mir vorbei. Shit, 4. und völlig platt! Ich zog mir ein großes Liquid Energy von Sponser rein und machte mich an die Abfahrt. Da hatte ich meine Hausaufgaben etwas gemacht und konnte den Downhill  für meine Verhältnisse sehr gut runterziehen.

Also wechselte ich zum Laufen. 25km Berglauf mit 2175HM. Zwar hatte ich Rückstand, aber auch den anderen musste dieser Höllenritt weh getan haben!

Bei Kilometer 14 lief ich dann an dem Franzosen Benoît Augueux vorbei. Für ihn war das Rennen gelaufen. Marc sah ich kurz nach Mürren und ich konnte immer weiter zu ihm aufschließen. Kurz nach dem härtesten Teil, dem Kanonenrohr, konnte ich ihn dann überholen. Wieder 2. ! Dabei blieb es dann auch. Samuel hatte die cleverste Renntaktik des Tages, hielt sich auf dem Rennrad sowie dem MTB zurück und lief das Ding heim. Gratulation zu seiner tollen Leistung. Ich war eben mal wieder Zweiter. Zum 4. mal… Es war wieder fantastisch, der Inferno ist schon etwas ganz besonderes! In 2012 wieder die 5500HM – dann hoffentlich mit schwimmen!!! Und ich werde es wieder versuchen zu gewinnen, verlasst Euch drauf! Wenn es dann mein fünfter 2.Platz wird dann ist es eben so. Ich mag den Inferno trotzdem.

 

3 Wochen nach dem Inferno ging es für mich jetzt noch zum Ironman nach Wisconsin. Gleich wieder ne Langdistanz nach dem Ding? Ja, ich fühlte mich bereit. Bin zwar zwischendurch mit meiner Frau noch in eine andere Wohnung gezogen (3.Stock), aber auch das war ja etwas Training ;-) .

 

Machen wir es kurz, das Rennen lief für mich sehr gut, ich bin als Gesamt 6. und auf Platz 5 bei den Pros ins Ziel gekommen. Für mich als Vollzeitingenieur eine durchaus ordentliche Leistung, auf die ich schon ganz schön stolz bin. 9 Stunden und 13 Minuten sind auf dem Kurs in Wisconsin auch nicht gerade so langsam. Als 10. kam ich vom Rad und konnte dann noch auf P5 bei den Pros vorlaufen. Dieses mal hatte ich nicht überzockt, sondern bin einfach vernünftig gefahren. So konnte ich noch gut Laufen und einige Plätze gut machen.

 

Sodele, das war’s für jetzt!

Ride on Folks!

Andy

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News aus Israel…Vizeeuropameister

16. September 2011 von Jan Wolfgarten

Zu aller erst möchte ich mich entschuldigen, dass es seit der WM in Shanghai nun erst jetzt ein Lebenszeichen von mir gibt. Der Grund dafür ist einfach: außer Training ist nach der WM nichts los gewesen. Dafür wird es diesen Monat wieder 2 Posts von mir geben. Versprochen!

Ich bin frisch aus Israel zurück in Würzburg und bin froh und glücklich Vizeeuropameister über 5km der Herren geworden zu sein. Zunächst war ich sehr enttäuscht, weil nach 53 Minuten und 39 Sekunden nur 4 Sekunden hinter dem Italiener Simone Ercoli ins Ziel kam aber nach und nach wird mir klar, dass ein 2. Platz in Europa ein schönes Resultat zum Ende der Saison ist und man sich über so etwas auf jeden Fall freuen sollte. Vor allem wenn man auf den Sommer 2011 zurückblickt:

Vor etwa 11 Wochen bin ich mit hängenden Schultern nach Rostock zu den dt. Freiwassermeisterschaften gereist, nachdem ich im Becken weit hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben war. Mein Ziel war schon dort das 5km Verfolgungsrennen in Eilat, Israel. Dazu musste ich mindestens als 2. ins Ziel kommen und wie damals berichtet konnte ich das Rennen gewinnen und mich damit nicht nur für die EM sondern auch für die WM in Shanghai qualifizieren. Auf einmal hatte ich für den Sommer Perspektiven und Motivation für das Training. Wie bekannt bin ich in Shanghai in dem 5km Team Event zusammen mit Isabelle Härle und Thomas Lurz auf den dritten Rang gekommen und nun in Eilat kam noch eine Vizeeuropameisterschaft dazu. Alles in allem ist das für mich doch noch ein sehr erfolgreicher Sommer geworden und ich bin froh, dass mich mein Trainer nach Rostock geschickt hat, um dort an den Start zu gehen.

Ausserdem bin ich froh, dass sich der DSV dazu entschieden hat unsere Mannschaft nach Israel reisen zu lassen. All das Stand nach den Terroranschlägen von vor wenigen Wochen ausserhalb von Eilat auf der Kippe und es war alles andere als selbstverständlich, dass wir als Nationalmannschaft ein solches Risiko eingehen. Nach diversen Rücksprachen mit Spezialisten, Botschaften vor Ort und dem Auswärtigen Amt, wurde alles für sicher erklärt und wir waren unterwegs. Die Sicherheitsmaßnahmen auf Flughäfen in Israel sind extrem und es kann daher etwas nervig werden dort unterwegs zu sein. Trotzdem „better save than sorry“ habe ich in den USA oft gehört und das trifft es in diesem Fall ganz genau. Vor Ort in Eilat hatten wir das Glück an einer vorbildlich organisierten EM teilnehmen zu dürfen. Das Wetter war super und die Bedingungen im Roten Meer waren auch perfekt. Mal von dem Durchfall abgesehen, der mich die ganze Woche verfolgt hat, war es sehr schön und wie gesagt auch sehr erfolgreich für mich. Was will man mehr…

Mit der EM in Israel geht damit auch die Saison 2011 so langsam dem Ende zu. Ich habe übernächstes Wochenende noch einmal einen Great Swim in Glasgow und danach geht es 3 Wochen in die Pause, um gut erholt und mit Vollgas in Richtung Olympiaquali zu starten.

Ich melde mich nach Glasgow!

Bleibt fleissig!

Euer Jan

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Es läuft! Am Wochenende konnte ich einen weiteren Sieg erringen…

15. September 2011 von Heidi Jesberger

Wer für nächstes Jahr ein familiäres und faires Rennen sucht, der ist beim Main Post Triathlon in Bad Kissingen genau richtig.
Eine tolle Organisation in einer tollen Location mit wirklich tollen Strecken. Leider waren bei der Prämieren Veranstaltung noch relativ wenig Teilnehmer und Zuschauer, doch in gewisser Weise war dies auch meine Chance.

Ich konnte nämlich 3. Mann werden :) Aber erstmal der Reihe nach:
Das 1,5 km lange Schwimmen fand im idyllisch gelegenen Terrassenfreibad statt. Bei 23 Grad Wassertemperatur konnten ich bereits als 1. Gesamt dem 50 m Becken entsteigen. Das war schon mal ein gutes Gefühl :) Die 40 km lange Radstrecke hatte es dann ganz schön in sich: fast 600 HM, dafür wurde für uns die Bundesstraße komplett gesperrt. Ein wirklich faires Rennen. Zwar waren meine Beine nicht super gut, doch es reichte, um die Männer halbwegs auf Distanz zu halten Von 2 Männern meiner Startgruppe wurde ich schließlich eingeholt, doch beim abschließenden 10 km Lauf kam ich wieder näher an sie heran. Zwar rief mir eine Zuschauerin zu, dass es ihr Mann sei, der vor mir liefe und ich ihn doch bitte nicht überholen sollte, doch darauf konnte ich wirklich keine Rücksicht nehmen ;-)
Der Laufkurs führte durch den Stadtpark der Kurstadt und war ganz nach meinem Geschmack :) Palmen, Strandkörbe, Wasserspiele, sehr schön!
Letztlich konnte ich als 1. Frau und auch vor dem ersten Mann durchs Ziel laufen. Da es 2 Startgruppen gab, wusste ich erst nicht, wie ich im Gesamtklassement liegen würde, doch bei der Siegerehrung erfuhr ich, dass ich 3. Mann geworden bin! Cool.
Ein Freund schickte mir nach dem Rennen eine Nachricht: „Warum machst Du uns Männer immer so fertig, ich hör mit Tria auf :-) hat ja keinen Sinn!“
Das tut mir leid liebe Männerwelt ;-)

Nun steht erstmal ein dreiwöchiger Trainingsblock auf meinem Plan, bevor ich dann nach Lanzarote fliege, um dort den Ocean and Lava Mitteldistanztriathlon zu bestreiten. Und danach ist immer noch nicht Schluss. Irgendwie läuft es gerade so gut, ich bin gesund und motiviert, daher haben wir uns entschieden noch den Challenge in Kapstadt/Südafrika über die Ironman Distanz zu machen und danach dann zu heiraten.
Ich freue mich sehr auf jedes einzelne Highlight!!!

Vielen Dank für Eure tolle Unterstützung!
Liebe Grüße
Heidi

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Sieg beim 10 km Lauf, 2. Platz im Team beim 10 h MTB Rennen, 2 Tage Eurobike und das alles in den letzten 3 Tagen!?!

9. September 2011 von Heidi Jesberger

Langeweile? Nein, das kenne ich nicht! Action pur stand am letzten Wochenende auf meinem Plan!

4 Wochen sind seit meinem Ironman in Regensburg nun schon wieder vergangen.Ich habe mich mittlerweile relativ gut erholt und habe Lust auf neue Herausforderungen, das ist immer ein gutes Zeichen ;-)

Wie jedes Jahr waren Jürgen und ich auch dieses Jahr wieder auf der Eurobike in Friedrichshafen.
Es ist jedes Jahr aufs Neue spannend durch die Hallen zu schlendern und sich die Neuerungen anzusehen. Ebenso freue ich mich auch immer meine Sponsoren und Partner zu besuchen, die auf der Bikemesse ausstellen.
Dieses Jahr konnte ich mich überlebensgroß auf dem Messestand von Felt entdecken, ebenso auf dem Stand von Xendurance und Ansmann.
Ansmann hatte in diesem Jahr mit ihren Pedelecs genau den richtigen Trend erkannt.
Schon vor 14 Tagen haben wir daher gemeinsam mit einem Profi-Team einen Werbefilm für die Ansmann E-bikes gedreht. Hollywood in Assamstadt, oder so ähnlich ;-)
Fast 13 Stunden lang haben wir in Assamstadt jede Szene aufgenommen! Mal von vorne, mal von der Seite, mit Ton und ohne Ton und noch 3 Mal zur Sicherheit ;-) Wahnsinn!
Es hat aber riesigen Spaß gemacht, auch wenn das Drehbuch so gar nicht nach meinem Geschmack war ;-)
Ich sollte mir vorstellen, dass ich schon 5 Stunden sehr hart trainiert hätte und gerade fix und fertig auf dem Weg nach Hause war. In Aeroposition fuhr ich also nach Assamstadt hinein. Dort winkte mir ein Freund, der gerade seinen Rasen mähte zu und rief:„Hallo Heidi“. Da ich aber so ko bin, durfte ich nur kurz zurückwinken, am besten gar nicht lachen (war eine echte Herausforderung für mich;-)) Dann fuhr ich weiter und wurde von einem Jungen mit „hallo Heidi“ begrüßt, der gerade sein ferngesteuertes Auto fahren lies. Auch ihm sollte ich nur kurz zurückwinken. Die letzten Meter nach Hause ging es für mich nochmals einen Berg hinauf, dort rief wieder jemand „Hallo Heidi“, doch ich sah erst niemanden, da ich niemals damit gerechnet hätte, dass mich jemand Bergauf überholt ;-)

Doch seht selbst: Hier ist der Link zum Werbespot: http://www.ansmann.de/cms/de/mdtroot.html

Von der Eurobike ging es für uns direkt weiter nach Doren/Österreich, wo ich noch am selben Abend einen 10 km Lauf und am Tag darauf ein 10 Stündiges MTB Rennen im Team bestreiten wollte.

Der Lauf ging prima, obwohl wir den ganzen Tag auf der Messe unterwegs waren und ich viel gestanden bin. Ich war ganz überrascht, dass ich trotzdem recht gute Beine hatte.
Ich hoffte nur, dass meine Muskulatur nicht zu müde fürs MTB Rennen am nächsten Tag waren.

10 h MTB Rennen.
Niemals hätte ich gedacht, dass ich so was einmal mache. 10 Stunden sind ja nicht das Problem, denn Ausdauer haben wir Triathleten ja, doch mein MTB fahren bestand bis vor wenigen Jahren nur aus Schotterwegen im Wald zu fahren. Echte Mountainbiker lächeln da nur müde darüber.In Roth bei der TSG habe ich mittlerweile kennengelernt, was MTB fahren wirklich heißt: Downhill, Trails, Mut…
Ich habe alle Regeln kennengelernt, wie z.B. Tempo stabilisiert, Lenker locker halten, Hintern hinter den Sattel bei den steilen Abfahrten,… die Theorie ist mir ja klar, doch ich bin im Training oft eher vorsichtiger ;-)
Daher waren doch einige erstaunt, als ich von meinem Vorhaben, dem 10 h MTB Rennen, erzählt habe. Es war nicht wirklich schwer 2 weitere Fahrerinnen für mein Vorhaben zu gewinnen. Christine Waitz, eine gute Freundin von mir, war vor kurzem erst Vizeweltmeisterin im 24 h MTB Fahren geworden. Sie war schnell begeistert und ich happy :-)
Ebenso konnten wir Janina Swetlik für unser Team gewinnen! Eine starke Mannschaft – mal sehen, was wir gegen die Spezialisten ausrichten können ;-)

Für uns war das Rennen ein großes Abenteuer. Wir genossen die Atmosphäre und wollten einfach unser Bestes geben. Im Vergleich zu den anderen Teams sah bei uns vieles einfach improvisiert aus. Hatten die anderen tolle Zelte aufgebaut für die Pausen mit Liegestühlen und einem Wohnmobil für die Verpflegung, so holten wir uns aus dem Festzelt einige Bierbänke und einen Tisch ;-) Na ja, ein kleines Zelt hatten wir auch und Michi Waitz war unser Mann für alles. Es gab uns Zeiten durch, löste unsere technischen Probleme und betreute uns wirklich toll! Es war echt witzig, doch trotz allen Spaßes haben wir gekämpft! Unerwartet lagen wir dann auf Rang 2! Wow, das lief gar nicht so schlecht!?! Das Profi Teams der Mountain Heros lag unangefochten auf Rang 1. Zwei der Fahrerinnen hatten in diesem Jahr die Transalp im Team gewonnen. Sie waren mit Mechaniker und großer Crew angereist. Dieses Team war eine Klasse für sich, doch alle anderen waren schlagbar.

Nach ca. 6 Stunden hatten wir aber einen Platten. Janina musste fast 2km mit ihrem MTB laufen. Nun machte es sich bezahlt, dass wir Triathleten auch gut laufen ;-) Sie fightete und gab alles, dennoch verloren wir wichtige Zeit und lagen nun 3 min hinter Rang 2. Unsere Motivation war entfacht. Diesen Platz wollten wir uns wieder zurückholen!
Runde um Runde machten wir durch konstante Leistungen wieder Boden gut und konnten letztendlich als 2. Mannschaft finishen!
Ein toller Erfolg, der im Team auch nochmals soviel Spaß gemacht hat!

Auch Jürgen fuhr das 10 Stunden Rennen mit. Sein erster Wettkampf seit 6 Jahren! Er genoss das Wettkampffeeling, dennoch musste er ziemlich leiden, da sein Rad nicht optimal für dieses Rennen war. Ich glaube er war der einzige ohne Scheibenbremsen ;-)

Nun wird mein Training wieder etwas spezifischer, d.h. weniger MTB und wieder mehr Zeitfahrtraining, damit ich am Wochenende in Bad Kissingen beim Main Post Triathlon (www.first-wave.info) auch in meiner Lieblingssportart hoffentlich erfolgreich abschneiden kann.

Liebe Grüße und bis bald

Heidi

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4. Gesamtrang beim Breisgau Triathlon

25. August 2011 von Manu

Vergangenen Sonntag, den 21. August fand einer der bekanntesten und schönsten Triathlons in Baden-Württemberg statt. Zum 21. Mal wurde der Internationale Breisgau Triathlon in Malterdingen bei Freiburg ausgetragen. Zur Auswahl standen die Jedermanndistanz über 500m Schwimmen, 31km Radfahren und 4km laufen sowie die Mitteldistanz über 2km Schwimmen, 80 km Radfahren und 21km Laufen.


Ich startete auf der längeren Distanz, um dies als Vorbereitung für die dt. Meisterschaft der Langdistanz in Köln am 04.September zu nutzen. Strahlender Sonnenschein mit 35 Grad sollten es an diesem Tag werden. Um 10 Uhr fiel der Startschuss für die Männer und Frauen gleichzeitig im Müllersee in Riegel. 2 Runden mussten im See geschwommen werden. Der Neoprenanzug war trotz der hohen Lufttemperaturen erlaubt, da das Wasser infolge der zurückliegenden Schlechtwetterperiode nicht ganz so warm war. Ich hatte Anfangs Probleme mein Starttempo zu halten und verpasste die erste Schwimmgruppe. Mit 3min. Abstand zur Spitzengruppe, stieg ich nach 30min an der Spitze der Verfolgergruppe aus dem See.
Nach dem Wechsel folgte ein 3 Runden Kurs im bergigen Weinanbaugebiet rund um Malterdingen. Jeweils 2 Anstiege stellten sich den Athleten auf jeder Runde in den Weg. Leider verlor ich in den Abfahrten viel Zeit, die ich in den Berg- und Flachpassagen nicht mehr aufholen konnte. Da musste ich wohl doch dem Start beim Radmarathon einer Woche zuvor Tribut zollen. Dennoch konnte ich am Ende der Radstrecke einen Gesamtplatz gut machen und lag am aussichtsreichen 5. Platz. Nach 80km endete das Radfahren am Marktplatz in Malterdingen, wo es auf die 21 km lange bergige Laufstrecke durch die Weinberge ging. Darauf freute ich mich schon während des gesamten Wettkampfes. In größter Hitze waren 2 Runden, mit einigen Höhenmetern, zu erklimmen, dieses Streckenprofil kam mir sehr entgegen. Die steilen Anstiege und die Bergabpassagen lies mich nicht von einer Aufholjagd abbringen. Leider war der Abstand nach dem Radfahren zu groß, um die vor mir liegenden Athletinnen noch einzuholen. Nach dem Ausscheiden der Führenden wegen der enormen Hitze kurz vor Ende des Rennens kam ich am Ende mit einer super tollen Gesamtzeit von 04:49 min. auf dem 4. Gesamtrang ins Ziel gelaufen.

In 01:30 min. hatte ich die 2. beste Laufzeit des Tages aller Frauen. Zudem kam ich in meiner Altersklasse W25 auf den 3. Gesamtrang. Köln kann kommen!!!
Gewonnen hat Andrea Luft vom TNB Malterdingen in 04:40 min, bei den Männern Boris Stein in 03:55 min.

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Ironman Regensburg

22. August 2011 von Heidi Jesberger

Eigentlich liebe ich die Wärme und die Sonne, doch dieser Sommer hat uns allen ja gezeigt, dass darauf keinen Verlass mehr ist. Also sammelte ich viele Trainingskilometer bei nass kaltem Wetter (meine Samstags Radgruppe fährt Gott sei Dank ja immer! Tausend Dank an die Trainingsgruppe Herman der TSG!) und wusste, dass dies im Rennen auch kein größeres Problem darstellen sollte.

Frohen Mutes fuhren wir also nach Regensburg. Ich wollte dieses Jahr unbedingt an einem großen deutschen Rennen teilnehmen und dies war also meine Chance.

Ich war gesund und fit, wieder gut erholt von meinem letzten Ironman auf Lanzarote und schaute zuversichtlich auf diese Herausforderung. Die Wetterprognosen waren brutal: Starkregen für Sonntag in Regensburg und Temperaturen um die 18 Grad… aber die Bedingungen waren ja für alle gleich…

Um 5:30 morgens kamen wir bei Nieselregen am Guggenberger See an. Der Himmel war schwarz und Wolkenbehangen, fast unheimlich. Doch ich hatte mich schon mental auf dieses Szenario eingestellt und richtete meinen Wechselplatz in Ruhe her. Kurz bevor ich zum Einschwimmen in den See springen wollte teilte mir der Veranstalter mit, dass mir Bayern 3 heute dicht auf den Fersen bleiben wird, da ich als Fränkin interessant für Bayern 3 wäre. Cool, mir sollte es recht sein!

Pünktlich um 7 Uhr gings los.

Laut Veranstalter stürzten sich 2211 Athleten gemeinsam in die Fluten. Unvorstellbar, denn der See ist eigentlich gar nicht so groß ;-) Von Anfang an fühlte ich mich hellwach und gut. Ich behielt einen guten Überblick und konnte kontrolliert in einer der vorderen Gruppen mitschwimmen. Nils Goerke, sowie Nicole Leder waren mit dabei, also konnte es so schlecht nicht sein, dachte ich mir…
Mit einer neuen persönlichen Bestzeit im Schwimmen stieg ich bereits nach 52:56 min als 4. Frau aus dem Wasser.
Trotz Regen waren schon unzählige Zuschauer zu dieser unchristlichen Zeit an der Strecke, um uns Athleten anzufeuern! Einmal mehr wurde mir bewusst, wie toll Triathlon doch ist und wie glücklich ich mich schätzen kann, dies als Beruf auszuüben.

Mit einem schnellen Wechsel gings auf die 180 km lange Radstrecke. Diese hatte ich mir in den Wochen zuvor im Training 2 Mal angesehen, was sich nun bezahlt machte. Ich wusste genau, wie ich mir die Runde einzuteilen hatte, wo es sich lohnte etwas mehr Kraft zu investieren, bzw. wo ich vorsichtig sein muss und eben auch, wo man gar nicht bremsen muss (Danke Jörn!) Normalerweise bin ich auf den Abfahrten sehr vorsichtig. Diesmal fing es immer wieder sehr stark zu regnen an. Da ich mit einer Scheibe fuhr und die Bremswirkung bei Nässe auf Carbon eher suboptimal ist, verzichtete ich lieber ganz aufs Bremsen und stellte bei der Abfahrt einen neuen persönlichen Geschwindigkeitsrekord auf: 83,5 km/h! Ich kann es immer noch nicht ganz glauben!

Schon auf den ersten 10 km fühlte ich mich super und konnte auf die letztjährige Zweitplatzierte Katja Rabe auffahren. Wenig später konnte ich die im Vorfeld als haushohe Favoritin gehandelte Amerikanerin Mary Beth Allis überholen, die vor 5 Wochen das schnellste Ironman Debüt aller Zeiten gegeben hat. Laut Papier war sie eigentlich unschlagbar. Ich konnte mein Glück kaum fassen als ich den ca. 15 km langen Berg auf Position 2 in Angriff nahm.
Dort stand auch mein Vater. Ich rief ihm zu, dass es doch total cool sei, wie es gerade bei mir lief! Dabei musste selbst der Kampfrichter, der mich auf seinem Motorrad begleitete, lachen. Doch nicht in meinen kühnsten Träumen hatte ich mir gewagt zu hoffen, dass das Rennen so laufen würde.
Doch ich behielt einen kühlen Kopf (was bei den Temperaturen auch nicht schwer war ;-) ) und fuhr kontrolliert weiter.
Nun war nur noch die Niederländerin Miriam Weerd vor mir. Im Anstieg wurde ich wieder von Katja Rabe überholt. Doch ich wollte nicht überziehen, denn ich wusste, dass das Rennen erst in der zweiten Hälfte entschieden wird, also lies ich sie ziehen…

In der Ebene konnte ich wieder bis auf 20 Sekunden an das Führungsduo heranfahren. Ein tolles Gefühl, ein Rennen mitbestimmen zu können! Bei km 60 bekam ich plötzlich, ohne irgendwelche Vorzeichen Krämpfe in den Adduktoren, den inneren Oberschenkelmuskeln. Oh nein! Nicht jetzt! Warum überhaupt? Ich war doch so vorsichtig und habe mich so gut verpflegt! Es half ja alles nicht, ich musste kurz das Tempo etwas herausnehmen und mich noch besser verpflegen. Ein extra Gel von Energy System musste her. Evtl. doch die Kälte? Ich versuchte ruhig zu bleiben, war innerlich aber extrem nervös, da ich die anderen Mädels ungern ein weiteres mal ziehen lassen wollte.
Doch ich musste auf mich und meinen Körper hören. Ich konnte nichts erzwingen. Also fuhr ich den langen Berg zu Beginn der 2. Runde sehr verhalten hoch und danach ging es mir muskulär wieder besser. Gott war ich froh!
Etwa bei Kilometer 150 schoss Marie Beth Ellies wie von der Tarantel gestochen an mir vorbei. So was habe ich bisher noch nicht erlebt. Anfangs wirkte sie so müde und kraftlos und nun war sie schneller unterwegs wie die Polizei erlaubt. Echt Hammer! In dem Moment kam es mir so vor, als ob ich stehen würde. Doch ich versuchte positiv nach vorne zu schauen und fuhr meinen Rhythmus weiter.

Auf den letzten 20 flachen Kilometern konnte ich Katja Rabe wieder einholen und schließlich als 4. Frau vom Rad steigen. Die Schmerzen auf den ersten Laufmetern waren enorm hoch. Alles tat mir weh und ich konnte mir kaum vorstellen, wie ich jetzt noch den Marathon laufen sollte. Doch Jürgen hat mir vor dem Rennen immer wieder gesagt, dass ich das Rennen nicht als Ganzes sehen soll und immer locker bleiben muss.Genau mit dieser Strategie ist es mir dann auch gelungen. Nicht 42 km sondern 4×10,5 km, nur 4 Runden, das schaffe ich schon.
Über die gesamte Runde waren meine Familie und Freunde verteilt. Alle sind extra wegen mir gekommen. Das war unglaublich und sooo viel wert! Immer wieder wurde ich noch vorne gepusht. Das half enorm viel!
Bei Kilometer 15 konnte ich die Niederländerin überholen und war 3.! Was für ein Gefühl! Nun hatte ich eine MTB-Begleitung und jeder wusste, dass ich die 3. Frau bin! Das gab nochmals zusätzlich Energie. Auch beim Laufen verpflegte ich mir so optimal wie möglich: alle 5 km ein Energy System Gel mit Koffein sowie 1 Becher Energy Drink an jeder Verpflegungsstation.

Ich lief wirklich einen sehr konstanten Marathon, doch meine Beine wurden mit der Zeit immer schwerer. Ich kämpfte, doch die Zuschauer riefen mir zu, dass Nicole Leder von hinten angeflogen käme. „Lauf um dein Leben“ rief mir mein Vater zu. Und ich versuchte alles. Ich kämpfte, doch wie schon vor einem Jahr beim Ironman in China überholte mich Nicole ca. bei Kilometer 35. Das war’s mit meinem Dirndl, mit meinem Podestplatz, aus der Traum!
Bei einer Top 3 Platzierung hätte Sven Hindel von Wechselszene mir ein Dirndl von seiner Frau Maßschneidern lassen, dass ich dann zu unserer Standesamtlichen Hochzeit angezogen hätte.
Doch nun war ich 4.! So schade!
Nach der ersten Schreckminute versuchte ich mich wieder zu motivieren und weiterzukämpfen. Wer weiß, vielleicht bricht ja noch eine Athletin vor mir ein „Anything is possible“ Doch leider änderte sich nichts mehr an den Platzierungen.
Schlussendlich konnte ich als 4. Frau die Ziellinie überqueren. Ich war trotzdem glücklich, hatte ich doch die Gewissheit alles gegeben zu haben und dem Rennen auch meinen Stempel aufgedrückt zu haben. Es war spannend und 4min auf Rang 2 und nur 2 min auf Rang 3 sind keine Welt. Als ich ins Ziel kam wurde auch mein Lied gespielt: „Heidi deine Welt sind die Berge!“ Im ersten Moment wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Ich war überwältigt von der Stimmung, dem langen und anstrengenden Tag, aber auch überglücklich bei so einem Event dabei sein zu können. Im Ziel gab ich dann noch ein Statement fürs Fernsehen ab und am Abend konnten wir bei „Blickpunkt Sport“ auf Bayern 3 mein Rennen sehen :)

Ich werde versuchen, die nächsten Tage einen Sendemitschnitt davon zu bekommen. Vielen Dank an meine Familie, Freunde, Trainingspartner, Sponsoren und alle, die mich so toll unterstützt haben! Obwohl Ironman eine Einzelsportart ist, habe ich ein großartiges Team, das mich motiviert und stark macht! Danke!

Bis bald
Heidi

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Turbulente Wochen

2. August 2011 von Timo Bracht

Triathlon 100% so könnte man die letzten Wochen beschreiben. Zum erstenmal bin ich nicht bei einem großen Langdistanz Rennen im Sommer gestartet. Ich konnte mir das Geschehen aus der Ferne betrachten und endlich mal richtig Trainieren im Juli.
Glückwunsch an alle Finisher in Roth, Klagenfurt, Zürich und vor allem Frankfurt. Glückwunsch auch an Steffen „Magic“ himself, nur solltest du mal deinen Doppelgänger irgendwann der Öffentlichkeit präsentieren.
Ich beackerte meine Form dann weiter mit der einen oder anderen Kurzdistanz. Die Beine sind nach dem Ironman Lanzarote wieder frisch und so warf ich mich beim Speedman in München zum erstenmal wieder in die Fluten….

Weiter ging es mit den bayrischen Wochen beim legendären Garmin Alpen Triathlon am Schliersee. Dort war Bundesliga angesagt und ich zog mich mit dem fünften Platz glaube ich ganz gut aus der Affäre.

Dann durfte ich als Pate den Startschuss zum ersten Mannheimer Junior Triathlon geben.

Weiter ging es dann zum Rhein Neckar Triathlon Cup, und zum ersten Sieg nach Lanzarote und den Streckenrekord von Sebsatian K. weggeschnappt und endlich mal die 33 angekratzt. (10km Laufzeit/ 33:05).

Mit einer kleinen Erkältung dann letzten Sonntag beim Heidelbergman den Galibier des Odenwaldes (Königsstuhl) bezwungen, und zufriedener Zweiter hinter dem Südbadener Andreas Böcherer. (Wahnsinn die Strecke hat auf dem Rad bei 35km/ 800Hm und bei 10km Lauf/ 180Km). Da kommt glaube ich kein anderes Rennen ran.

Nächste Woche geht die Kurzdistanz Tour beim Frankfurt Cityman weiter,
alles Gute euch und haltet nach dem Doppelgänger Ausschau….

Euer Timo

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2. Teil WM Freiwasser aus China

25. July 2011 von Jan Wolfgarten

Hi liebe Leser,

Wie versprochen kommt nun nach dem Update aus dem Precamp der interessante Teil unserer Chinareise.
Der große Teil unserer Wettkämpfe ist nun vorbei und es ist für das gesamte Team super gelaufen. Deutschland ist auf Platz 1 des Medaillenspiegels der Freiwasser WM und ich kann mit Stolz berichten, dass auch meinen Teil dazu beigetragen habe. Zudem haben sich mit Angela Maurer, Thomas Lurz und Andreas Waschburger 3 von den maximal 4 möglichen deutschen Schwimmern für London über das 10km Rennen qualifiziert. Ich freue mich sehr für die 3 Schwimmer und besonders für den Waschi, der seine Aussenseiterchance genutzt hat und nun bei Olympia am Start sein wird.

In dem 5km Team Event konnte ich gemeinsam mit Isabelle Härle und Thomas Lurz hinter den USA und Australien den 3. Platz belegen. Ich habe vorher ein bisschen gehofft, dass wir in diesem Event einen Podiumsplatz schaffen könnten und jetzt wo es wirklich geklappt hat bin ich natürlich sehr zufrieden. Das ist meine erste WM Top 3 Platzierung und so eine Medaille ist schon cool.

Im 5km Rennen der Herren ist es dann nicht so gut für mich gelaufen. Am Ende kam Platz 23 für mich heraus und leider bin ich wieder mal mit dem Gerangel im Feld nicht zurecht gekommen. Ich komme einfach nicht klar, wenn viele andere Schwimmer bei mir schwimmen und ich nicht meinen eigenen Rhythmus schwimmen kann. Leider ist es mir auch nicht gelungen von Anfang an die Spitze des Feldes zu kommen, um mehr Ruhe zu haben. Meine Startnummer und die dazu ausgeloste Position war dabei sicher nicht hilfreich, weil ich ganz recht stand und bereits nach 200m eine Linkskurve zu machen war aber 2 Plätze neben mir stand ein Russe, der zum Schluss 3. war also möchte ich da nicht nach Ausreden suchen. Ich freue mich sehr für meinen Freund und Trainingskameraden Thomas Lurz, der das Rennen gewinnen konnte. Es ist fast unglaublich, dass er die 5km nun 7 Jahre in Folge gewinnen konnte und insgesamt zum 10. Mal Weltmeister werden konnte. Eine sehr sehr beindruckende Serie!!!

Ich freue mich jetzt auf die in 7 Wochen kommende EM, bei der wir wieder im Team Event am Start sein werden und wo ausserdem auch wieder ein Time Trial bei den Herren über 5km auf dem Programm steht. Dieser Wettkampf ist mein großes Ziel und ich hoffe, dass ich da nach 2008 wieder eine Medaille gewinnen kann. Ab Montag werde ich mich intensiv auf diesen Wettkampf vorbereiten.

Bis dahin wird aber entspannt und noch ein bisschen durch Shanghai gezogen.

Bleibt fleissig,

Euer Jan

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Sieg in Ingolstadt.

25. July 2011 von Heidi Jesberger

Bei jedem Rennen lernt man etwas Neues dazu. Diesmal war es ganz klar die Tatsache, dass man Geduld haben muss im Sport.

Am Wochenende war ich beim Triathlon in Ingolstadt am Start.
Mein Sponsor „Energy System“ war Ausstatter bei diesem Event. Er versorgte alle Athleten im Rennen mit Getränken, Riegeln und Gels. Also sollte die Ernährung in meinem Rennen kein Problem für mich werden, da ich alle Produkte kenne, vertrage und liebe :) Die Location war toll gelegen am Baggersee des Naherholungsgebietes in Ingolstadt.

Das 1,5 km lange Schwimmen lief ganz gut für mich. Zwar hat sich ein Athlet von Anfang an an meine Füße geheftet, der mir die ganze Zeit auf meine Füße schlug, doch dies kommt immer mal wieder vor im Wettkampf. Ich versuchte dies so gut es ging zu ignorieren und stieg bereits als 2. Frau, 53 Sekunden hinter Heike Funk aus dem Wasser. Schon vor dem Start hatte Heike mir angekündigt, dass sie auf dem Rad heute alles geben wird, damit sie einen großen Vorsprung vor mir hat, denn läuferisch bin ich stärker.

Die ersten 20 km auf dem Rad hatten wir Gegenwind und meine Beine fühlten sich eher zäh als kraftvoll an. Vor genau einer Woche fuhr ich beim Challenge die 180 km in der Staffel, daran konnten sich meine Muskeln noch all zu gut erinnern :-)
Doch die zweite Hälfte mit Rückenwind lief besser. Daher war ich doch etwas erschrocken, als mir beim Wechsel vom Rad zum Lauf zugerufen wurde, dass Heike 3 Minuten vor mir sei. Das könnte knapp werden…
Ich lief so schnell los wie ich konnte, doch da ich keine Infos bekam, ob ich aufhole bzw. wie weit Heike noch vor mir ist, musste ich wirklich Geduld haben und in meine Laufstärke vertrauen. Bei Kilometer 6,5 war ein Wendepunkt, bei dem ich Heike mit dem MTB Fahrer „1. Frau“ sehen konnte. Nun wusste ich, dass ich es schaffen kann :) . Ich forcierte nochmals das Tempo und konnte bei km 7 die Führung übernehmen.

Der Zieleinlauf war toll, da die Veranstalter in Ingolstadt auch 2 fantastische Sprecher hatten, die eine tolle Stimmung machten „…und hier kommt die Athletin mit dem schönsten Lächeln im Triathlonsport… unsere Siegerin Heidi Jesberger…“ Oh, ich fühlte mich geschmeichelt!
Ein toller Wettkampf und auch mit dem Wetter hatten wir riesen Glück, denn erst zur Siegerehrung kam der große Regen, den alle schon früher befürchtet hatten.

Die Gene
Oder knapp 1500 km Fußmarsch nach Rom

Dass ich meine Begeisterung für den Ausdauersport von meinem Vater geerbt habe, das war mir schon immer klar. Schon früher war er ein sehr guter Läufer und auch Triathlet. Doch was er nun geschafft hat, das hat uns alle erstaunt. Am 7. Juni lief er von Assamstadt aus los mit dem Ziel Rom. In 35 Tage lief er sage und schreibe 1465 Kilometer, erklomm fast 50000 Höhenmeter, verlor 12 Kilogramm Gewicht und kam wohlbehalten und mit vielen spannenden Erlebnissen in Rom an.
Da bleibt mir nur eines zu sagen: ich bin stolz auf meinen Papa!

Sporttag im Kiga St. Vinzenz
Gutschein eingelöst
Im Rahmen des Bad Mergentheimer Stadtlaufes gewann die Teilnehmerstärkste Gruppe einen Sporttag mit mir. Dies war der Kindergarten St. Vinzenz in Bad Mergentheim.
Da ich ja gelernte Erzieherin bin, bereitete es mir eine besondere Freude einmal wieder etwas mit Kindern in diesem tollen Alter zu machen. Zusammen mit Achim Kaufmann, dem Veranstalter des Laufes verbrachte ich einen nun einen Vormittag in dieser Einrichtung. Zuerst zeigte ich den Kindern meine Triathlonausrüstung und erklärte ihnen, dass ich mit Sport mein Geld verdiene. Danach liefen wir in den nahegelegenen Park, um dort gemeinsam zu trainieren. Viele Kinder hatten ihr Finisher T-Shirts vom Stadtlauf an, was ich sehr cool fand. Zum Abschluss verteilte ich Autogrammkarten. Ein kleiner Knirps hob ganz stolz seine Autogrammkarte in die Höhe und sagte über sich: “Nun bin ich berühmt!“
Echt toll, wie motiviert und begeisterungsfähig Kinder sind!

Rotary Club
Rotary ist die älteste Service Club Organisation der Welt. Rotary umfasst beinahe 33.000 Clubs in mehr als 200 Ländern und geographischen Regionen. Ihre Mitglieder bilden ein Netzwerk von Führungskräften, die sich ehrenamtlich in ihren Gemeinwesen engagieren und auch an der Lösung internationaler Probleme arbeiten. Rotary bedeutet selbstlos dienen. Letzte Woche wurde ich vom Rotary Club Bad Mergentheim als „Impulsgeberin“ eingeladen und hatte dort die Möglichkeit ca. 30 Minute über mein Leben als Profi und meinen Sport zu erzählen. „Erfrischend, sprudelnd, begeisternd,…“ war das Feedback.
Wieder einmal eine neue und spannende Erfahrung für mich.

Eure Heidi

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WM Precamp in Xian, China

18. July 2011 von Jan Wolfgarten

Am 11.7. sind wir nach China zur Freiwasser WM aufgebrochen, um zunächst in Xian unser Lager für ein etwa 1 wöchiges Precamp aufzuschlagen. Xian war vor Peking die Hauptstadt Chinas und hat etwa 8 Millionen Einwohner. Wir sind mitten drin im sehr schönen Shangri La Hotel und trainieren im Shaangxi Leistungszentrum unter sehr guten Bedingungen. Naja, die Hygienestandarts sind hier etwas anders und es liegt oft ein Uringeruch in der Luft wenn man die Schwimmhalle betritt aber es ist auch schwer das zu verhindern, wenn geschätzte 300 Leute im Pool sind. Viel Chlor tötet alles ab und von daher trainieren wir in einer Top 50m Wettkampfhalle und können uns nicht beklagen.

Gestern haben wir einen Ausflug zur historischen Terracottaarmee gemacht. Das sind geschätzte 7000 Krieger, die original und in Lebensgröße in Stein gehauen das Grab des ersten chinesischen Kaisers bewachen. Interessant und sehenswert, weil sich tatsächlich jeder Krieger von dem anderen unterscheidet. An dem Werk sollen damals 700,000 Arbeiter beteiligt gewesen sein und das ganze wird heute immer noch freigelegt. Warum die Armee verschüttet ist bzw. worden ist, muss ich selbst noch herausfinden.

Das Training wird immer harmloser, weil die Wettkämpfe nächste Woche beginnen. Momentan sind es zwischen 3 und 4km pro Einheit. Live is good…..

Morgen geht es dann nach Shanghai zum Austragungsort der Schwimm WM. Von dort mehr.

Viele Grüße,
Euer Jan

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